Veranstaltung ProtoTYPE

Sieben Geschäftsideen gehen an den Start

Bei ProtoTYPE, dem Innovationsprojekt des Börsenvereins, haben sich die Teilnehmer für sieben Geschäftsideen entschieden, die nun bis zur Frankfurter Buchmesse weiterentwickelt werden sollen.

ProtoTYPE-Ideenbasar auf der Leipziger Buchmesse

ProtoTYPE-Ideenbasar auf der Leipziger Buchmesse © Gaby Waldek

Die 50 ProtoTYPE-Teilnehmer bearbeiten, jeweils in kleinen Teams, die folgenden Projekte:

Digital Content Accounting Clearing Center: Standardisierte, branchenübergreifende Abrechnung zwischen Rechteinhabern und Händlern zu ihren verschiedenen Content-Nutzungsmodellen, wie z.B. Kauf, Flatrate, Ausleihe.

"EQ": Entwicklung eines Gütesiegel für digitalen Content. Das Siegel schafft Orientierung im E-Book-Markt, der zunehmend auch von Self-Publishing-Angeboten beliefert wird.

Werkzeugkasten für den Buchhandel: Erarbeitung einer Palette von konkreten Werkzeugen, die stationären Buchhändlern im Alltag helfen. Erste Ideen waren eine "Stöber-App", ein ständig aktualisierter Katalog für den Aufbau von medienübergreifenden Themenwelten, eine Lösung zur besseren Kommunikation zwischen Buchhandlung und Verlagen oder Content für Buchhändler-Websites. Zunächst wird es hier eine Umfrage unter Buchhändlern geben.

Firebox: Das Tool erlaubt es, mit einfachen Produktionsmitteln anspruchsvoll designte Inhalte in verschiedene digitale (mobile) Formate zu überführen.

One Step to Book: Branchenweite, integrierte Shop-Lösung spezialisiert auf Bücher, die nur eine Registrierung für Endkunden erfordert.

Support für E-Books: Gebündelter Zugang zu Know How und Tools, um jederzeit und überall professionellen Endkunden-Support rund um E-Books und E-Reader zu leisten. Nutzer der Support-Plattform sind Verlage, Sortimenter und digitale Händler.

Emotionale Buchsuche: Ein Plugin für Online-Plattformen, das die Suche eines Nutzers an einem emotionalen Bedürfnis ausrichtet. Nutzer können Bücher mit Schlagwörtern (Tags) versehen, wie etwa "romantisch" oder "traurig". Genauso können sie nach Schlagwörtern suchen. Statt Warengruppen könnte es "Gefühlsgruppen" geben. Ähnliche Projekte gibt es schon in der Musikbranche.

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5 Kommentar/e

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  • Marc O. Szodruch

    Marc O. Szodruch

    Bisher kein Kommentar zu den Ideen? Ist die Branche doch schon toter als wir bisher glaubten?

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    Ich mache gerne den Anfang: ich bin beeindruckt von den Projekten. Ich hatte befürchtet, dass hier sinnlose, bestenfalls nice-to-have Projekte entstehen, die der Mühe kaum wert sind. Die genannten Projekte dagegen halte ich für stark und ausgesprochen wünschenswert. Wenn man eines aussuchen müsste, dann wäre das nicht nur schwierig, es käme mir schon fast schlimm vor, wenn na n die anderen deshalb nicht angehen würde.
    Bleibt die Frage: warum gibt es das denn alles noch nicht? Sind das zu dicke Bretter?

  • wettbewerber

    wettbewerber

    Ehrlich gesagt kann ich für mich als mittlerer Buchhändler da nichts erkennen was ich brauche könnte. NICHTS!

  • Patrick Haas

    Patrick Haas

    Ich finde einige der Ideen ebenfalls beeindruckend, was Innovation und einen späteren Nutzen angeht.

    Allerdings muss ich tatsächlich auch sagen: Das sind "dicke Bretter"! Die Bündelung von Wissen und Know-How ist natürlich absolut erstrebenswert, allerdings auch meiner Meinung nach schwer zu realisieren.

    Ich hoffe, dass aus diesem ambitionierten Projekten am Ende etwas herauskommt und das Ganze nicht, wie so viele gute Ideen in unserer Branche, am Ende versandet.

  • Andreas Diecke

    Andreas Diecke

    Liebe Leute, das sind dicke Bretter - na und! Die Idee des E-Book oder die Idee Amazon waren auch dicke Bretter und zwar deutlich dickere! Dünnbrettbohrer sind in Sachen Zukunft nicht gefragt!

    Es wird Zeit, dass die Branche endlich mal aufwacht und sich den Staub aus den Klamotten schüttelt!

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