Urheberrecht

Grüne machen sich weiter für Kulturflatrate stark

Der Grünen-Netzexperte Konstantin von Notz fordert erneut die Einführung einer Kulturflatrate. Sie sorge für mehr Verteilungsgerechtigkeit.

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"Während heute häufig Nischenkünstler durch das Raster fallen, könnten auch hier Leute, die eben nicht Mainstream machen, eine Vergütung erhalten", sagte Konstantin von Notz dem Deutschlandradio Kultur. Sie solle jedoch private Angebote wie Filesharing abdecken, aber keine kommerziell illegalen Angebote wie kino.to.

Der netzpolitische Sprecher der Grünen wollte sich zu der Größenordnung der Kulturflatrate nicht äußern, aber schon bei "sehr geringen Beiträgen" könne man auf "sehr hohe Ausschüttungen" kommen.

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4 Kommentar/e

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  • o.N.

    o.N.

    Eine Kulturflatrate müsste mit massivem bürokratischem Aufwand über eine Verwertungsgesellschaft eingezogen und verteilt werden. Liest man bsp. die "101 Piratenstimmen" gegen das Urheberrecht, so gründet deren ganze Argumentation vor allem auf einer (wenn auch sachlich unbegründeten) Anklage der Verwertungsgesellschaften. Und jetzt sollen ausgerechnet diese das Urheberrecht im Netz retten? An den aktuellen legalen Angeboten (Libri, Amazon, Apple, Ciando usw. usf.) ist der Autor unmittelbar über seinen Verlag beteiligt.
    Wo es nicht unbedingt nötig ist, sollten weitere bürokratische Stufen vermieden werden.

  • André Duve

    André Duve

    Solange Menschen jede Idee von vorn herein negieren und nur in Problemen und Aufwand denken, wird es keine Lösungen geben.

    Das endet in in vollkommen idiotischen Prozessen wie zB. vor dem vollkommen idiotischen OLG Hamburg, das seit Jahren mit absurden Urteilen zum Thema Urheberrecht glänzt (und oft genug widerlegt wird). Eins der heute behandelten Liedertitel ist "Im Kindergarten", ob das alles Zufall ist?

    Abgesehen davon, wenn man mal von den Leuten absieht, die ihre Pfründe durch solch eine Flatrate davon schwimmen sehen, kann man mit den anderen Betroffenen (Künstler, Autoren, Musiker) mit Sicherheit über ein gangbares Modell reden. Verwerter rechne ich nicht dazu, die sind so überflüssig wie ein Loch im Schuh, ich meine in der Tat die Schaffenden.

    Und noch etwas: ich kenne genug, die sofort ohne Zögern einen dreistlligen Betrag pro Jahr für so eine Flatrate bezahken würden, genau genommen kenne ich in meinem Umfed niemanden der das NICHT tun würde.

  • Buch- und Musikkäuferin

    Buch- und Musikkäuferin

    Lieber Herr Duve,
    die Pfründe entgehen in erster Linie den Autoren. Die ihre Werke warum auch immer den Verlagen ("überflüssige Verwerter" wie Sie meinen) zur "Verwertung" anvertrauen. Fragen Sie doch mal die Autoren, wieso sie das machen. Wenn die "Schaffenden" die "Verwerter" so überflüssig wie ein Loch im Schuh fänden, gäbe es wohl längst keine Verlage mehr. Wollen Sie den Künstlern, Autoren und Musikern den Verstand absprechen?

  • André Duve

    André Duve

    Keine Sorge, ich steige auf Ihren letzten Satz natürlich nicht ein, liebe Buch- und Musikkäuferin, ich werde dieses Thema in diesem Board auch ganz sicher nicht vertiefen.

    Aber vielleicht hätten Sie ja die Güte uns einmal die Verteilung eines Buchpreises zu erklären und dann in den Vergleich mit anderen Ländern zu treten.

    Und eh mich wieder die Altbekannten zerfleischen: ich kenne den Satz:" die Schaffenden bekommen das, was in ihrem von ihnen unterschriebenem Vertrag steht" Falls jemand etwas Sarkasmus gefunden hat, darf er ihn behalten.

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