Buchhändler sind aufgebracht über "Conni"-Zitat

"Conni" mag Amazon

Die Buchhändler ärgern sich: Im neuen Band der Bestsellerreihe "Conni" freut sich die 15-jährige Conni riesig  über einen Amazon-Gutschein, den sie online einlösen kann. Buchhändler finden das höchst unsensibel, da sie Conni von Anfang an zum Erfolg verholfen haben. Verlag und Autorin rudern zurück: Bei der Nachauflage wird der Name des Online-Händlers wegfallen.

Auf Seite 13 des Conni-Bands "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest" heißt es: "Mandy hat mir neben ihrer Karte, auf die sie unzählige Kreuze und Os – für jede Menge Hugs and Kisses – gekritzelt hat, einen Amazon-Gutschein geschickt, den ich online einlösen kann. Spitze!"

"Wir können hier in der Buchhandlung nur den Kopf schütteln" meinen etwa die Sortimenterinnen Annemarie Schneider und Jutta Bummel von Eulenspiegel in Hochheim. "Wir gehen mit viel Engagement in Kindergärten und Schulen, haben in dieser Woche mehr als zehn Klassenbesuche hier im Laden, um Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern und bekommen jetzt so etwas zu lesen. Was hat sich das Carlsen-Lektorat dabei gedacht?" Sie und weitere Buchhändler wollen diesen Band nun nicht mehr verkaufen.  

Die Reaktionen sorgten für Aufregung im Carlsen Verlag, der sofort reagiert hat: "Wir haben kein Interesse, bestimmte Kunden oder Kundengruppen zu bevorzugen", meinte Vertriebschef Urban van Melis. "Uns liegt die Breite des Buchhandels sehr am Herzen, anders könnte unser Verlag gar nicht erfolgreich sein. Wir sehen uns klar als Unterstützer des stationären Sortiments." Nach Rücksprache hat Conni-Autorin Dagmar Hoßfeld den Verlag gebeten, bei  der nächsten Auflage  den Namen des Internetanbieters „Amazon“ zu streichen, so dass Conni von ihrer in Großbritannien lebenden Freundin, die sie durch einen Schüleraustausch kennt, dann einen „Geschenkgutschein“ zum Geburtstag erhält. Die im Verkauf befindlichen Exemplare können die Buchhändler an die Carlsen-Auslieferung KNO retournieren.

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129 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • +++ Eilmeldung +++

    +++ Eilmeldung +++

    Wie nun bekannt wurde, werden in der Buchhandlung Eulenspiegel zwei oder drei, wenn nicht gar vier Bücher verkauft, die NICHT von Dagmar Hoßfeld sind. Conni-Fans zeigen sich erschüttert. "Wir können nur den Kopf schütteln. Was hat die Buchhandlung sich nur dabei gedacht?", heißt es aus dem Conni-Fanclub-Vorstand. Auch andere Connileser wollen in dieser Buchhandlung nun nicht mehr kaufen. "Wir gehen mit viel Engagement in diesen Laden und haben ihm von Anfang an zum Erfolg verholfen. Wir finden das höchst unsensibel."

  • Geschockter Buchhändler

    Geschockter Buchhändler

    Ein weiterer Schock, der Kopfschütteln bei den engagierten Buchhändlerinnen aus Hochheim hervorrufen dürfte ist die Tatsache, das der "Amazon-Gutschein" doch tatsächlich NUR in "Geschenkgutschein" geändert wurde. Das kann sich der stationäre Buchhandel, der sich jeden Tag für Buch und Verlag in die Bresche wirft, nicht bieten lassen. Daher sollte sofort eine Petition erstellt werden, das die in Großbritannien lebenden Freundin an Conny einen "BUCHGeschenkgutschein" schickt.

  • heinzi

    heinzi

    Bei Carlsen gibts doch ein sehr erfolgreiches Buch, in dem man diese Frage mit der Formulierung "der dessen Name nicht genannt werden darf" gelöst hat. Wäre das nicht eine gute und sensible Alternative für Connie?

  • Harry

    Harry

    Sie meinen also, Voldemort ist in Wirklichkeit Jeff Bezos und Harry kaempft gegen ihn weil er seine Schulbuecher lieber beim Sortiment als bei Amazon kauft?
    Gott sei Dank hat Harry seinen Zauberstab bei Ollivander um die Ecke und NICHT bei Amazon gekauft...Buy local eben...

    Jetzt ergibt alles Sinn... ;D

  • +++ NOCH VIEL EINIGERE MELDUNG +++

    +++ NOCH VIEL EINIGERE MELDUNG +++

    Empört hat nun der kleine Schaugenau-Verlag auf die Empörung reagiert. "Dass diese Buchhandlung neben unseren auch andere, teils unmittelbar mit unseren Produkten konkurrierende Bücher vertreibt, haben wir erst aus der Presse erfahren. Einige der dort vertretenen Großverlage, deren Werke manchmal im selben Regal stehen wie unsere, kratzen direkt an unserer Existenz. Auch wir sind enttäuscht und finden das höchst unsensibel."

  • heinzi

    heinzi

    Hoffentlich ist gewährleistet, dass die "retournierten" Bücher von Carlsen oder KNV nicht wieder in Verkehr gebracht werden.
    Wäre nicht eine öffentliche Verbrennung auf dem Marktplatz von Hochheim viel aussagekräftiger?

  • Face_65

    Face_65

    Bekommt Carlsen für das Product Placement wenigstens Geld von Amazon, wenn der Verlag jetzt schon den Shitstorm hat?

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    Vorschlag an Frau Hoßfeld, wie die Geschichte weitergeht:

    Doch als Conni den Gutschein einlösen wollte, kam das böse Erwachen."Ich bin ja erst fünfzehn und noch gar nicht voll geschäftsfähig und darf gar kein amazon-Konto haben. Jetzt muss ich Mama fragen, ob sie für mich bestellt. Voll doof, jetzt muss ich bestimmt etwas bestellen, was Mama für 'sinnvoll' hält".
    Je länger Conni nachdachte, desto blöder fand sie Mandys Geschenk. Verglichen mit der leckeren Orangenmarmelade oder einem coolen Shirt aus der Carnaby-Street war so ein Gutschein doch ziemlich unpersönlich. Sie war von Mandy enttäuscht.

    Das nächste Treffen würde kein schönes Ende nehmen für Mandy. Nur die Leiche musste sie dieses Mal gründlicher beseitigen...

  • +++ Empörung zieht Kreise +++

    +++ Empörung zieht Kreise +++

    Nun hat auch die Buchhandlung Indignatio reagiert. "Wir sind noch viel empörter", teilte Eigentümer B. Leidigt mit. "Seit Jahren verkaufen wir mit großem Erfolg die Werke von Alfred Döblin. Wir verlangen, dass seine Trilogie 'Amazonas' sofort in 'Großer Fluss, dessen Name nicht genannt werden darf' umbenannt wird. Ansonsten werden wir sie nicht mehr verkaufen."

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    Erstaunlich, dass Carlsen so etwas passiert. Ich hoffe, der Shitstorm hält sich in Grenzen, denn Carlsen ist ein geschäzter Verlag mit dem wir gerne zusammenarbeiten.

    Das ganze spricht eher gegen die Autorin, die den Satz ja hineingewurschtelt haben dürfte und deren Phantasie oder Wissen anscheinend arg begrenzt ist, denn als Geschenk aus GB gibt es nun wahrlich originelleres als einen Online-Gutschein.

    Davon abgesehen: Die Aufregung nicht wert. Sooo wichtig ist amazon auch nicht.

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    Oh, noch vergessen:
    Der Artikel beginnt mit "Die Buchhändler ärgern sich".

    Liebe Redaktion: Bitte nicht immer verallgemeinern!
    Ich ärgere mich tatsächlich nicht.
    Also beim nächsten Mal lieber "Viele Buchhhändler und Buchhändlerinnen (!) ärgern sich".

  • horst temmen

    horst temmen

    oh gott wie ist das peinlich fuer unsere branche!!!! gluecklicherweise gibt es zensur ja nur in china - oder habe ich da etwa etwas verpasst??

  • Shitstormtrooper

    Shitstormtrooper

    Ja, mit einer Buddel Malt wäre das nicht passiert. Conni wäre vielleicht Alkoholikerin geworden, aber das ganze Gedöns wäre ihr und uns erspart geblieben.

    Was ich aber weit merkwürdiger finde:

    "Die im Verkauf befindlichen Exemplare könen die Büchhändler an die Carlsen-Auslieferung KNO retounieren."

    Ist dass jetzt PidginDeutsh oder schlicht und einfach mal so hingeschlabbert worden? Was werden die Büchhändler dazu sagen ;-)

  • heinzi

    heinzi

    Political correctness hat immer Vorrang vor Orthographie

  • Sülze

    Sülze

    @ # 8 Patrick Musial

    Die Conni-Geschichte könnte auch so ausgehen:
    Die kleine Mandy möchte den Amazon-Gutschein bestellen, um in ihrer Freundin Conni zu schenken. Kurz bevor Mandy das Knöpfchen bei Amazon drücken kann erscheint Mandy's Mutter und fällt ihr in den Arm. Nach einem Aufklärungsgespräch gehen Mandy und ihre Mutter in die nächstgelegene "Buy-local" Buchhandlung in ihrem Heimatörtchen Highhome und kaufen nach einem kompetenten Beratungsgespräch ein wunderschönes Buch. Lustig trällernd hüpfen Mandy und ihre Mutter nach Hause, um das Buch an die liebe Conni zu schicken....

