Dankesrede von Insa Wilke zum Alfred-Kerr-Preis

Zeit für einen mentalen Generationenwechsel

Am Messedonnerstag wurde die freie Literaturkritikerin Insa Wilke mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Wir dokumentieren ihre Dankesrede, in der sie deutlich dafür plädiert, die Literaturkritik von Scheindebatten über Literatur zu trennen.  VON INSA WILKE

Jetzt fühle ich mich wie Alfred Kerr, der in sein Tagebuch schrieb: „Ich bin im Handumdrehen als ein berühmter Kritiker aufgewacht.“ Ich weiß aber auch: Berühmtheit in der Form öffentlicher Aufmerksamkeit ist heute so schnell hergestellt wie auch wieder verglüht, darum will ich diese Viertelstunde des Ruhms nutzen, Sie mögen es mir verzeihen und sollen wissen, dass ich meine Rede, die eine Kritik der Literaturkritik sein soll, natürlich vor allem als Selbstkritik und Selbstermahnung verstehe.

Sehr geehrter, lieber Heinrich Riethmüller, lieber Torsten Casimir, liebe Jury-Mitglieder und lieber, verehrter Roger Willemsen,

neulich war ich in Sachen Literatur auf dem Weg zu einer Veranstaltung nach Stuttgart. Zugfahrten sind Arbeitszeiten, man muss gut überlegen, wo man sich hinsetzt: Ich wählte ein Abteil mit Mutter und Kind. Normalerweise würde ich dieses Risiko nicht eingehen, aber der Zug war voll und das Kind still, es las. Dachte ich. Denn die Kleine fing an zu murren. Sie murrte, mal lauter, mal leiser, murrte aber anhaltend, schielte dabei zu mir, und ihr riesiger Plüsch-Schneemann, der für mich seinen Platz frei machen musste, schien mit zu murren:

„Ist das doof, dass jetzt das Abteil so voll ist. Viel schöner war das, als hier noch Platz war. Jetzt hast du keinen eigenen Sitz mehr, Schnee-i. Ist das doof, dass es jetzt so eng ist. Hoffentlich steigen die Leute in Mannheim alle aus. Warum können die nicht erst in Stuttgart einsteigen. Sooo voll ist es jetzt in UNSEREM Abteil.“ – Wahrscheinlich eine Arzttochter, die in fünfzehn Jahren in der Messe-Beilage der ZEIT träumend und mit Hornbrille durch blühende Landschaften wandeln darf. (Arzttöchter sind heutzutage auch nicht mehr das, was sie mal waren.)

Während ich also dem Gemurmel durch meine Ohrstöpsel lauschte, kamen mir – teuflisches Assoziationsvermögen – Sätze wie diese in den Sinn: „ALLE Kritiker sind langweilige Germanisten, die die Literatur mit niemandem teilen wollen.“ (ein Autor) „Deutsche Gegenwartsliteratur? Die lese ich längst nicht mehr, die hat doch nichts zu erzählen.“  (ein Kritikerkollege) Finden Sie nicht, die beiden haben den schmollenden Ton des kleinen Mädchens, das seinen Schneemann ins Gepäcknetz verbannen musste, erstaunlich gut getroffen?

„Die Zeitläufte“, schrieb Alfred Kerr 1896, „sind nicht arm an sonderbaren Erscheinungen. Auf der einen Seite: straffes, starkes Emporblühen neuer Kräfte. Auf der anderen Seite: auffallende Äußerungen einer tiefen Zurückgebliebenheit.“ Der Kritiker habe seine Freude, schrieb Kerr zwanzig Jahre später, wenn „pfuschend ein Erdensohn wieder mottenhaft ins Dramenlicht rudert“. Kerr wusste damals nicht, dass sein Dramenlicht heute, in unserer Zeit durch das nervöse Stroboskop-Geflacker einer zum Betrieb ausgewachsenen Zunft überstrahlt werden würde. Er wusste nicht, dass einige der Autoren, die literarisch nicht im Rampenlicht stehen, versuchen würden, wenigstens auf dieser eigentlich literaturfernen Bühne Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er wusste nicht, dass ihnen bereitwillig Platz in den Zeitungen eingeräumt werden würde. – „Ich bin da komisch“, zitiere ich einen Lieblingssatz von Alfred Kerr. Ich finde das nämlich kindisch.

