Dresdner Rede der Büchnerpreis-Trägerin

Suhrkamp distanziert sich von Sibylle Lewitscharoff

Nachdem der Chefdramaturg des Dresdner Schauspiels, Robert Koall, Sibylle Lewitscharoffs Rede vom 2. März in einem offenen Brief mit deutlichen Worten kritisiert hatte, distanziert sich nun auch der Suhrkamp Verlag von der Büchnerpreis-Trägerin.

Pressesprecherin Tanja Postpischil erklärte auf Anfrage: "Die Haltung, die in der Rede von Sibylle Lewitscharoff zum Ausdruck kommt, ist nicht mit der des Verlags zu verwechseln."

Inzwischen hat die Dresdner Rede über Tod, Leben und Fortpflanzungsmedizin vor allem "Fassungslosigkeit" ausgelöst. Im Dresdner Schauspielhaus war am Sonntag hingegen noch lang andauernder Applaus des Publikums zu hören.

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5 Kommentar/e

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  • AZ

    AZ

    "Inzwischen hat die Dresdner Rede über Tod, Leben und Fortpflanzungsmedizin vor allem "Fassungslosigkeit" ausgelöst."

    Und Börsenblatt-Redakteur Kai Mühleck ist fassungslos, warum nun Frau Lewitscharoff "hart angegangen" wird. Nun ja...

  • intellectures.de

    intellectures.de

    Die »fassungslose« Berichterstattung durch Herrn Mühleck macht wiederum sprachlos. Hübsch, dass er auch noch einmal den Applaus für den inhaltlichen Murcks der Frau Lewitscharoff anführt, den sie offenbar geerntet hat… und damit seine krude These, eine schlechte Rede sei noch kein Skandal, weiter untermauert. Vielleicht sollte er seine Haltung zum Gegenstand der Debatte mal in ruhiger Stunde beleuchten.

  • tfreiburg

    tfreiburg

    In was für einem geistigen Klima leben wir eigentlich, dass die Pressesprecherin eines Verlages erklären muss, dass die Haltung einer Autorin nicht mit der des Verlages zu verwechseln sei? Sollte das nicht eine Selbstverständlichkeit sein?

  • Barbara Kuhlmann

    Barbara Kuhlmann

    Ja, es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Niemand käme wohl auf die Idee anzunehmen, dass die Einstellungen von Verlagsautoren mit denen des Verlages authentisch sind oder sein sollten. Weshalb also distanziert sich die Pressesprecherin? Ich weiß nicht, ob Frau Lewitscharoff mit einem Verlag gedient ist, der zu wenig Zivilcourage hat, um abweichende Äußerungen von Autoren zu verkraften und sich stattdessen beeilt, der wie so oft in der Haltung der Empörung formulierten öffentlichen Meinung hinterherzurennen. Dabei könnte man sich, anknüpfend an Frau Lewitscharoffs provokante Worte, durchaus mit dem dahinterliegenden Gehalt ernsthaft auseinandersetzen.

  • Lesie & Sprachie

    Lesie & Sprachie

    Gut. Dass sich der suhrkamp-Verlag von der Dame L. distanziert. Ich wiederhole mich - die Frau müsste all ihre "Preise" zurückgeben. Inzwischen hat sich auch die faz.net und sogar das Moma davon distanziert, der Frau so viel Platz eingeräumt zu haben - da die MEINUNG in den Social Media eindeutig war! Jemand wie der L. bitte keine Hetz-"Meinungsfreiheit" einräumen. Die Freiheit endet dort, die Freiheit des Einzelnen, und die vielzitierte Meinungsfreiheit, wo sie zu Hetze, Ketzertum und Beleidigung anderer verkommt. Es wird einem eiskalt bei dem, was diese Frau sagte und man möchte kein Wort, keine Silbe von ihrem Geschreibsel lesen. Vielleicht müssen sich deutsche Verleger mal überlegen, WAS sie drucken und WEM sie Preise geben!

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