  • Merfelle

    Merfelle

    Haben die Sortimenterinnen Annemarie Schneider und Jutta Bummel von der Eulenspiegel Buchhandlung in Hochheim mal daran gedacht, wie sich Jeff Bezos bei einer solchen Aktion fühlt? Das er vielleicht geweint hat? Das niemand da war, der ihn getröstet hat? Das er den Vorgängen in Hochheim hilf- und machtlos gegenüber stand? Hat da mal jemand dran gedacht? Wahrscheinlich nicht.... total unsensibel so was!

  • Postbote

    Postbote

    ... das dann aber erst zwei Wochen nach dem Geburtstag bei Conni ankommt, weil Mandy es als Büchersendung verschickt hatte ;o)

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    ...die aber kaum Englisch spricht, da sie ja ständig bläut und wenn sie mal da ist, die Pausen kiffend auf der Jungs-Toilette verbringt.
    Also kann sie mit dem englischen Buch nichts anfangen und verkauft es bei momox und vom Erlös eine Schachtel Chesterfield.
    Kurze Zeit später kauft Mandy in Highhome das Buch heimlich gebraucht (und online) bei medimops (via marketplace), da sie das Buch eigentlich haben wollte, ihre Mutter aber nicht bereit war, es ihr zu kaufen, weil sie immer noch sauer war auf Mandy, die auf Facebook übel über ihre Mama gelästert hatte.

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    "Conni mag Amazon" - na und? Über Geschmack lässt sich immer streiten. Wie wär es damit, sich der Realität (Mitbewerber Amazon) zu stellen anstatt diese zu verbiegen, zu zensieren? Hat hier jemand Angst vor dem bösen Wolf? Wie wär es mit ein bisschen Gelassenheit? Wer seine Stärken kennt, Gutes tut und darüber redet, muss sich keiner Sünden fürchten. Oder hat hier jemand nasse Füße? Lass uns lieber unsere Arbeit tun anstatt den Teufel an die Wand zu malen oder ihn mit dem Belzebub (Zensur!) auszutreiben.
    Autorin und Verlag möchte ich an Pilatus erinnern: "Was ich geschrieben habe, das bleibt geschrieben." Flagge zeigen, Rückrat, Mut - und nicht gleich einknicken.

  • Tim

    Tim

    Himmel langsam wird die Branche peinlich.. Da muss man sich schämen für solche Aussagen von Buchhändlern. Ich rufe hiermit alle Verlage auf, die in Ihren Büchern Amazon, Ebay, Google und Co. erwähnen. So geht das nicht!!

  • ***********Zensur************

    ***********Zensur************

    inzwischen bin ich für Zensur in Deutschland!

    Welcher Schwachsinn hier in einm Branchenblatt durch die Online Leser produziert wird ist kaum noch zu überbieten! Während ich dies schreibe, freue ich mich schon auf die weiteren geistreichen Kommentare.

  • Unwissende

    Unwissende

    Ist Jeff B. der Freund von Conny und hätte gerne auch das
    Buch gelesen, kann aber kein Deutsch und versteht
    nichts?

  • Clever

    Clever

    Ich musste doch tatsächlich gerade ein wenig schmunzeln. Cleverer Marketingschachzug.... Respekt!

    Als ob der zuständige Lektor nicht auch darüber gestolpert wäre... Nun spricht die ganze Buchbranche darüber.

  • Badelatsche

    Badelatsche

    @ Clever

    "Cleverer Marketingschachzug.... nun spricht die ganze Buchbranche darüber."

    Naja, das ganze war wohl weniger eine clever geplante Marketing- als vielmehr mal wieder eine typische "Buchhandelskation".... absurd und ziemlich kleinkariert!

  • DerWutbuchhändler

    DerWutbuchhändler

    Also ich finde es höchst amüsant, wie die sich doch so sehr ärgernden Buchhändler und -Innen mit ihrem breit getretenen außerordentlichen Ärger umfangreiche kostenlose Werbung für ihren Lieblingsfeind "Amazon" machen.
    Hauptsache, erst mal den vermeintlichen, wirklichen oder auch vorgeblichen Ärger rausposaunen, und
    nicht über die Wirkung dessen nachdenken.
    Naja, eben Buchhändler und keine Ökonomen.

  • Prima Idee

    Prima Idee

    "Die im Verkauf befindlichen Exemplare können die Buchhändler an die Carlsen-Auslieferung KNO retounieren."
    Prima Idee! Der Sortimenter schickt seine Bücher zurück, so dass der Kunde das Buch dann bestimmt bei amazon kaufen wird.

  • Hab nachgerechnet ...

    Hab nachgerechnet ...

    ... und bin total erschüttert. Wenn man die Anfangsbuchstaben der ersten sechs Kapitel aus "Der Schatz im Silbersee" einem komplizierten Algorithmus unterzieht und das Ergebnis nach dem Code der Hopi-Indianer in Buchstaben rückverwandelt, ergibt sich das Wort "Amazon". Perfide!
    Wir verkaufen nun nichts mehr von Karl May.
    Überhaupt auch nichts mehr im Mai.

  • Unfaßbar

    Unfaßbar

    @ Hab nachgerechnet ...

    "Wenn man die Anfangsbuchstaben der ersten sechs Kapitel aus "Der Schatz im Silbersee" einem komplizierten Algorithmus unterzieht und das Ergebnis nach dem Code der Hopi-Indianer in Buchstaben rückverwandelt, ergibt sich das Wort "Amazon"

    Krass...!!!

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    Mittlerweile nimmt die amazon-Hysterie wirklich peinliche Formen an.

    Wenn mich bei einem Geschäftspartner etwas stört (Buchhändlerinnen aus Hochheim vs. Carlsen) kontaktiere ich diesen und gebe ihm Gelegenheit, zu reagieren
    und ggf. die Handlungsweise zu ändern.

    Direkt die Branchenpresse zu informieren, instrumentalisieren und so in Kauf zu nehmen, dass ein eigentlich buchhandelsfreundlicher Verlag zum Ziel eines Shitstorms wird, ist schlechter Stil und dient wirklich keinem.

    Das ganze nutzlose Über-amazon-Gejammer lenkt nur anderen Dingen ab, die viel dringender angegangen werden müssten.

  • Freier Autor

    Freier Autor

    Hab mich selten bei Leserbriefen so köstlich amüsiert, wie heute bei diesem "hochsensiblen" Thema. Es ist schön zu sehen, das dem Deutschen Buchhandel der Humor noch nicht völlig abhanden gekommen ist

  • Ute G.

    Ute G.

    "Sie und weitere Buchhändler wollen diesen Band nun nicht mehr verkaufen." Tja. Auf Amazon haben sie das Buch bestimmt. Was lernen wir also aus dem Boykott? ^^

  • Jakob Meiner

    Jakob Meiner

    Wirklich peinlich ist, welch heftige Reaktionen diese Meldung bei Ihnen, liebe Kommentarmatadoren, auslöst. Da wird von Zensur geredet und mit krampfhaft überspitzter Ironie auf den Kollegen aus dem Buchhandel herumgehackt, dass es nur so eine Freude ist. Haben Sie nichts besseres zu tun? Ich kann den Unmut der Kollegen durchaus verstehen, auch wenn es sicherlich wichtigeres gäbe, um sich drüber aufzuregen. Zum Beispiel die mittlerweile wirklich abartige "Diskussionskultur" auf dieser Seite.

  • Peperona

    Peperona

    Bin glücklich, bald keine Buchhändlerin mehr sein "zu müssen" und danke, danke an Kollege Musial für die Stories.. Mehr davon..Schön, dass die Branche sonst keine Probleme hat!!

  • Nozama

    Nozama

    @ Patrick Musial .

    "... die Branchenpresse zu informieren... und in Kauf zu nehmen, dass ein Verlag zum Ziel eines Shitstorms wird, ist schlechter Stil und dient wirklich keinem."

    Habe gerade nicht so den Eindruck, das der Shitstorm über Carlsen niedergeht ;-))

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    @ Jakob Meiner Man muss nicht alle Meinungen teilen - und nicht jeder Beitrag ist gleich qualifiziert (wie immer man das definiert). Dass die Branche sich aber eine eigene Wirklichkeit schaffen will, indem z. B. das Wort "Amazon" aus den Büchern und den Köpfen gestrichen werden soll, hat was von "Wahrheitsministerium". Und wer eine Diskussion "abartig" nennt, schafft sich ja beste Argumente, um diese zu zensieren...

  • Mandy

    Mandy

    'Do laachste dich kapott'
    singt der Forentroll...

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    In unserer unabhängigen Buchhandlung hätte Conni ihren Gutschein übrigens auch einlösen können. Wir nehmen gerne Gutscheine von Thalia, amazon und Co. ;-)
    Und freuen uns, wenn die Leute zu uns in den Laden kommen:-)

  • körnchen wahrheit

    körnchen wahrheit

    unsensibel ist einzig das vorgehen der buchhändlerinnen. warum gleich so scharf schießen? warum nicht erst den freundlichen dialog suchen? öffentlich draufhauen ist einfacher und außerdem modern. schlimm, schlimm. dass der verlag und seine autorin der streichung des so arg gefürchteten a-wortes zustimmen, finde ich unter diesen umständen nobel. notwendig wärs nicht.

