Unternehmerporträt: Christian Lüdtke, etventure

"Möglichst einfache Produkte"

Innovative Geschäftsansätze für Unternehmen zu entwickeln – das ist Christian Lüdtkes täglich Brot. Der Gründer und CEO des Start-Ups etventure business ignition, der auf eine lange Karriere im Bertelsmann-Konzern und in internationalen Fachverlagen zurückblicken kann, hat inzwischen eine Reihe von Online- und Mobile-Produkten entwickelt. VON ROE

Zu den Kunden zählen Verlagshäuser wie zum Beispiel der VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft, aber auch Unternehmen aus anderen Branchen.

Die Vorgeschichte von etventure beginnt im Jahr 2000 bei Bertelsmann. Lüdtke entwickelt den Start-Up-Inkubator BertelsmannValley, der damals zur Direct Group unter Klaus Eierhoff gehörte, und wechselt später zur Konzernabteilung Corporate Controlling and Investments – wo er unter anderem für Investments wie die Tauschbörse Napster oder das Mediensuchportal Lycos zuständig ist. Er berät zudem den Bertelsmann-Zentralvorstand in strategischen Fragen.

Nächste größere Station unter dem Konzerndach ist RTL. Dort arbeitet Lüdtke zunächst an Geschäftsideen für eine digitale Pay-TV-Plattform. Als Vice President Corporate Development gestaltet er unter anderem den Wagniskapitalfonds BDMI und entwickelt strategische Wachstumsfelder für den Konzern – auch im Bereich Bildung. 2007 baut Lüdtke, nunmehr in der Funktion eines Vice President Content & Production, die interaktive Online-Lernplattform für Kinder und Jugendliche, scoyo.de, auf.

Nach dem Verkauf von scoyo.de an Super RTL wechselte der Bertelsmann-Manager zum Schulbuchverlag Houghton Mifflin Harcourt (HMH) nach Dublin, wo er für die Innovationsaktivitäten des Verlagshauses verantwortlich war. Dabei entwickelte er Geschäftskonzepte für Internet-Lernplattformen, die aber im Verlag selbst nicht umgesetzt werden konnten.

Der Kontakt zu dem 2010 gegründeten Dienstleister etventure seed investments brachte die Wende: Lüdtke gründet 2011 als CEO etventure business ignition. Von nun an arbeitet er mit seinem Team als Dienstleister für die (Verlags-)wirtschaft. Hier entwickelt er neue Produkte, testet diese am Markt und begleitet den Unternehmensaufbau bzw. die Integration gemeinsam mit den Unternehmen.

Die ersten Produkte für Online-Plattformen hat Lüdtke mit dem Verlag für die deutsche Wirtschaft entwickelt. wie den Service "Online-Sekretariat". Das "Online-Sekretariat" bietet Kunden die Möglichkeit, Anrufe im eigenen Namen durch Servicekräfte annehmen zu lassen. Das jüngste Produkt ist die Smartphone-App „Office Balance – Gesundheit am Arbeitsplatz“, die seit dem 19. April im iTunes Store von Apple erhältlich ist. Kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch Konzerne können sie gezielt zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter einsetzen. Das B-to-B-Geschäftsmodell sieht vor, dass Unternehmen beim Verlag für die deutsche Wirtschaft eine eigene Lizenz für Office Balance erwerben und anschließend die Gesundheits-App unter ihren Mitarbeitern verteilen. Diese können dann zum Beispiel gezielt Rückenübungen absolvieren.

Wichtig bei der Konzeption ist für Lüdtke, "ein möglichst einfaches Produkt zu entwickeln", das sich auf wesentliche Funktionen, die Nutzer und Kunden brauchen, konzentriert. Bei der Entwicklung selbst bedient sich etventure agiler Methoden wie dem Minimum Viable Product-Ansatz – das heißt, alle Funktionen des Produktes kommen während des Entwicklungsprozesses immer wieder auf den Prüfstand.

Lüdtke und sein Team sind mit unterschiedlichen Verlagen und Mobile-Unternehmen im Gespräch – etwa aus dem Zeitschriftenbereich oder der Druckindustrie, beispielsweise bei der Konzeption von E-Papers. Aber, das ist Lüdtke wichtig, "wir beschäftigen uns auch mit haptischen Produkten". "Anstifter" für neue Projektideen ist Lüdtke nicht nur in seinem Unternehmen: Er lässt auch Initiativen wie die Projektwerkstatt Prototype an seinem kreativen Potenzial partizipieren. So trat er im vergangenen Jahr als Key-Note-Speaker bei der Eröffnungsveranstaltung von Prototype auf der Leipziger Buchmesse auf und unterstützte die Projektteilnehmer als externer Experte.

Schlagworte:

4 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Hans-Joachim Schulz

    Hans-Joachim Schulz

    Inhalt des Artikels: NULL !!!!!

  • Horst-Olaf Schanzner

    Horst-Olaf Schanzner

    @ Hans-Joachim Schulz

    Eben das heut übliche pseudo Management-Neusprechblabla.... am besten kurz überfliegen und dann gleich wieder vergessen ;-)

  • Heinz Wertheim

    Heinz Wertheim

    na, Null ist aber doch noch stark geschmeichelt und kurz überfliegen ist Zeitverschwendung.
    Außer man möchte sich Gedanken machen, was ein "Start-Up-Inkubator" oder der "Minimum Viable Product-Ansatz" ist.
    Letzteres scheint mir dafür zu stehen, dass man sich ab und an einen Kopf macht, ob das, was man tut, auch funktioniert.
    Eine wahrhaft "agile Methode", die für das "kreative Potential" des Gelobhudelten spricht.
    Meine Güte, hat man da eine Pressemitteilung abgeschrieben oder kann man dieses Blabla jetzt in der Böbla-Redaktion auch schon?

  • E. Ventil

    E. Ventil

    Selbst recherchiertes, zumindest bearbeitetes Material oder pure (Eigen-)Werbung? Frech und dreist sind diese Zeilen. Beim Lesen schwankt man zwischen Belustigung und Fremdschämen.

    • Informationen zum Kommentieren

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    • Mein Kommentar

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

      Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

      (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
      CAPTCHA image
      Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

      * Pflichtfeld