Das Problem, meine Damen und Herren, ist nicht, das einige Betriebsmitglieder offenbar eine Grundfertigkeit der Branche verlernt haben: das Lesen. Sonst würden sie ja nicht eifrig posten, schreiben und twittern, dass es keine Literatur, also keine Romane, Gedichte, Erzählungen und Dramen über Lampedusa, Hartz IV und andere Fragen unserer Zeit gebe. Beherrschten sie die Fertigkeit des Lesens noch, schickten sie die real existierenden Leserinnen und Leser solcher real existierender Romane, Gedichte, Erzählungen und Dramen nicht mitsamt den von ihnen selbst NICHT gelesenen Autorinnen und Autoren in die Wüste. Aber wie gesagt, das ist nicht das eigentliche Problem. Das eigentliche Problem ist ein anderes: der Haarausfall.

Deutschland muss nämlich Haarausfall haben. Dramatischen, unerklärlichen, beängstigenden, selbstverständlich Gegenmaßnahmen fordernden, scheußlichen Haarausfall. Man versteht dann sofort die Brisanz, steht das Haar doch für die urwüchsige Kraft, die allenthalben vermisst wird. Haarausfall! Anders ist nicht zu erklären, warum so eifrig Locken auf Glatzen gedreht werden. Die schönsten, die prächtigsten, die ausgefallensten Locken. Immer und immer wieder. Und immer schön im Kreis. Wir haben es darin zu einiger Kunstfertigkeit gebracht.

So nämlich, meine Damen und Herren, entstehen heutzutage Debatten. Polemik ist dabei gern gesehen. Der neueste Schrei ist, dass ihr elektrischer Schlag nicht mehr wie zu Schlegels Zeiten durch den Kurzschluss von Verstand und Unverstand entsteht – die Kür ist heute oftmals, und welche titanische Aufgabe ist das, aus Unverstand und Unverstand einen Funken zu schlagen!

„Was ist hier der Nerv?“ frage ich mich mit Alfred Kerr, ganz erschöpft von den Karusselfahrten dieser Debatten-, nun ja, Kultur. „Was ist hier der Nerv?“ – „Die gesprochene Urwindel? Das ernstgenommenen Suffgelall?“ Wie die Lemminge stürzen wir Kritikerinnen und Kritiker uns mitsamt einiger Mitglieder der literarisch schreibenden Zunft, die ausnahmsweise mal in UNSEREM Kielwasser schippern, von einer Schein-Debatte in die nächste. Warum diese unnötige Aufregung, der verschwendete Platz in den Blättern und Online-Magazinen, auf deren Seiten „echte“ Nachrichten aus der literarischen Welt stehen könnten, die die Leser auch wirklich angehen? (In Dresden wurde eine solche relevante Debatte gerade ausgelöst und zwar nicht durch einen Kritiker – die überregionalen Blätter schicken ja aus Geld-, Zeit- und Platzmangel niemanden in die ostdeutsche Provinz und die wenigen Kollegen vor Ort saßen, und das wäre Alfred Kerr niemals passiert, applaudierend im Publikum. Nein, ausgelöst wurde die Debatte über die wirklichkeitsschaffende Macht von Sprache –  als solche sollte sie geführt werden – von einem Dramaturgen, der Haltung, sprachliche Sensibilität und kritisches Bewusstsein bewies.)

Aber zurück zum Thema: Der „Nerv“ liegt hinter den Schein-Debatten, er liegt blank und heißt Existenzangst. Wer lauter krakeelt und seine Profilneurose am gewandtesten in Sprache kleiden kann, kommt vielleicht durch, wird veröffentlicht und beschäftigt. Wie Alfred Kerr sagen würde: „So ist das Leben, c’est la vie, such is life.“

Ja? Ist es so, das Leben? Muss man es akzeptieren, dass Literaturkritik alle Jahre wieder auf dem Niveau dieser Fragen betrieben wird: „Wie angepasst ist die deutschsprachige Literatur?“ „Wie gegenwärtig ist die Gegenwartsliteratur?“ und am schönsten: „Wie dick darf der heutige Roman sein?“ Müssen solche „Debatten“ geführt werden?

Hinter all diesen Schein-Fragen stehen freilich echte Fragen, die als solche allerdings kaum diskutiert werden. Es sind soziale, politische, kommunikationstheoretische Fragen. Nur eben keine literarischen wie behauptet. Darüber hinaus gehen sie auch an den Lesern vorbei. Oder glauben Sie, die finden sich in der Behauptung wieder, die Bücher, die sie kaufen, die Autoren, zu deren Lesungen sie strömen, seien alle langweilig, angepasst und mutlos? Meinen Sie, dass man die Leser mit der rasanten Beobachtung aus den Sesseln reißt, dass im Frühjahr 2013 eine Zunahme an dicken Romanen zu verzeichnen war?