  • Jakob Meiner

    Jakob Meiner

    Lieber Herr Nardelli, bitte differenziert: Das hier ist keine Diskussion, sondern bloßes Bashing, insofern pervertierte Diskussionskultur. Und ja, im Sinne einer sinnvollen Nutzung des Forums Boersenblatt.net bin ich sehr für striktere Moderation. Das hat meines Erachtens nichts mit Zensur, dafür umso mehr mit gutem Benehmen zu tun. Weiterhin habe ich an keiner Stelle gesehen, dass "die Branche", der "Buchhandel" oder wer auch immer sich als Wahrheitsministerium aufspielt und irgendwelche Worte aus den Büchern oder Köpfen streichen möchte. Hier haben lediglich einige Buchhändler ihren Unmut darüber kundgetan, dass in Titeln, für deren Erfolg sie sich mitverantwortlich fühlen, scheinbar kostenlose Werbung für ihren stärksten Konkurrenten gemacht wird. Der Stil dieser Unmutsbekundung lässt sich durchaus diskutieren, stattdessen wird hier von den üblichen Forentrollen (Wo bleibt eigentlich "Amazonkunde") ein ironiedurchzogener Sturm im Wasserglas ausgelöst, der jegliche (mehr oder weniger qualifizierte; jeder, so gut er kann) Diskussion im Keim erstickt.

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    Auch wenn ich mich heute beteiligt habe, stimme ich zu: ein moderiertes Forum mit Anmeldepflicht (aber offen für alle) wäre auch in meinem Sinne.

  • Jakob Meiner

    Jakob Meiner

    Lieber Herr Musial,

    selbstverständlich offen für alle. Und um dem ganzen Quark hier noch positiven Nutzen abzugewinnen: Was machen Sie denn dann mit den Gutscheinen anderer Buchhandlungen? Betrachten Sie die als Alternativwährung? Finde ich sehr interessant!

  • Thomas Knip

    Thomas Knip

    Lieber Herr Meiner,
    sie merken aber schon, dass Sie sich gerade nicht minder künstlich echauffieren wie die (wörtlich und bildlich) betroffenen Buchhändler?

  • astefanowitsch

    astefanowitsch

    Wie erst jetzt bekannt wurde, bäckt Conni in einem älteren Band der beliebten Kinderbuch-Reihe eine Pizza ("Conni backt Pizza"). Detailliert beschreibt das Buch die dafür nötigen Zutaten und deren Zubereitung. Lieferdienste finden das höchst unsensibel, da sie ihr Geschäftsmodell in Gefahr sehen.

    "Wir können hier beim Pizza-Service nur den Kopf schütteln", meint etwa der Pizzabäcker Luigi Agostini von Luigis Pizza-Service in Hochheim. "Wir liefern unsere Pizzen mit viel Engagement auch an Buchhändler und Verlagsmitarbeiter, und bekommen jetzt so etwas zu lesen. Was hat sich das Carlsen-Lektorat dabei gedacht?" Er und andere Lieferdienste wollen nun an den Carlsen-Verlag nicht mehr liefern, ebensowenig, wie an Buchhändler, die die Conni-Reihe in ihrem Sortiment führen, oder Kunden, die das Buch erworben oder auch nur kurz in der Hand gehabt haben.

    Die Reaktionen sorgten für Aufregung im Carlsen Verlag, der sofort reagiert hat: "Wir haben kein Interesse, das Geschäftsmodell der uns beliefernden Pizza-Dienste zu gefährden", meinte Vertriebschef G. Horsam. "Uns liegen die exquisiten Genüsse der italienischen Küche sehr am Herzen, anders würden unsere Mitarbeiter gar nicht satt. Wir sehen uns klar als Unterstützer des kulinarischen Sortiments." Nach Rücksprache hat die Conni-Autorin den Verlag gebeten, bei der nächsten Auflage die Geschichte so umzuschreiben, dass Conni keine Pizza backt, sondern traurig in den leeren Kühlschrank starrt und dann eine Pizza bestellt.

  • Ju

    Ju

    made my day. nicht der artikel, sondern die kommentare! suuuper.

  • +++ EILISTMELDUNG +++

    +++ EILISTMELDUNG +++

    Inzwischen hat der Carlsen-Verlag Anzeige erstattet - gegen Amazon. "Wie sich herausgestellt hat", ließ die Rechtsabteilung verlautbaren, "hat der in unserem Kinderbuch erwähnte Amazon-Gutschein das Format 10x10 cm. Wir danken der Buchhandlung Eulenspiegel, dass sie uns das Thema Amazongutscheine näher betrachten ließ." Erst kürzlich hatte der Verlag einen Mitbewerber wegen des markenrechtlich geschützten Pixi-Formats belangt.

  • Jakob Meiner

    Jakob Meiner

    Lieber Herr Knip,

    Wer sich in die Medien begibt, kommt darin um ... Ich verfolge die Artikel und Kommentare auf Boersenblatt.net seit einiger Zeit als stiller Beobachter, und nun musste das einfach mal raus. Meine Wut über die Diskussionskultur hier ist in keiner Weise künstlich, sondern hat sich stattdessen lange aufgestaut. Es tut mir natürlich leid, wenn das ganze hier off topic ist.

  • Tom

    Tom

    Inzwischen berichtet sogar der SPIEGEL über die "Conni-Affäre":

    http://www.spiegel.de/kultur/literatur/carlsen-str eicht-amazon-aus-conni-buch-a-896592.html

  • André

    André

    Ob man , durch diesen Erfolg bestärkt, sich nicht auch endlich gegen die (buchhändlerfreie) Direktlieferung der zehn Gebote in einem bekannten Werk wenden sollte?

  • heinzi

    heinzi

    danke für diesen Spiegel-Link.
    Darin findet sich folgendes:
    Damit ist eine Schlacht geschlagen, der Krieg gegen Amazon aber noch lange nicht gewonnen. In dem wird es der Buchhandel mit noch stärkeren Gegnern als der kleinen Conni aufnehmen müssen. Denn Amazon spielt mittlerweile auch in anderen Büchern eine Rolle. Sogar in E. L. James Weltbestseller "Shades Of Grey". Darin bekommt die weibliche Hauptfigur Anastasia Steele ein Amazon-Päckchen zugestellt - mit einem Klassiker der Weltliteratur: Thomas Hardys "Tess von den d'Urbervilles". Für den allerdings ist Conni fast noch zu jung.

    Wo bleibt der Boykott gehen die grauen Schatten?

  • Hein

    Hein

    könnte es nicht auch sein, dass sich Conny für den Amazon-Gutschein gar kein Buch kauft (kaufen will).
    Vielleicht Musik-CD, Filme, Kosmetika, Lebensmittel, Elektronikartikel ...
    Ich kaufe öfters bei Amazon, aber seltenst ein Buch.
    Viele Buchhändler übertreiben ihre Wertigkeit - soo wichtig sind die nicht und schon gar nicht der Nabel der Welt.

  • You made my day

    You made my day

    Der Pizza-Kommentar ist einfach göttlich. Wir haben Tränen gelacht.

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    Herrje, jetzt schreibt der SPIEGEL vom "Krieg gegen amazon".
    Ich fühle mich absolut nicht im "Krieg gegen amazon". Die verkaufen online, wir bieten das Offline-Einkaufserlebnis (übrigens mittlerweile ohne auch ganz ohne Webshop).

    Unser Geschäftsmodell scheint mir auch erfolgreicher, immerhin haben wir im letzten Jahr ein Plus gemacht.

    Aber ehrlich gesagt ist mir amazon mittlerweile völlig egal
    und ich sehe unser Geschäftsmodell (kleine, feine Buchhandlung mit sorgsamer Titelauswahl) auch in keiner Weise durch amazon bedroht.

    Und wie gesagt, wer einen amazon- oder Thalia-Gutschein geschenkt bekommen hat und lieber offline bei uns einkauft, kann das gerne tun und auch damit den Gutscheinen bezahlen. Wir schicken niemanden weg.

    Alles ganz entspannt.


  • Olaf

    Olaf

    Also ich habe hier Taschenbücher aus den 50ern bis 70ern in denen mittendrin zwei Seiten Werbung abgedruckt sind. Das war Standard.
    Soll sich Connie doch über ihren Amazon-Gutschein freuen in 50 Jahren freut das dann die Kulturwissenschaftler. Medien sind Kunst UND ein Geschäft. Das war schon immer so, tun wir also bitte nicht so verschämt.

  • Stephanie

    Stephanie

    Um an die aufklärenden Gespräche anzuknüpfen, die möglich wären zwischen Conni und ihrer Mutter bietet das Thema dann doch etwas lehrreiches von Gesellschafzskritik bis Umgang mit neuen Medien. Was ich eher fürchte ist, dass Conni dann sofort einen Computer dazubekommt. Conni bekommt alles. Conni will Pizza backen. Also tut sie das. Gleich am nächsten Tag. Ernährungstechnisch pädagogisch wertvoll mit Fertigbackmischung und Ketchup. Conni will schwimmen, also organisiert die Mutter einen Schwimmkurs. Conni will Ballett tanzen, also wird sie komplett mit Tütü etc. ausgestattet und schwebt als Sternchen über die Bühne. Conni will Fussball spielen und geht direkt in den Verein. Auch da erfolgreich ausgestattet mit Trikot und Schuhen. Das arme Kind. Jetzt müssen nur noch die Erzieherverbände auf den Plan gerufen werden. Der Jugendschutz muss her und den Eltern sollte der Buchfachhandel mal einen Erziehungsratgeber für das verzogene Blag verkaufen.

