Börsenverein: Buchmarketing-Kampagne

Eckpunkte sind gesetzt

"Laut, überraschend, involvierend und aktivierend": Das ist der zentrale Ansatz der Buchmarketing-Kampagne, an der der Börsenverein derzeit arbeitet. Gestartet wird die Aktion im Vorfeld der Leipziger Buchmesse.

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins © Stephan Sasek

Die Kampagne soll die Aufmerksamkeit für das Buch und seine klassischen Attribute steigern, das Image des Buches erhöhen und damit verkaufsfördernd wirken – so das "klare Ziel". "Bücher stehen in einer großen Medienkonkurrenz und haben im Vergleich mit anderen Medien eine enorm hohe Wirkungskraft. Hier werden wir mit unserer Kampagne ansetzen und Bücher in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen", so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, in der Verbandsmitteilung.

Nachdem die Hauptversammlung sich im Juni für eine solche Buchkampagne ausgesprochen hatte, feilt der Börsenverein zusammen mit der Agentur Zum goldenen Hirschen intensiv an der Konzeption. Eine weitere Entscheidung sei dabei ebenfalls bereits gefallen: Gestartet wird die Kampagne im Vorfeld der Leipziger Buchmesse.
 
Beides – Ansatz der Kampagne und Starttermin – wurden vom Länderrat und vom ehrenamtlichen Beirat, der die Kampagne begleitet, begrüßt und befürwortet. Die Buchmarketing-Kampagne ist eine gemeinsame Aktion des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und der Landesverbände. "Die Buchbranche hat viele Kontaktpunkte hin zur Öffentlichkeit – die Buchhandlungen mit ihren Schaufenstern und Ausstellungsflächen oder die vielfältigen Medien unserer Verlage. Wenn wir dies alles gemeinsam nutzen, bekommt die Kampagne ein bundesweites Gesicht und einen hohen Wiedererkennungswert", so Skipis über die Chancen der Kampagne. "Entscheidend ist, dass alle unsere Mitglieder mitmachen, denn je mehr Buchhandlungen und Verlage sich anschließen, desto erfolgreicher wird die gemeinsame Kampagne." Der Verband wird die Verlage und Buchhandlungen dabei mit Material unterstützen. Zudem setzt man auf Kooperationen.

Bei der Umsetzung spielt der stationäre Buchhandel eine große Rolle. Einzelne Module werden so konzipiert, dass sie am "Point of Sale" kreativ verwendet werden können. Alle Buchhandlungen erhalten zu Beginn der Kampagne deshalb auch ein kostenloses Starterpaket mit Werbemitteln. Nach der Frankfurter Buchmesse 2012 wird der Börsenverein direkt mit den Buchhändlern in Kontakt treten, um sie zum Mitmachen zu motivieren und über das Starterpaket zu informieren.

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4 Kommentar/e

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  • gerettete Zunge

    gerettete Zunge

    Ich sehe das konservative und langweilige Material schon vor meinem geistigen Auge. Vorfreude sieht anders aus.
    Was wir, der kleine, stationäre Kiezbuchhandel an Kampagnen brauchen ist einzig und allein: Bewerbung der BUCHPREISBINDUNG. Auch studierte Kunden sind erstaunt, wenn man ihnen erklärt, das jedes neue Buch überall gleich viel kostet, sogar im Internet!
    Alles andere ist doch Firlefanz und rausgeschissenens Geld.

  • Kundenseite

    Kundenseite

    Ja, ja die Buchpreisbindung... Sehen Sie es doch mal so:
    Wenn ich ein Buch bei Ihnen kaufe, zahle ich, sagen wir 40.- EUR. Dafür muss ich zu Ihnen in den Laden, wenn Sie es nicht haben, mach ich den Weg zweimal. Mir ist auch schon passiert, dass sich ein Buchhändler geweigert hat, zu bestellen. Nee, direkt beim Verlag bestellen, zu umständlich, usw, waren die Argumente.
    Wenn ich bei Amazon bestelle, wird mir das Buch zum gleichen Preis(!!) auf den Schreibtisch geliefert.
    Ich halte die Buchpreisbindung für ein zweischneidiges Schwert und wundere mich immer wieder, dass (fast) alle Buchhändler sie loben und preisen.
    Und bitte kommen Sie jetzt nicht mit dem "Kulturgut" Buch. Dafür gibt es viel zu viele Bücher, die einfach nur Schrott sind, inhaltlich wie äußerlich.

  • Ulrich Dombrowsky

    Ulrich Dombrowsky

    Was KundIn XY von der Kundenseite erzählt ist empörend: Ein Buchhändler, der seine Kunden nicht mit Büchern versorgt, ist vollkommen falsch in seinem Beruf. Er gefährdet den Weiterbestand des Preisbindungsgesetzes, auf das ich - in der Tat- sehr viel Wert lege. Und natürlich komme ich hier mit dem "Kulturgut" Buch (gerne auch ohne Gänsefüßchen). Selbstverständlich gibt es auch in unserem Markt eine Fülle völlig überflüssiger, wenn nicht manchmal sogar gefährlich schlechter Bücher. Für diese würde ich aber äußerst ungern auf Subventionierungen wie Preisbindung und ermäßigten Mehrwertsteuersatz verzichten. Denn - es wird Sie überraschen Hr./Fr. XY von der Kundenseite - die Preisbindung hält die Buchpreise niedriger, als in Ländern ohne Preisbindung. Längst erwiesen und belegt. Und sie ermöglicht das Erscheinen von Büchern, deren Preise exorbitant hoch (also dadurch verunmöglicht würden), weill inerhalb der Verlage mit einer Mischkalkulation gearbeitet werden kann. Aber mit oder ohne Preisbindung: wenn die Leser keine Buchhandlungen mehr finden, in denen sie sich wohl und angenommen fühlen, wo ihre Bücher geführt oder zumindest bestellt werden, hat sich das Thema "Stationärer Buchhandel" in wenigen Jahren erledigt. Ulrich Dombrowsky (Buchhandlung Dombrowsky, Regensburg)

  • Gerette Zunge

    Gerette Zunge

    Liebe "Kundenseite",
    mindestens einen Weg "sparen" (Zeit-ist-Geld-Weg-ist-Geld usw...)Sie, wenn Sie bei Ihrer Buchhandlung um die Ecke per Anruf, Mail, Website (ja, sowas haben die!) anfragen, ordern oder (auch das geht) sich beraten lassen. Zur Not kommt der Bote am nächsten Tag auch noch zu Ihnen und liefert.
    Vielleicht möchten Sie aber auch einmal, wenn "Zeit ist", einfach nur stöbern, anfassen, reinlesen und sich daran erfreuen, dass es in Ihrem Kiez nicht nur Fressbuden, Wettbüros und Resterampen gibt...
    In diesem Sinne: BUY LOCAL

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