Flipintu startet in die offene Betaphase

Bücher und Blogs entdecken

Das Startup Flipintu will Bücher und Webinhalte zielgenau zum Leser bringen und an deren Verkauf mitverdienen. Das Krefelder Unternehmen hat sich vorgenommen "das Entdecken von Lesestoff im Web zu revolutionieren" − das Problem der "Sichtbarkeit" will Flipintu durch Filterfunktionen im Nutzerprofil und Empfehlungen lösen. Große Verlage wie Random House und Bastei Lübbe sind Partner des Dienstes, der gerade in die offene Betaphase gegangen ist.

Hinter dem Krefelder Unternehmen stehen Business-Development-Manager Ulrich Coenen und der Investor Michael Ladendorf, die sich mit Ralph Möllers und Harald Henzler Experten aus dem Bereich Digital Publishing ins Boot geholt haben. Flipintu will helfen Bücher, Artikel und Webinhalte sichtbar zu machen.

"Flipintu bietet damit Buch- und Zeitschriftenverlagen neuartige und hochattraktive Vermarktungsformen", verspricht das Startup zum Start der offenen Betaversion. "Für Verlage gibt es eine zentrale Herausforderung im Netz: Ihre Produkte müssen auffindbar sein und den Weg zu passenden Interessenten finden", sagt Geschäftsführer Ulrich Coenen. Neben Random House und Bastei Lübbe kooperieren bereits dtv, Pons, Carlsen, KiWi, der Campus Verlag und weitere Verlage mit dem Themenportal. Auch der Dienstleister BOD präsentiert ausgewählte Titel und will so seine Sichtbarkeit, neudeutsch: "discoverability", verbessern.

Hat man passenden Lesestoff gefunden, können alle Bücher und E-Books direkt über die Plattform gekauft werden, Partner für die elektronische und physische Buchauslieferung ist Libri, Flipintu erhält eine Provision. Neben Verlagsinhalten und Buchempfehlungen der Hersteller setzt Flipintur auch auf "authentische Buchempfehlungen von Bloggern". Das Versprechen: Diese können die Reichweite ihrer Blogs über Flipintu steigern und als Zusatzgeschäft Provisionen über einen eigenen Online-Kiosk generieren.

Das Problem der Sichtbarkeit: Flipintu präsentiert Leseinhalte zu den Themen, die der Anwender in seinem Profil vorgegeben hat: Dabei fließen vielfältige Medienformate wie Bücher, E-Books, Magazinartikel oder Blogbeiträge ein. "In der Mischung aus persönlichen Empfehlungen und intelligenter Programmierung entsteht ein einzigartiger Mehrwert für den Nutzer, den in dieser Form kein anderer Webdienst bieten kann." Für Übersicht und die richtige Auswahl sollen neben Buchtipps, Artikeln und Blogbeiträgen auf der Startseite auch abonnierte Kanäle (Channels) und Merklisten ("Flipstacks") sorgen.

Gründer und Kapitalgeber haben in Flipintu bislang nach Unternehmensangaben rund 1 Million Euro investiert. Coenen: "Wir legen viel Wert auf größtmögliche Unabhängigkeit, um als fairer Plattformanbieter agieren zu können." Den Fokus will das Team in den nächsten Monaten auf die Neugewinnung von Verlagspartnern, Bloggern und aktiven Nutzern legen, um Reichweite, Content und Usability der Web-App kontinuierlich auszubauen. "Wir haben außerdem jede Menge spannender Ideen wie z.B. die Integration eines Social-Readers in der Pipeline", so Coenen. Zudem soll das Feedback von Usern und Partnern in die Weiterentwicklung von Flipintu einfließen: "Wir sind unbedingt an einer engen Kooperation mit der Netzgemeinde interessiert. Die Dynamik der sich rasant verändernden Medienwelt wird auch unsere Plattform widerspiegeln."

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1 Kommentar/e

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  • Anna Roth

    Anna Roth

    Eine großartige Idee.
    Als Autorin würde ich es begrüßen,
    wenn meine Verleger auch mit dem Themenportal kooperieren würden.

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