  • amüsierter Buchhändler

    amüsierter Buchhändler

    Ach, wie herrlich! Habe schon lange nicht mehr so gelacht!
    Möchte allen empörten Kolleginnen und Kollegen folgendes zu bedenken geben. Sobald die überarbeitete Auflage erschienen ist, werden große Stapel dieser für euch unverkäuflichen Exemplare an die Auslieferung zurück gehen. Was denkt ihr sollte man damit tun?
    Als wirtschaftlich handelndes Unternehmen stellt auch Carlsen sich diese Frage. Und es wird der Tag kommen, an dem eben diese Mengen an "Connis" als "Amazon-Ausgabe" mit neuem Cover und, wie auch bei Weltbild, Club, etc üblich, zu einem anderen Preis exklusiv bei eben jenem Versandhändler, dessen Name nicht genannt werden darf, verkauft und durch dhl bevorzugt ausgeliefert wird. Think about it!

  • Reisender

    Reisender

    Was mich an der Meldung wirklich schockiert ist der Eindruck, dass einige Buchhändler/innen tatsächlich das Zeug lesen, das sie an ihre Kunden verkaufen. Wenn die jetzt schon Zeit zum Lesen haben, bedeutet das, dass es im Laden nicht mehr genug zu tun gibt? Schlimme Zeiten!

  • McLuhan

    McLuhan

    Wow, seid ihr alle witzig. Hahahehehihihuhu! :/

  • Alexina

    Alexina

    Was mich grad ärgert, ist, daß es offensichtlich weder den denkenden Autor noch den denkenden Leser gibt. Conni bekommt von Mandy einen Amazon-Gutschein. So. Solche Dinge sollen in der - Vorsicht! - Realität tatsächlich vorkommen und finden Erwähnung in einem Buch. Ob die Autorin das toll findet oder kritisch sieht, wissen wir nicht. Ob der Leser das toll findet, gleichgültig hinnimmt oder sich ärgert (Hätte die nicht in die feine, kleine Buchhandlung um die Ecke gehen können? Ich würde zu meinem lokalen Buchhändler gehen!), ist doch gerade der spannende Punkt. Bestimmte Dinge nicht erwähnen dürfen heißt auch, eigene Wertungen selbständiger Leser zu verhindern. Das isses doch nicht, oder?

  • Branchenkenner

    Branchenkenner

    Eine schöne Sache für Carlsen. Ist doch eigentlich auch egal, wie die Schlagzeile lautet und worum es eigentlich geht. Hier ein paar Vorschläge, die bestimmt ebenso die Gemüter erhitzt hätten:

    - Conni fordert Aufstockung des Kanzlergehaltes.
    - Conni zum Papst-Rücktritt: Ja, wir sind ein Paar!
    - Conni hilft Mama: Betreuungsgeld wird aufgestockt.
    - Conni sucht Lichtschalter am BER.
    - Conni hat bei Doktorarbeit geschummelt: Rücktritt!
    - Connis Pferd verschwunden. War es die Fleischindustrie?
    - Conni droht Nordkorea mit Präventivschlag.
    - Conni übernimmt "Wetten, dass..?"
    - Conni: Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung!
    - Conni mietet VIP-Loge bei NSU-Prozess.
    - Conni: Nackt-Protest gegen Putin.
    - Conni wechselt für 37 Millionen zum FC Bayern.
    - Conni erkundet Gorleben.
    - Conni-Partei scheitert an 5-Prozent-Hürde
    .
    ..
    ...to be continued.

  • körnchen wahrheit

    körnchen wahrheit

    Einen Buchhandel, der Zensur ausübt und einfordert, mag ich nicht länger unterstützen. Ich habe das Buch gestern bei dem-dessen-Namen-man-nicht-nennen-darf bestellt und heute gelesen. Fazit: Ein modernes, gelungenes Jugendbuch. Die fragliche Stelle hätte ich fast überlesen. Sie steht im ersten Kapitel. Das böse A-Wort wird im gesamten Buch genau ein einziges Mal quasi nebenbei erwähnt. Und deshalb dieser Aufschrei? Lächerlich! Wer nicht realisiert, dass Markenbegriffe wie Amazon, Ebay, Skype, iPad u.v.m. zur Sprachkultur und Lebensrealität unserer Jugend gehören, hat nicht nur einen Trend verpennt, sondern lebt hinterm Mond. Aber Zensur in einem Kinderbuch verlangen. Armes Deutschland ...

  • online

    online

    Koernchen Wahrheit...Sie habens immer noch nicht verstanden, oder?

    Das heisst 'grosser onlinehaendler', 'online auktionshaus', 'internettelefon- und kommunikationsgesellschaft', 'tablet' usw...

  • Christina Müller

    Christina Müller

    Man hat zumindest bei der zitierten Aussage der Buchhändlerinnen den Eindruck, als seien stationäre Buchhandlungen im Gegensatz zum bösen Amazon keine kommerziellen Einrichtungen, sondern ehrenamtliche Bildungseinrichtungen, denen es vor allem um lesende Kinder geht. (Wenn das so wäre, könnten sie sich ja auch über Kinder freuen, die über Amazon gekaufte Bücher lesen, Hauptsache Buch...)
    Dabei wollen auch Buchhandlungen schlicht und einfach Geld verdienen, ebenso wie Amazon, und es ist eben leider schwer zu vermeiden, dass den einen das besser gelingt als den anderen.

  • körnchen wahrheit

    körnchen wahrheit

    Ja, danke. Warum schreit eigentlich nicht auch noch der gesamte Groß- und Einzelhandel auf? Die Bekleidungsindustrie? Fotofachgeschäfte. Schuhläden. Der Käsemann vom Wochenmarkt. Der Weinhändler, der seine Buddeln im Buchladen an den Trinker bringt. Bei Amazon gibt es NICHT NUR Bücher. Man kann da ALLES kaufen. Conni auch.

  • Petra van Cronenburg

    Petra van Cronenburg

    Allein für Kommentar Nr. 43 hat sich die blinde Wut der Buchhändler doch gelohnt. Herrlich!
    Als Buchautorin beobachte ich den derzeit um sich greifenden vorauseilenden Gehorsam von Buchverlagen gegen "böse Wörter" mit tiefer Sorge. Die deutsche Steigerung heißt nun Negerkinder - Negerkönig - Amazon. Inzwischen müssen wir also auch noch eine neue Schere im Kopf installieren, die da heißt: Komm ja nicht irgendeiner PR in den Weg ... Wie frei ist Kunst noch?

    Im PR-Geschäft lernt man recht früh, dass Werbung und aggressiver, offener Kampf gegen die Konkurrenz, so sie nicht ohnehin unlauter wäre, beim Endverbraucher schlicht absolut nicht funktioniert. Gefährlich, wohin sich da manche Buchhändler derzeit manövrieren ... und ihre Kollegen gleich mit (obwohl die zuweilen auch bei Amazon bestellen).

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    @ Jakob Meiner Soso, Sie haben also noch an "keiner Stelle gesehen, dass "die Branche", der "Buchhandel" oder wer auch immer sich als Wahrheitsministerium aufspielt und irgendwelche Worte aus den Büchern oder Köpfen streichen möchte."

    Hmh, dann möchte ich Sie an die Diskussion um den "amputierten" Otfried Preußler erinnern, die wir neulich hier hatten (ich hoffe, diesem grandiosen Autor hat die Zensur nicht das Herz gebrochen). Der Neger ist also schon weg, das Negerlein und die Hexe auch. Jetzt auch noch Amazon. Und demnächst werden dann ja womöglich alle männlichen Hauptwörter dem Genderwahn geopfert.

    "Gutes Benehmen" ist okay, wenn Sie damit nicht Angepasstheit, Kriecherei, Weißhemdträgerei und/oder politische Korrektheit meinen.

    @ 58 (Alexina)

    Doch, leider, genau das steckt dahinter: "Bestimmte Dinge nicht erwähnen dürfen", eigene Wertungen und eigenständiges Denken verhindern. Und genau dagegen erhebe ich ganz entschieden Einspruch. gerade und vor allem, wenn solche Bestrebungen aus unserer Branche kommen.

  • René Kohl

    René Kohl

    Ist denn der »Amazon-Gutschein« im eBook gleich verlinkt?
    http://www.amazon.de/b?ie=UTF8&node=1571256031

    Man könnte als Autor die Bücher dann billiger machen und über Affiliate-Programme sein Geld verdienen. Bei den Print-Büchern geht das etwas umständlich nur über QR-Codes...

    Für Reiseführer-Verlage, Weinführer usw. könnte es doch ganz gut laufen...

    Uups: Das eBook gibt es ja gar nicht mehr:
    http://www.carlsen.de/pdf/mein-leben-die-liebe-und -der-ganze-rest/27839

  • Buchwurm

    Buchwurm

    Danke, liebe Buchhaendler, dass ihr fuer uns entscheidet, welche Buecher wir lesen duerfen! Dieser Service wird von Amazon straeflich vernachlaessigt (die verkaufen mir doch glatt jedes Buch!).

    Dafuer subventionieren wir euch gerne weiter ueber die Buchpreisbindung und schuetzen euch vor der rauen Welt des Wettbewerbes.

  • saguenay

    saguenay

    @Michael Nardelli

    Ich möchte ergänzend hinzufügen, dass im Falle Carlsen die effektviste und wohl auch gefährlichste Form der Zensur Anwendung gefunden hat: Selbstzensur.

