Voland & Quist legt nach Crowdfunding-Aktion Berufung ein

Die Wanderhure zieht vor das Oberlandesgericht

Voland & Quist hat die Kosten für die Berufung vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf im Wanderhurenstreit gegen Droemer Knaur mittels Crowdfunding-Kampagne im Internet eingesammelt. Der Verlag hat Berufung eingelegt, nächste Woche will Voland & Quist vor Gericht seine Berufung begründen.

Die Kosten des Rechtsstreits mit Droemer Knaur belaufen sich für Voland & Quist nach eigenen Angaben bislang auf etwa 13.000 Euro. Der Indie-Verlag hatte zur Finanzierung der Kosten für die Berufung vor dem OLG Düsseldorf am 14. April unter www.startnext.de/wanderhurenstreit eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Die dort anvisierte Summe von 12.000 Euro wurde am Freitag, 18. April erreicht.

Nächste Woche will der Verlag vor Gericht seine Berufung begründen. "Wir sind sehr froh über die breite Unterstützung, die wir im ‚Wanderhurenstreit’ mit Droemer Knaur erhalten. Das sind nicht nur Lippenbekenntnisse, wie sich bei unserer Crowdfunding-Aktion gezeigt hat: Innerhalb von nur vier Tagen 12.000 Euro an Spenden einzusammeln, bedeutet, dass die Satirefreiheit zahlreichen Menschen wichtig ist und sie auch bereit sind, sich zu engagieren", sagen die Verlagsleiter Leif Greinus und Sebastian Wolter.

392 Spenden gingen beim Verlag ein, für die es je nach Spendenhöhe, eine Gegenleistung gibt. 150 Spender entschieden sich für Buchausgaben des Titels: "Die schönsten Wanderwege der Wanderhure" von Julius Fischer. Der Titel darf laut bisherigem Gerichtsbeschluss nur noch bis September vertrieben werden. Droemer Knaur hatte das Markenschutzrecht an der Erfolgsserie "Die Wanderhure" von Iny Lorentz verletzt gesehen. Das Landgericht Düsseldorf gab dem Verlag am 27. März recht.

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1 Kommentar/e

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  • Torsten Lager

    Torsten Lager

    Ich hoffe, Voland & Quist haben Erfolg. Im Gegensatz zu Knaur haben sie offenkundig auch Humor. "Was darf Satire? Alles!" (Tucholsky)

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