Wie viele stöhnten damals und ächzten und forderten jammernd den 200-Seiten-Roman, anstatt sich dafür zu interessieren, was Autorinnen und Autoren versuchen in Formen zu fassen, was sie so beschäftigt, dass sie mehrere hundert Seiten und Jahre ihrer Lebenszeit dafür aufwenden. „Literatur“-Debatte wird bei solchen Gelegenheiten genannt, was eigentlich eine Debatte über die Produktionsbedingungen von LiteraturKRITIK sein sollte. Wir wissen, warum die Situation schwierig ist: der Anzeigenverlust, die Zeitungskrise, der Leserschwund, die Überarbeitung der Redaktionen.

Die Klage über den zu dicken Roman war eine Klage über einen Arbeitsalltag, in dem wenige Redakteure ein Pensum bewältigen sollen, für das vor gar nicht so vielen Jahren sehr viel mehr Menschen beschäftigt wurden, freie Kritikerinnen und Kritiker zum Beispiel. Die aber, und ich gehören zu ihnen, sind tatsächlich eine aussterbende Art. Weil sie nicht mehr bezahlt werden, weil sie trotzdem all ihre Rechte an ihren unterbezahlten Texten an die Zeitungskonzerne abgeben sollen und weil sie kaum noch Möglichkeiten haben, ihren Ton zu finden, ihre Stimme auszubilden, Erfahrungen zu sammeln.

Wie soll man, frage ich Sie, eine gute Kritikerin werden, wenn man kaum Aufträge bekommt, sich also nicht in der tatsächlichen Reibung mit der Öffentlichkeit entwickeln kann? Wenn die Artikel, die man dann mal schreiben darf, maximal 2500 Zeichen umfassen dürfen (diese Rede ist sechsmal so lang, und ich danke sehr dafür, hier so ausschweifen zu dürfen). Wenn man außerdem von einigen Mitgliedern einiger Redaktionen – und ich meine jetzt nicht die seriös arbeitenden Kolleginnen und Kollegen, vor deren Enthusiasmus und Durchhaltevermögen ich den Hut ziehe und denen ich als Freie viel verdanke – wenn man also von einigen Redakteurinnen und Redakteuren wie eine lästige Bettlerin behandelt wird.

Will heißen: Es werden E-Mails nicht beantwortet, bestellte Texte nicht gedruckt, große Texte ungefragt auf fünf Sätze sinnentstellend gekürzt, und Rückmeldungen aus der Redaktion bekommt man sowieso nicht. Das mag an den frustrierenden Arbeitsbedingungen der Redaktionen liegen. Es mag auch daran liegen, dass mancher sich nicht klar darüber ist, dass er – oder sie – auch Arbeitgeber ist. Wie dem auch sei: Der Qualität der Literaturkritik tut es nicht gut. Denn die braucht Sorgfalt und Vielfalt. Die Redaktionen sind doch angewiesen auf die Ideen, die Zeit und die unterschiedlichen Interessen, Lesarten und Schreibweisen der Freien.

Von beiden Seiten bedarf es der Solidarität. Stattdessen gibt es Konkurrenz, eine Konkurrenz, die das Geschäft nicht belebt, sondern seltsame Blüten treibt und pfuschende Erdensöhne und –töchter hervorbringt, die mottenhaft ins unzuverlässige Licht der öffentlichen Aufmerksamkeit taumeln.

Noch eine Anmerkung zur Situation der Literaturkritik: Manche Kollegen beklagen immer wieder, dass der Literaturkritiker heutzutage zum Literaturjournalisten verkommen ist. Weil man den Autoren auf Festivals, in Literaturhäusern und Buchhandlungen moderierend in die Augen schauen müsse und nicht mehr im stillen Kämmerlein seiner Kritik die Leinen los lassen könne, gehe es den Bach runter mit der Unabhängigkeit, die doch das A und O der Kritik sei. Sicher, das ist sie. Ich sehe die Lage trotzdem anders.

Der Kritiker, der allein Zuhause sitzt, keinem Autor je die Hand geschüttelt hat und gesellschaftliche Anlässe meidet, ist doch ohnehin eine Fiktion. Schauen Sie sich die Liste der Autoren an, mit denen Alfred Kerr befreundet war. Er hat trotzdem über sie geschrieben. Das geht. Es stellt aber höhere Ansprüche an die eigene Integrität, und es setzt eine Streitkultur voraus, die heute allerdings in der Krise ist.