    Die Bereitwilligkeit, mit der Verlag und Autorin sofort Männchen machen, das böse A-Wort streichen und gleich noch ein wenig "Selbstkritik" üben, finde ich persönlich doch etwas gruselig.

    Die brancheneigene Krisenstimmung mag hier Pate stehen, aber ich finde, mit der Pflege des Lieblingsfeindbildes Amazon übertreiben manche es doch sehr. Dass sie diesem Konkurrenten damit sicher nicht beikommen werden sei nur als Randnotiz erwähnt.

    Andererseits gibt der schräge Humor der Kommentare Hoffnung. Wenn dieser Witz und die entspannte Sicht der Dinge auch im Alltag Anwendung finden, dann braucht man sich in Sachen Sympathiewerbung beim Kunden keine Sorgen zu machen.

    Die kiffende Connie auf der Jungenstoilette werde ich jedenfalls nicht so schnell aus dem Kopf bekommen. Lässt sich daraus nicht irgend eine Art Veranstaltung im Rahmen des Branchenmarketings machen? ;-)

  • körnchen wahrheit

    körnchen wahrheit

    Unter dem korrekten Link sehr wohl:

    http://www.carlsen.de/epub/conni-15-band-1-mein-le ben-die-liebe-und-der-ganze-rest/27838#Inhalt

  • Ja ...
  • vera

    vera

    Selten so viel Spaß beim Börsenblatt gehabt. Ist bereits eine E-Book-Ausgabe der Kommentare geplant? Och kommt - wenigstens ein Lesung, ja?

  • Jenny

    Jenny

    Die Damen Bummel und Schneider von Eulenspiegel (Das alleine ist schon Realsatire) haben noch eine Kleinigkeit übersehen: Dieses Buch gibt´s für den Kindle! Und nicht nur dieses, sondern noch andere von der gleichen Autorin! Frau Hoßfeld gehört an den Pranger! Oder vielleicht gleich ein Autodafé? Ebenso das gesamte Lektorat!

  • Branchenkenner

    Branchenkenner

    Ich sehe schon folgende Börsenblatt-Schlagzeile:

    Buchhändler-Protest hat Erfolg - Münchner Kindl wird in Münchner Tolino umbenannt.

  • Heikson

    Heikson

    DAS hier ist KULT - großartig !!!!!
    Danke an alle Kommentatoren......

  • René Kohl

    René Kohl

    @körnchen wahrheit
    Pardon, ich meinte nicht die Titel-Detailseite zum Printbuch, sondern die eBook-Seite,die ich gegoogelt hatte: "Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest ebook"

  • Buchliebhaber

    Buchliebhaber

    Und jetzt die Schreckensmeldung aus der Programmkonferenz für den Herbst 2013 bei Carlsen: Spitzentitel wird "Conni geht zur Konkurenz"!

  • Buchwurm II.

    Buchwurm II.

    hallo an so einige der lieben buchhändler und innen,
    sägt nur weiter so fleißig an eurem buchpreisbindungsgestützten ast, auf dem ihr es euch gemütlich eingerichtet habt.
    euer lieblingsfeind "amazon", hui welches unwort, wird es euch trotzdem nicht danken.
    am besten, ihr examiniert eure kunden im verkaufsgespräch, ob sie schon jemals bei amazon eingekauft haben und gebt ihnen im positiven fall mindestens ein hausverbot wegen geschäftsschädigendem verhalten.

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    @59 Branchenkenner:

    Wunderbar!
    Ich habe mich schon lange nicht mehr so gelacht! Danke!

  • Sabine Krones

    Sabine Krones

    Wie hätte denn die Freundin aus England einen Papiergutschein aus der lokalen Buchhandlung schenken sollen? Das geht doch nur online.
    Wie kann man nur so engstirnig sein?
    Ich glaube, ich muss mir eine neue Lieblingsbuchhandlung suchen. So nicht, Leute.

  • Unabhängiger Verleger

    Unabhängiger Verleger

    Ich habe Tränen gelacht, wer hätte gedacht, dass es in unserer Branche so viele humorvolle Menschen gibt. Danke an alle, dieser Thread wird in die Geschichte eingehen. Eines Tages werden wir sagen: "Wisst ihr noch, als wir 2013 diesen großen Spaß hatten?"

  • Die kleine Sortimenterin

    Die kleine Sortimenterin

    Einen Gutschein kann auch die Freundin aus England bei
    mir erwerben, sie schickt mir das Geld über das online-banking und ich schicke ihr den Gutschein online zum
    audrucken zu. Kein Problem, das kann jede Buchhandlung,
    dazu brauche ich keinen großen Händler, einen Code kann ich auch vergeben. Würde ihr
    sogar eine Bankabbuchung anbieten, dann entfallen die
    Überweisungskosten. Wie Patrick schon sagte, er nimmt
    jeden Gutschein an, wie man das dann unter Händlern
    löst, steht ja hier nicht zur Debatte. Auch einen von
    dem Großen würde ich einlösen, im Buchhandel sind
    wir da durchaus kreativ.

  • körnchen wahrheit

    körnchen wahrheit

    Meine Güte ... Haben die Eulenspiegel-Furien bei ihrem Aufruf zur Bücherverbrennung doch glatt überlesen, dass Connie neben dem bösen A-Gutschein tatsächlich noch ein echtes Buch geschenkt bekommt. Nebenbei, und das ist eine geniale Wendung: Der Amazon-Gutschein wird nicht mal eingelöst ...

  • Karin

    Karin

    @ 81: Kleine Sortimenterin:
    "Auch einen von dem Großen würde ich einlösen, im Buchhandel sind wir da durchaus kreativ."
    Wie darf ich mir das vorstellen? Ich komme mit meinem Amazon-Gutschein zu Ihnen, Sie akzeptieren ihn und ich bekomme ein Buch dafür. Und was machen Sie dann "kreativerweise" mit dem Gutschein? Kaufen sich Unterwäsche bei Amazon dafür? Oder wie? Schön langsam ist dieser Thread nur noch satirisch zu verstehen...

  • Die kleine Sortimenterin

    Die kleine Sortimenterin

    Generell sind Gutscheine unter Händlern verrechenbar,
    und auch Onlinehändler sind Händler, wie man das
    dann macht, muß den Kunden ja nicht belasten.
    Machmal brauche ich auch Unterwäsche, manchmal
    Bücher oder andere Medien.
    Es geht doch darum, den Kunden den bestmöglichen
    Service zu bieten und ihn nicht im Regen stehen zu
    lassen oder ihn an die Konkurrenz zu verlieren.

  • Jedda

    Jedda

    Sorry Leute,
    aber gehs noch? Wegen solch einer Pillepalle regen sich Sortimenter und Buchhandel auf? Seid ihr wirklich Ladenbesitzer im 21 Jh.? Die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen ist heute nun mal, dass diese auch Gutscheine von Amazon und anderen Onlinehändlern geschenkt bekommen. Diese lösen sie, mit Hilfe der Eltern, dann auch ein. Das ist keinesfalls gegen den lokalen oder auch regionalen Buchhandel gerichtet. Mit einem Amazon Gutschein kann man auch noch andere Sachen als "nur" Bücher.. Hier ist mal wieder viel Geschrei um eine Mücke in der Suppe gemacht worden, anstatt gelassen zu reagieren. Die Autorin hat nur das geschrieben, was der Lebensalltag von vielen Kindern und Jugendlichen in Europa und anderswo ist, nicht mehr, aber auch nicht weniger! Dieses hysterische Aufkreischen eines ganzen Industriebereiches, sobald nur der Name Am**** erwähnt wird, wird ehrlich gesagt immer peinlicher. Anstatt zu kreischen und zu jammern, wie wäre es wenn ihr euch mal auf den Hintern setzt und was tut. Zum Beispiel im Laden die Möglichkeit anbieten, das man sich vor Ort im Laden ein Ebook auf seinen Reader laden kann. Oder das man sich auch mal einen Comic und/oder Manga kaufen oder bestellen kann, ohne blöde Kommentare dazu zu hören. Mir hatte mal ein Laden bzw. deren Besitzerin bescheinigt, das Comic/Manga nur von geistig Minderbemittelten gelesen werden und sie es daher nicht bestellen. Nun ich bin dann in der gleichen Stadt in einen anderen Laden gegangen und habe mir dort den Manga und diverse Fachliteratur bestellt. Jemand anderer der nicht ganz so snobistisch und elitär denkt, hat mir mir gut Geld verdient! Kommt von eurem hohen Ross runter und im 21 Jh. mal an. Das ist alles was ich raten kann.

  • Spundekäs'

    Spundekäs'

    Die Kommentare sind größtenteils wirklich klasse,
    ich habe selten so gelacht in diesem Forum!!

    Sie zeigen, dass einige in der Branche noch nicht ihren Humor verloren haben,
    und andere offenbar keinen haben, zumindest, wenn es um ihr berufliches Umfeld geht...

    Wenn ich in der Familie, Bekannten oder Freunden meine Erlebnisse aus über 20 Jahren Buchhandel erzähle, können das nur die Leute aus dem Umfeld Buchhandel und Verlag nachvollziehen- und auch darüber lachen.

    Die anderen denken, wir sind alle bekloppt:-)!!

