Auszeichnungen

Max-Herrmann-Preis an B. H. Breslauer Foundation

In diesem Jahr erhält die New Yorker B. H. Breslauer Foundation die wichtigste Auszeichnung, die in Deutschland für Verdienste um das Bibliothekswesen vergeben wird. Verleihung am 10. Mai in Berlin.

Der Antiquariatsbuchhändler Bernard Breslauer (Berlin 1918 – New York 2004) ist Gründer der B. H. Breslauer Foundation. Es war ihm ein Herzensanliegen, Bibliotheken in den USA und Europa beim Kauf von Handschriften, seltenen Drucken und historischen Bucheinbänden mit seiner Stiftung zu unterstützen.

Seit dem Jahr 2000 verleihen die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. mindestens alle zwei Jahre den Max-Herrmann-Preis an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um das Bibliothekswesen und die Staatsbibliothek zu Berlin verdient gemacht hat. Der Preis ist nach dem Literaturwissenschaftler Max Herrmann benannt, der 1923 an der Humboldt-Universität zu Berlin das weltweit erste Theaterwissenschaftliche Institut gründete. Bereits 1933 wurde Herrmann zwangsemeritiert. In der Staatsbibliothek durfte er keine Bücher mehr ausleihen, durfte diese lediglich am Stehpult einsehen. 1942 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert und starb dort nach wenigen Wochen. Im Gedenken an Max Herrmann wird der Preis am 10. Mai vergeben, jenem Tag, an dem im Jahr 1933 in unmittelbarer Nähe der Staatsbibliothek öffentlich Bücher verbrannt wurden.

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