Die Figur des Kritikers, der mit schmissiger Sprache, eindeutigem Urteil und dem Hochmut des selbstgewissen Bildungsbürgers von oben herab über das schreibende Fußvolk und (das muss man immer mitdenken) seine Leser urteilt, ist passé. Das ist gut, denn unantastbare Selbstverliebtheit, die sich am besten im geheiligten Verriss pflegen lässt, lärmt manchmal auch über Unwissenheit, merkwürdigste Welt- und Geschichtsbilder und fatale Fehleinschätzungen hinweg.

Als ich einmal mit älteren Kollegen auf einem Podium saß, ging es um das Credo als Literaturkritikerin. Ich bekannte mich zum demokratisch-romantischen Ideal eines großen Gesprächs über Literatur, eines Gesprächs, das bisweilen hart, aber so geführt werden sollte, dass man einander in die Augen schauen kann. Diese Vorstellung ziehe ich dem monarchistischen Daumen-hoch-Daumen-runter-Prinzip der römischen Arenen vor. Damals wurde ich väterlich und großbrüderlich belächelt. Jetzt lächele ich zurück und behaupte: Das ist die Form der Zukunft. Daran lohnt es sich zu arbeiten und die Vervielfältigung der Formen literaturkritischen Arbeitens zu nutzen, sie zu perfektionieren. Im Sinne der Sache, im Sinne einer kritischen, offenen, wissbegierigen Kritik, im Sinne unserer ja wohl gemeinsamen Überzeugung, dass wir die Literatur – und das Gespräch über Literatur – brauchen, um uns über das, was war, ist und sein wird, zu verständigen.

„Wir sitzen in einem Wartesaal; der eine Zug ist weg, der andere noch nicht da“, schrieb Alfred Kerr über den Expressionismus. Er hat den Wartesaal vor lauter Zügen damals nicht gesehen. Vielleicht lenkte ihn ein murrendes Mädchen mit Schneemann im Arm ab. Der Wartesaal ist ein Saal voller Möglichkeiten, die Übergangszeit eine Zeit, in der man Weichen stellen kann. Klassisch wird’s ohnehin immer erst in der Erinnerung, das wusste Kerr allerdings genau.

Es ist Zeit, dass ein mentaler Generationenwechsel quer durch die Generationen eintritt. Es ist Zeit, dass wir uns frei machen von Maßstäben, die den Denkmustern des Kalten Krieges verwandt zu sein scheinen. Nehmen wir uns das Gute: den Anspruch, die Bildung und Wortgewandtheit, und fügen das Unsere, Heutige hinzu. Denken wir an Alfred Kerr, der noch nach seiner Vertreibung aus Deutschland, im Exil schrieb: „Ich habe so wenig Talent zum Unglücklichsein“ und der am 13. März 1898, vor genau 116 Jahren mahnte: „Wenn wir nicht heute in einer Zeit glänzender Reaktion lebten; wenn es nicht den Volksvertretern, sowohl im Reichstag wie in den Gemeinden an politischer Energie mangelte; wenn nicht auch ein Teil des Volkes an einer vererbten Selbstbewußtlosigkeit litte, wenn ihm nicht die Knechtschaffenheit noch im Blut läge: dann würden am kommenden Freitag alle Glocken läuten ...“ Er meinte den 18. März 1848 und die Selbstermächtigung des Volkes und erinnerte daran, dass jeder Einzelne dazu beiträgt, Geschichte und Fortschritt zu machen. Auch in der Literaturkritik und auch in scheinbar aussichtloser Situation.

Wer nicht mehr lernen kann, kann sterben, hat Thomas Brasch gesagt. Wer keine Ideale mehr hat, auch.

Ich hatte das Glück, in meinem Leben vielen Menschen in Thomas Braschs Sinne zu „begegnen“. Von ihnen habe ich gelernt, ihnen verdanke ich alles. Einer von ihnen, die auch Kerr-Preisträgerin ist, möchte ich an dieser Stelle dafür danken, dass sie meine erste Rezension gedruckt hat. Und dass sie mir außerdem den Maßstab gesetzt hat für das, was man von sich als  Kritikerin erwarten sollte, auch wenn man es nicht immer und nicht immer gleich erreicht, und was man als freie Kritikerin von einer Redakteurin erwarten darf: für beides danke ich Ina Hartwig.

Ich verstehe diesen Preis als Auftrag. In einer Zeit, in der man sich die Aufträge selbst erteilt, weil es kein anderer tut, danke ich der Jury, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem Börsenblatt dafür besonders.

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