  • Branchenkenner

    Branchenkenner

    Man stelle sich nur mal folgenden Artikel vor:

    "Katja mag den Buchhandel"

    Amazon ärgert sich: Im Band "Ich habe eine Freundin, die ist Buchhändlerin" der Bestsellerreihe "Pixi" erzählt Katja Ihrer Freundin, wie toll der Buchhandel ist.
    Der Online-Händler Amazon findet das höchst unsensibel, da er schon seit Jahren tausendmal mehr Bücher als jeder kleine Klitschenladen verkauft und somit dem Buch insbesondere bei jenen Typen, die über 20 Stunden am Tag zuhause vorm Rechner hocken, überhaupt erst zum Erfolg verholfen hat.
    Verlag und Autorin rudern zurück: Bei der Nachauflage wird der Buchhandel als Thema wegfallen und durch Amazon ersetzt.
    "Wir können hier bei Amazon nur den Kopf schütteln" meinen etwa der Vice CEO Chairman von Amazon in Luxemburg. "Wir gehen mit viel Engagement in Kindergärten und Schulen, haben in dieser Woche mehr als zehn Millionen Werbemails an Minderjährige verschickt, um Kinder und Jugendliche für Online-Shopping zu begeistern und bekommen jetzt so etwas zu lesen. Was hat sich das Carlsen-Lektorat dabei gedacht?" Sie und weitere Online-Händler wollen diesen Band nun nicht mehr verkaufen.
    Die Reaktionen sorgten für Aufregung im Carlsen Verlag, der sofort reagiert hat: "Wir haben kein Interesse, bestimmte Minderheiten, wie etwa Leute ohne Internetzugang, Paypal-Konto oder Kreditkarte zu bevorzugen", meinte Vertriebschef W. Endehals. "Uns liegt der Online-Handel als bequemer Vertriebsweg ohne mühselige Vertretergespräche in verstaubten Abstellkammern sowie ohne ständiges Feilschen um Zahlungsziele bei Kleinstbestellungen sehr am Herzen, anders könnte unser Verlag gar nicht erfolgreich sein. Wir sehen uns klar als Unterstützer von Verkaufsstellen, die ohne Murren selbst den größten Mist, den wir drucken, irgendwie in schwindelerregenden Stückzahlen verkauft bekommen." Nach Rücksprache hat die Autorin den Verlag gebeten, bei der nächsten Auflage den Bezug auf den Buchhandel zu streichen, so dass Katja von ihrer in Großbritannien versteuernden Freundin für einen 400-Euro-Einpack-Job in einem der im Bau befindlichen hundert neuen Amazon-Großlager in Deutschland abgeworben wird, weil ihr vorheriger kleiner Buchladen erst an Thalia verkauft und ein Jahr später geschlossen wird. Die im Verkauf befindlichen Exemplare wird der Verlag aus dem Buchhandel zurückrufen und über Amazon Marketplace verkaufen.

  • kartoffelsalat

    kartoffelsalat

    mamasohn wittert: 'ibä, das kindl mag gugglehupf', den i buk, no zama abe zvab'

  • azubi

    azubi

    Warum das Kind nicht beim Namen nennen? Man kann auch ganz viele andere Dinge bei amazon kaufen, z.B. DVDs, CDs, Uhren .... . Wahrscheinlich würde sich hier niemand aufregen wenn es ein Gutschein von dm, Saturn oder ähnlichem wäre.
    P.S.: Ich arbeite in einer Buchhandlung und bestelle auch bei amazon

  • Verkaufnix

    Verkaufnix

    Die Kommentare sind in der Tat teilweise einfach nur köstlich und dem Artikel absolut ebenbürtig. Eigentlich sollte man das BöBla langsam für den deutschen Satirepreis vorschlagen. Oder den deutschen Buchhandel oder gleich beide zusammen!

  • Jeff Bez0s

    Jeff Bez0s

    0k, 0k ! Überredet! Entschuldigung! Ich benenne Amaz0n in Connie um und höre auf, Bücher zu verkaufen

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    @ 79 Sabine Krones:
    Sich nun eine "neue Lieblingsbuchhandlung" zu suchen halte ich für arg übertrieben.

    Die Kolleginnen und Kollegen haben ihre Meinung gesagt und das muss möglich sein, ohne gleich mit Abwanderung bedroht zu werden.

    Abwandern sollten Kunden dann, wenn sie als Kunden unzufrieden sind.
    Davon abgesehen kann man auch einmal gepflegt unterschiedlicher Meinung sein und sich trotzdem noch lieb haben.

    Das findet übrigens auch Connie, die sich nach zwei Tagen, in denen sie ob der Aufregung ziemlich mit den Nerven fertig war, so langsam wieder fängt.
    Die Gute ist ja erst fünfzehn und kann nun wirklich nichts für den ganzen Schlamassel.

    Ihr tut die Sache wirklich leid. Sie wird sich sicher nie wieder öffentlich so über ein Geschenk freuen wie über diesen Gutschein.

    Sie hat zwar momentan keine Lust mehr, den Gutschein einzulösen, aber eine Frage hat sich doch noch ergeben: Kann man den auf 15 Pfund ausgestellten Gutschein überhaupt im deutsch-luxemburgischen Shop einlösen?

    Da weiß ich grad auch nicht weiter, werde aber morgen mal nachschauen (heute ist die Leitung zu langsam).

  • aXXXel

    aXXXel

    Bestellt meinen Newsletter. Ich habe ALLES rächerschiert ,
    Hier führt ein Sicherheitsdienst ein Regime, das auf Einschüchterung setzt und immer wieder in die Privatsphäre der Buchhändler eindringt.

  • Kester

    Kester

    Was sind denn das fuer dolle Methoden? BuchhaendlerInnen die nur noch die Buecher verkaufen wollen, die ihnen gefallen und durch ihre persoenliche Zensur kommen? Die ihnen moralisch und politisch korrekt erscheinen? Da fuehle ich mich in die tiefste DDR versetzt.

  • Maja

    Maja

    Nur die Bücher in den Verkauf zu nehmen, die persönlich gefallen, ist ja legitim, dafür ist man "Sortimenter" im wahrsten Wortsinn. Aber wer dann versucht, den Verlag mittels Branchenmedien unter Druck zu setzen hat es verdient, wenn er sich mit dem initiierten Shitstorm kräftig selbst bekleckert.

  • ehemaliger DDRler

    ehemaliger DDRler

    Was soll das heißen, sich in die tiefste DDR versetzt fühlen?
    In der DDR brauchte man kein Amadings und Connie hätte für ihren Gutschein ein erstklassiges Bückbuch erhalten.

  • hessler

    hessler

    Ihr schafft noch die sensationellen 100-nur zu.....

  • Nummer 98

    Nummer 98

    Sschlagen vor, der 100ste bekommt vom Boersenblatt eine Flasche Sekt. Oder einen Amazon Gutschein;-)

  • Kleine Sortimenterin

    Kleine Sortimenterin

    Patrick Musial, haben Sie herausfinden können, ob sie den
    Gutschein einlösen kann? In einer Kritik bei Amazon habe
    ich den Hinweis gefunden, daß man beim Kauf eines Gutscheins keine Abrechnung und keine Mehrwehrtsteuerausweisung bekommt. Connies schönes
    Geschenk damit bei Käufer nicht absetzbar und das,
    wo sie ihr erstes Fachbuch über das Steuerrecht erwerben
    wollte.

  • Kleine Sortimenterin

    Kleine Sortimenterin

    Auf der Gutscheinseite Amazon findet sich der Hinweis, daß
    dieser nur in Deutschland und Österreich einlösbar ist, also
    Conni wohl gar keinen Gutschein verschenken oder erhalten
    kann, wenn sie eine Freundin im Ausland hat. Bitte bei der
    Neuauflage beachten, ob Geschenkgutschein tatsächlich
    international ausstellbar und einlösbar sind. Zudem fallen
    noch Versandkosten an, Amazon verschickt bei Gutscheinkäufen die Ware mit Portoberechnung.
    Etwas trocken mein Kommentar, aber das Thema Gutscheine sollten wir nochmal gründlicher bearbeiten und
    wie wir im inländischen Buchhandel dem Kunden besseren
    Service bieten können.

  • Heinz B. Hartwig

    Heinz B. Hartwig

    Der Carlsen-Verlag besitzt überdies die Dreistheit, auf seiner Facebook-Page die Amazon.de-Page geliket zu haben!
    https://www.facebook.com/carlsenverlag

    Was soll man bitte dazu sagen? Bitte auch alle anderen Buchhändler-Pages liken, der Gerechtigkeit halber!

  • H. Kraft

    H. Kraft

    @100. Kleine Sortimenterin:
    Sie haben vollkommen recht: Das Thema "Gutscheine bei Amazon" sollten Sie unbedingt nochmal gründlicher bearbeiten! Un-be-dingt!!

  • körnchen wahrheit

    körnchen wahrheit

    Unbedingt! Genau wie das verwerfliche Amazon-Päckchen in den Shades of Grey. Wie konnte DAS dem Buchhandel entgehen, ohne einen Schrei nach Boykott und Bücherverbrennung auszulösen? Waren Sie vielleicht zu sehr mit Geld- und Erbenszählerei beschäftigt?

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    Deutsche Buchhändler haben die Weihnachtsmarktveranstalter aufgefordert, wegen der phonetischen Verwechslungsgefahr in diesem Jahr auf den Weihnachtsmärkten das altbekannte "Ihr Kinderlein kommet" nicht mehr abzuspielen. "Kinderlein" klänge ein wenig wie "Kindle-lein" und sein daher nicht akzeptabel.

