Die Sonntagsfrage zum Thema Innovation in der Buchbranche

„Wie bringen Sie Innovationen in die Spur, Herr Henzler?“

Der erste „Meilenstein“ ist erreicht: Am Wochenende trafen sich im Haus des Buches die Mitglieder der protoTYPE-Gruppen zum ersten Mal seit der Leipziger Buchmesse, um die Arbeit an ihren Projekten zu konkretisieren. Harald Henzler erklärt, wie es nach der Phase der Euphorie weitergeht.

Harald Henzler, smart digits, betreut aktuell zwei protoTYPEN

Harald Henzler, smart digits, betreut aktuell zwei protoTYPEN © smart digits

Auch in diesem Jahr sind die Teilnehmer mit viel Energie gestartet: Für die vier Projektgruppen geht es mit ihren protoTYPEN jetzt von der Phase der Euphorie in ein Stadium des kritischen Prüfens. Das ist immer ein besonders spannender Punkt, an dem sich zeigt, dass die ersten Ideen, die gerade noch begeisterten, in einem anderen Licht betrachtet vielleicht noch nicht die allerbesten waren. Eines der Projekte, das ich als Experte betreue, wurde beispielsweise am Freitag noch ein einmal ganz neu definiert: Zunächst schwebte den Teilnehmern ein Netzwerk für die Kreativbranche vor. Das erscheint uns– bei protoTYPE regiert das kreative Du - jetzt aber schwierig, zumal es konkrete Spezialisten-Netzwerke bereits gibt. Nun arbeitet die Gruppe an einem Projekt, das dabei helfen soll, neue Ideen verlagsübergreifend schneller sichtbar zu machen. Wie lassen sich die Ideen weiterdrehen und so entwickeln, dass aus ihnen hoffentlich einmal konkrete Projekte entstehen? Darum geht es schließlich auch bei protoTYPE. Wie das funktioniert? Vor allem über den konkreten Austausch und rege Diskussionen auch über die Arbeit an den Projekten hinaus. Ein fertiges Produkt am Ende der Treffen von protoTYPE 2013 zu erwarten, dass wäre sicher ein bisschen viel verlangt: Schließlich treffen sich die Teilnehmer freiwillig in ihrer Freizeit und arbeiten ohne jedes Budget – mit einem StartUp lässt sich protoTYPE darum nicht vergleichen. Aber hier werden Netzwerke geknüpft und überhaupt erst die Möglichkeit geschaffen, Gedanken weiterzudenken und zu schärfen. Gedanken, die einmal Früchte tragen können. Die intensiven Phasen des Arbeitens in kleinen Gruppen sorgen für eine permanente gegenseitige Weiterbildung – wir unterstützen dies mit regelmäßigen Präsentationsphasen der Projekte für die anderen protoType-Gruppen und dem Update zur Projektentwicklung auf der protoTYPE-Seite, so dass Ideen und Anregungen von Außen aufgenonommen werden können. Ideen brauchen ihre Zeit: Im letzten Jahr hat der protoTYPE emotional booksearch auch seinen Weg in die Branche gefunden,so zum Beispiel in der Buchsuche auf dotbooks und in anderen Verlagen.  Manchmal geht der Samen einer guten Idee unerwartet in einen anderen Kontext auf. Das ist es, was protoTYPE so spannend macht.

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