Lesercommunity Goodreads zieht es nach Deutschland

"Popular Deutsche Bücher Books" im Visier

Goodreads, die größte Lesecommunity der Welt, hat für 2013 beeindruckende Zahlen vorgelegt. Die Zahl der Nutzer hat sich auf 25 Millionen User seit 2012 verdoppelt. Das Unternehmen aus San Francisco, das im vergangenen Jahr von Amazon erworben und auf die Kindles gebracht wurde, bereitet den Eintritt in deutschen Markt vor.

29 Millionen Rezensionen allein 2013 konnte Goodreads verzeichnen. Seit dem Start der Lesecommunity im Jahr 2007 ist das Wachstum ungebrochen. Bereits zur Frankfurter Buchmesse 2012 hatte Goodreads-Gründer Otis Chandler im Interview mit boersenblatt.net davon gesprochen, in den deutschen Markt eintreten zu wollen. Ein Blick auf die ausgeschriebenen Stellen zeigt, dass das Unternehmen für das laufende Jahr einen globalen Vorstoß plant.

2014 dürfte der Markteintritt in Deutschland und womöglich weiteren europäischen Ländern erfolgen. Erleichtert wird dies durch die Kooperation mit Amazon. In den USA ist der Dienst automatisch auf dem Kindle Paperwhite installiert.

Um in Deutschland zu punkten, muss das Unternehmen zunächst einen entsprechenden Titelkatalog aufbauen. Für den deutschen Massenmarkt ist die Titelanzahl noch nicht ausreichend: In Summe erhalten deutsche Bücher gerade einmal 4.543 Treffer – der absolute Großteil davon in englischsprachiger Übersetzung. Auch die Sprachführung ist noch überartungswürdig (siehe Scrrenshot).

Die Holtzbrinck-Tochter LovelyBooks, Marktführer für Social Reading in Deutschland, dürfte die Aktivitäten des Konkurrenten aus Übersee jedenfalls argwöhnisch beäugen. Seit dem Relaunch der Seite im Frühjahr 2013 sind dort rund 450.000 User und über 2.000 Autoren aktiv. Mehr als 130 Verlage kooperieren für Leserunden und Gewinnspielen mit der Holtzbrinck-Tochter.

Gerade mit Hinblick auf die Entwicklung des E-Book-Markts, der Umsatzsteigerung im Onlinehandel und Verbreitung von Smartphones bieten sich den den Plattformbetreibern steigende Verdienstmöglichkeiten − etwa über Provisionen (etwa in Form von Affiliate Links) sowie Werbeanzeigen.

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