    Die Weihnachtsmarkveranstalter erklärten sich einverstanden und gingen sogar noch über die Forderung der Buchhändler hinaus:
    "Auch wenn in den amazon-Lagern eine Menge Steuergelder stecken: Ohne die lokalen Händler und deren Kunden hätten wir kein Publikum mehr für unsere Märkte" so ein Sprecher. "Da der Namen "amazon" den "großen Strom" der Waren versinnbildlichen soll, die amazon auf die Reise schickt, werden wir aus Solidarität in diesem Jahr auf Strom verzichten".
    Einige komplette Gemeinden wollen sich anschließen und ebenfalls vor Weihnachten den Strom ganz abstellen, zumal sie aufgrund zurückgehender Gewerbesteuereinnahmen die Rechungen eh kaum noch bezahlen können.

  • Branchenkenner

    Branchenkenner

    @ 101. Heinz B. Hartwig:

    Alle Facebook-Pages von Buchhandlungen liken?

    Ich fürchte, das ist in nicht einmal 10 Minuten erledigt.

    Allein daran zeigt sich schon, was Amazon dem Sortiment voraus hat.
    Man folgt halt dem Trend der Zeit und hüllt sich nicht wie so mancher biedermeiersche Kleinstadt-Buchkrauter in seine Zeitkapsel, ewig träumend vom immerwährenden Suffragettentum zwischen vergilbten Goethe- und Schiller-Folianten und vor kaufmännischen Grunderfordernissen bewahrt durch die Buchpreisbindung, geheiligt sei ihr Name.

    Genau aus diesem Grund wollen aufgeweckte Mädchen wie Conni, wenn sie erwachsen sind, meist nach Köln, Berlin oder Hamburg ziehen und eben nicht in Orten wie Hochheim bleiben.

  • Sabine Krones

    Sabine Krones

    @92 Herr Musial

    Sorry, aber ich bin selbst Autorin. Bei Denk-und Schreibverboten und Zensur sehe ich Rot.

  • Jakob Meiner

    Jakob Meiner

    Haben Sie, liebe Kommentatoren, mal versucht, einer Druckauflage, die zum Teil unter anderem bei Amazon, meinetwegen auch Thalia, Hugendubel, Weltbild verkauft werden soll, eine Werbebeilage beizulegen, in der ausschließlich auf EINEN der genannten Handelspartner eingezahlt wird? Nee? Probieren sie das mal. (Zugegeben, eine Erwähnung im Inhalt ist qualitativ etwas anderes. Fragt sich nur, ob besser oder schlechter.)

  • Jakob Deiner

    Jakob Deiner

    Haben Sie, lieber Herr Meiner, mal versucht, Aepfel mit Aepfeln zu vergleichen? Nee? Probieren sie das mal. (Zugegeben, Aepfel mit Birnen zu vergleichen ist auch nicht schlecht. Fragt sich nur, ob besser oder schlechter.)

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    @ Frau Krones:
    Natürlich sehe ich das mit der Zensur genauso wie Sie.

    Aber die Kolleginnen haben nicht zensiert, sondern ihre Meinung kundgetan, also eben von Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht.
    Sie (die Buchhändlerinnen) verfügen auch über keine Macht (auch keinerlei Marktmacht), etwas zu zensieren oder Denk- und Schreibverbote auszusprechen.
    Man mag anderer Meinung sein oder (wie auch ich) die Wahl des Mittels kritisch sehen, aber von Zensur zu sprechen ist doch sehr weit hergeholt, wenn man an wirkliche Fälle von Zensur denkt (man schaue nach Russland, Nordkorea oder den den itunes-Store).


  • Jakob Meiner

    Jakob Meiner

    Ach Gottchen, soll ich darauf wirklich antworten? Troll ...

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    Sehr geehrter Herr Musial (@109). Ich war selbst lange Jahre Autor und habe u. a. als Journalist von Anfang an vor bedenklichen Zensur-Tendenzen im Internet gewarnt. Mir geht es wie Sabine Krones: Alle Antennen sind ausgefahren, wenn es um Denk- und Schreibverbote geht. Für mich haben die beiden Buchhändlerinnen Polizei gespielt, Meldung gemacht - und das mag ich gar nicht. Wehret den Anfängen, denn sonst tritt als nächstes der Blockwart und Denunziant wieder auf den Plan. Das kann ernsthaft niemand wollen.
    Als langjähriger Journalist weiß ich auch, wie oft man Formulierungen und Bezeichnungen bisweilen umdrehen muss, um keinen Ärger zu bekommen. Im Endeffekt entstehen tatsächlich im Alltag zumindest Scheren im Kopf.
    Nein, das "ceterum censeo Amazonem essere delendam" aus Hochheim war mehr als nur eine Meinungsäußerung; es war eine öffentliche Kampagne gegen ein Wort: den Amazon-Gutschein.
    Lassen Sie mich das Problem anhand meines frühen Zeitungsredaktionsalltags verdeutlichen: Da gibt also einen kritischen Bericht. Einer oder mehrere Leser fühlen sich auf den Fuß getreten (z. B. der Bürgermeister oder Gemeinderäte). Der- oder diejenigen rufen dann nicht beim Redakteur persönlich an (ich habe mich gern mit Lesern auseinanderbesetzt), sondern beim Chefredakteur - oder - noch schlimmer und im Fall eines Elektronikmarkt-Filialleiters selbst erlebt, beim Marketingleiter; alle Anzeigenaufträge storniert. Der macht Meldung an Chefredakteur. Von dort geht's zum Geschäftsführer. Dort landen ggf. auch Meldungen über Kündigungen einzelner Auf-den-Schlips-Getretener.
    Das Ende vom Lied: die weichgespülte Zeitung, der ausgewogene Kommentar (was für ein Blödsinn! Der Kommentar soll ein Meinungsbeitrag sein). Die Redakteure versuchen, sich möglichst wachsweich und nach allen Seiten kriechend zu verhalten, um ja keinen Ärger zu bekommen. Bloß keinem wehtun! Die Schere im Kopf entsteht.
    Nenne ich den Elektronikmarkt, macht der lokale Foto-Händler Stunk. Lasse ich letzteren zu Wort kommen, verpfeift mich der Filialleiter des Elektronikmarktes. Es entsteht vorauseilender Gehorsam. oder, wie es ein Diskutant hier wunderbar ausgedrückt hat: Männchenn-Macherei. Wie in der Politik.
    Wollen Sie das?
    Und, bitte, keinen Verweis auf Russland. Glauben Sie mir als ehemaligem Zeitungsredakteur: Meinungsfreiheit steht bei uns auch nur auf dem Papier. Und das ist nicht kitzelig.
    Zum Schluss noch die Definition von Zensur aus Wikipedia: "Ein restriktives Verfahren, .... um durch Massenmedien oder im persönlichen Informationsverkehr (etwa per Briefpost) vermittelte Inhalte zu kontrollieren, unerwünschte beziehungsweise Gesetzen zuwiderlaufende Inhalte zu unterdrücken und auf diese Weise dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Inhalte veröffentlicht oder ausgetauscht werden." Ab dem Wort "unerwünschte" sind wir m. E. in Hochheim.

  • körnchen wahrheit

    körnchen wahrheit

    Stimme Ihren Worten zu, Herr Nardelli. Selbstverständlich ist es Zensur, wenn ein Buch wegen eines unliebsamen Wortes öffentlich angeprangert und kurzerhand auf den Index der bösen Bücher gesetzt wird. Der Carlsen-Verlag hat hier mE vollkommen versagt. Die Diskussion wird auf dem Rücken der Autorin ausgetragen. Statt sich mit breitem Kreuz vor seine Autorin zu stellen und sich mit klarem, energischem, öffentlichem Statement gegen die Vorwürfe zu wehren, gibt der Verlag eine Wischiwaschi-Entschuldigung heraus, fällt anschließend in den Staub und in tiefes Schweigen und küsst die Füße der Buchhändlerinnen.

    @Herrn Musial: "Abwandern sollten Kunden dann, wenn sie als Kunden unzufrieden sind."

    Verehrter Herr Musial, meine Unzufriedenheit als Kunde ist längst erreicht. Der Punkt, an dem Buchhändler Einfluss auf den Inhalt eines Buches nehmen (wollen), noch dazu öffentlich, markiert für mich eine sehr deutliche (Schmerz-)Grenze. Oder möchte der Buchhandel nun auch noch bestimmen, wann seine Kundschaft zufrieden zu sein hat und wann nicht?

  • Andreas Séché

    Andreas Séché

    Zunächst mal handelt es sich hier nicht um "Zensur", und auch die von Herrn Nardelli zitierte Wiki-Definition überspringt mit drei Auslassungspünktchen das Wesentliche an einer Zensur: dass sie nämlich üblicherweise von staatlicher Stelle kommt. Immer aber von einer Institution, die machtvolle Durchsetzungsinstrumente hat und missbraucht.
    Das, finde ich, liegt bei einer einzelnen Buchhandlung nicht vor. Nicht mal die öffentliche Mobilmachung gegen den Verlag hat funktioniert, wie man ja in dieser Diskussion hier sieht.
    Die Buchhandlung hat ja das gute Recht, ein Produkt, an dem sie etwas nicht gut findet, nicht zu verkaufen. Das ist keine Zensur, sondern Freiheit. Damit auf diese Weise an die Öffentlichkeit zu gehen und zu versuchen, die gereizte Anti-Amazon-Stimmung gegen einen Verlag zu mobilisieren, ist auch keine Zensur, sondern schlichtweg der falsche Weg.

