Crowdfunding trifft Verlag

100 entscheiden

Mit „100 Fans“ hat die Münchner Verlagsgruppe erstmals eine Crowdfunding-Plattform ausschließlich für Bücher gestartet. Vielversprechende Buchprojekte wollen die Münchener in die Verlagsvorschau aufnehmen.

So funktioniert „100 Fans“: Autoren stellen ihre Buchprojekte und -ideen kostenlos auf der 100 Fans-Webseite vor. Thematische Beschränkungen gibt es dabei nicht. Die Leser entscheiden über Vormerkungen, ob daraus echte Bücher werden. Sie bestellen ein „Fanpaket“ ihres Favoriten und finanzieren so das jeweilige Projekt.

Die Ausstattung der Fanpakete reicht von einem gedruckten Buch oder E-Book über eine namentliche Erwähnung in der ersten Auflage bis zu einem „Meet & Read“ mit dem Autor.

Sobald 100 Fans zusammengekommen sind, wird das Buch lektoriert, gedruckt und kommt in den Handel. Die Fans erhalten ihr Paket zuerst. Schafft es ein Buchprojekt die Marke von 1.000 Fans zu knacken, wird das Buch sogar in die gedruckte Verlagsvorschau aufgenommen.

Diese wird dann an Buchhandlungen und Pressevertreter in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein verschickt. Das Buch wird dann von den Vertretern und zusätzlich in den Newslettern der Münchner Verlagsgruppe beworben und auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert, teilt der Verlag mit.

Die ersten Bücher sollen bereits Anfang 2014 veröffentlicht werden.

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4 Kommentar/e

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  • Dennis Schmolk

    Dennis Schmolk

    Was euren Artikeln immer mal gut täte: Links. https://100fans.de/ musste ich mir nun selbst suchen.

  • PhantaNews

    PhantaNews

    Die Praktiken von Zuschussverlagen als Crowdfunding getarnt. Inklusive "total buyout" des Autoren. Revolutionäres Konzept ...

  • Nicht gut

    Nicht gut

    Zusammengefasst: Der Autor darf sich auf der Plattform eigenhändig Geldgeber zusammensuchen - und wenn es ihm aus Versehen gelingt, 100 davon zu finden, springt der Verlag plötzlich mit ins Boot, um mit zu verdienen.
    Die Tantiemen des Autors berechnen sich dann auch noch nicht am Ladenpreis, sondern am Verlagserlös. Erst ab 1000 Finanzierern, die auch wieder der Autor besorgt hat, gibt's eine läppische Erwähnung in der Verlagsvorschau. Vermarktung durch den Verlag - sieht anders aus.

  • herr.jedermann

    herr.jedermann

    Wenn ich schon, die Autoren-Ich-AG, meine "Fans" selber mitbringe, wozu dann noch so einen Wasserkopf an einfallslosen BWLern in die Verwertungskette aufnehmen?

    Und: Es wird nicht "demokratischer" sondern neo-liberaler, sprich: amerikanischer. Autor, schau, wo du bleibst - oder liefere immer mehr vom Selben und der Rest ist Stapel-Abverkauf.

    Gut, Kunst oder Anspruch war noch nie für die Vielen. Uns aber mal wieder den notorisch blinden Markt als Heilmittel für die Krankheit, die "kundenorientierte" Supermarkt-Kultur und den Ausverkauf von allem anzudienen, ist auch billig.



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