    @körnchen wahrheit
    Ich glaube, Carlsen hat das zu diesem Zeitpunkt einzig Mögliche getan. Jetzt, nachdem klar ist, wie die Öffentlichkeit zu der Sache steht, ist es einfach zu sagen, was man richtigerweise hätte tun sollen. Aber zurzeit ist "Amazon" ein mächtiges Stimmungsinstrument, und da kann ich verstehen, wenn man vorsichtig ist. Denn was wäre, wenn der Verlag beim Urtext geblieben wäre, und plötzlich wären Hunderte Buchhandlungen auf den Protestzug aufgesprungen? Vielleicht auch, weil sie gerade die Konsequenz des Verlages auf einmal als Sturheit ausgelegt hätten? Oder als sortimenterfeindlich?

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    @ 113 (Andreas Séché) Die Hochheimer Buchhändlerinnen waren eben nicht nur so frei, ein Buch aus dem Sortiment zu nehmen, weil sie daran etwas stört (eine solche Freiheit würde ich nie in Abrede stellen). Sie haben vielmehr eine Änderung des Inhaltes erwirkt. Und das ist Zensur - auch wenn die Buchhändlerinnen nicht der Staat sind.

    Mit Ihren Sätzen an @körnchen wahrheit reden Sie dem voarauseilenden Gehorsam und dem Umfallen das Wort. Ich bin für das, was Sie "Sturheit" nennen: Charakterstärke, Mut, Konsequenz, zu sich und seinen Worten stehen. Wenn diese sich hinterher als falsch erweisen, kann man sich immer noch korrigieren.

  • Andreas Séché

    Andreas Séché

    Ich habe gar nichts Sturheit genannt - sondern nur die Möglichkeit in den Raum gestellt, dass die öffentliche Meinung dem Verlag Sturheit hätte vorwerfen können. In der derzeitigen Stimmung wäre das ja nicht allzu unwahrscheinlich gewesen.

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    "öffentliche Meinung: Wer oder was ist das? Wer äußert diese, transportiert diese? Wer maßt sich an, für andere, alle gar zu sprechen? Und wer heizt die "derzeitige Stimmung" an? Und warum sollen beide wichtiger sein als das individuelle Tun, die persönliche Meinung, das Denken?
    Das erinnert mich an Politiker, die permanent "die Märkte beruhigen" wollen...

  • Sophia Marzolff

    Sophia Marzolff

    Ich vermute, auch in jedem dritten zeitgenössischen Berlin-Roman für Erwachsene wird man irgendwo den Begriff "amazon" finden. Warum regen sich nur beim Kinder- und Jugendbuch alle immer so auf? Eben deshalb: weil offenbar immer noch die Meinung besteht, Kinder- und Jugendbücher müssten erzieherisch sein, statt einfach mal nur Unterhaltung aus der aktuellen Lebenswirklichkeit.
    Das nervt.

  • Antje

    Antje

    Ach, der verstaubte deutsche Buchhandel mal wieder ...
    Wie entspannt geht man doch woanders damit um. Da darf in Jugendbüchern ungehemmt Pepsi und Coke getrunken werden, es wird bei Dunkin' Donuts, McDonald's, Pizza Hut oder Burger King geschlemmt und unzensierte Bücher gibts selbstverständlich bei Amazon, Barnes & Nobles, Buzz Books oder einem anderen namentlich genannten Dealer um die Ecke.
    Sonst noch Sorgen?

  • Wolf

    Wolf

    Amazon sind Menschenschinder und diese Art der Geschäftsidee die Amazon, mit inzwischen gnadenlosen Preisdiktat, auf den Markt bringt, wird erst enden, wenn unsere Innenstädte leere Einöden sind. Kauft nicht bei Amazon. Beukottiert Amazon wo man nur kann. Die Macher dahinter sind alles andere als Menschenfreunde.

  • hessler

    hessler

    @ - der Wolf hat richtig Zähne-Respekt!

  • Antje

    Antje

    Klar, Wolf. Deshalb gibt es jetzt in Hochheim ein Zensurbüro für Kinderbücher.

  • PhantaNews

    PhantaNews

    Ach was, der Wolf lebt nur in einer ARD-Traumwelt.

  • Kleine Sortimenterin

    Kleine Sortimenterin

    Lesenswert ist ein Artikel in der FAZ über Amazon
    ca. Mitte Februar erschienen. An Wolf 's Meinung könnte
    ein Körnchen Wahrheit dran sein.

  • PIXI

    PIXI

    Sie können doch nicht ernsthaft die Geschäftspolitik eines Konzerns zum Anlass nehmen, ein harmloses Jugendbuch indizieren zu wollen!

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    @ Wolf @ Kleine Sortimenterin: Ich finde, das ist ein anderes Thema, das eigentlich hinreichend diskutiert wurde. In diesem Thread ging/geht es um Meinungs-/Denkfreiheit und (Selbst-)Zensur-Mechanismen, um den Versuch einer öffentlichen Kampagne gegen ein Wort und wie leicht/schnell eine solche wirken kann: Der Amazon-Gutschein ist Realität, aber nun gestrichen...

    Die "Menschenschinder"-Diskussion führt uns weiter. Wer sie führt, sollte sich an der eigenen Nase packen und über einen Komplett-Wandel seines Lebens nachdenken. Amazon ist hier nur ein pars pro toto für ein völlig aus den Fugen geratenes und pervertiertes, globales Wirtschafts- und Gesellschaftssystem.

    Wer - berechtigt oder nicht - zum Boykott von Amazon aufruft, darf auch kein von ausgebeuteten Lohnsklaven produziertes, Gift bestückrtes Laptop, Smartphone oder sonstiges eBook-Lesegerät (ver)kaufen. Und auch kein von Lohnsklaven mit giftigen Billigfarben (im Ausland) hergestelltes Kinder-Buch.

    Dann sind wir bei einer neuen Ethik, einem komplett neuen Wertesystem und Lebensentwurf - weg von Bequemlichkeit und dumpfem Konsum hin zu Besinnung auf das, was uns Menschen und unser Menschsein ausmacht. Und beim Markt, der wieder zu den Menschen zurückkommt.

    Wollen wir das hier wirklich diskutieren? Meinetwegen gerne. Aber wie gesagt: Anderes Thema....

  • Werner

    Werner

    Nochmal zur Erinnerung (steht schon oben):
    Als Conni den Gutschein bei Amazon einlösen wollte, kam nur die Meldung: "Gutschein nur im Britischen Amazon-Shop einlösbar". So hätte man eine bessere Lösung gefunden - statt Selbstzensur.

  • Kleine Sortimenterin

    Kleine Sortimenterin

    Lieber Herr Nardelli, nein, dieses Faß mit den Arbeitsbedingungen wollte ich hier nicht aufmachen. Es
    ging in dem Artikel um die Machtstellung und Visionen
    eines Onlinehändlers. In dem Artikel wird beschrieben, wie
    er den Markt beherrschen will: Zitat aus der FAZ:
    Als der für die deutschen Lager zuständige Amazon-Manager jüngst durch das anderthalb Jahre alte Logistikzentrum in Rheinberg bei Duisburg führte, berichtete er, von hier aus könne man das gesamte Ruhrgebiet versorgen". Spätestens hier müßte jedem
    klar werden, wer die Waren besitzt, kann die Preise
    und Handelswege irgendwann nach seinem Gusto
    verändern. Davor haben sicher nicht nur die beiden
    Buchhändlerinnen Angst, sondern auch der Handel in
    den Innenstädten, in einem Jugendbuch sollte man sensibel mit Hinweisen auf einen solchen Konkurrenten
    sein.

  • Azubi

    Azubi

    Mal so ein Einwurf am Rande.
    Hören sich eigentlich manche mal selber zu und lesen was sie schreiben???

    Warum lässt man Amazon nicht Amazon sein, und besinnt sich auf die eigenen Stärken?
    Und warum wird so auf Amazon ständig rumgehackt, wo man doch wissen tut, was dieser Konzern macht.

    Was die Stärken betrifft denke ich zumindest, dass sie größtenteils verloren gegangen sind. Viele brauchen einen Sündenbock um selbst besser da zu stehen.
    Ich hab schon viele engagierte Buchhandlungen gesehen, die auch sagen, dass Amazon nicht so toll für uns ist, aber sie regen sich nicht ständig darüber auf. Sie gehen dagegen an und halten sich auch ganz gut.
    Das erstmal um meinem Ärger über die ganze Jammerei Luft zu machen.

    Nun zu diesem Thema zurück.
    Ich finde es persönlich nicht in Ordnung, dass der Verlag klein bei gibt. Sowas wie der Gutschein ist doch alltäglich. Und man überliest es sogar, aber viel wichtiger: Es ist die Realität.
    Also viel heiße Luft um nichts. Meiner Meinung nach.

  • Penelope

    Penelope

    Ist es nicht anmaßend von den Buchhändlern, zu behaupten, sie hätten die Connie-Bücher erst erfolgreich gemacht? Gibt ihnen das das Recht, den Inhalt zu bestimmen? Mir als Leserin ist der Amazon-Gutschein vollkommen schnuppe. Und sind es nicht die Leser, die Bücher erfolgreich machen? Nächstes Mal besser nachdenken, liebe Buchhändlerinnen.

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