Gutenberg-Preis 2014 an Umberto Eco

Millionen Leser in die Buchkultur eingeführt

Der italienische Medienwissenschaftler, Semiotiker und Schriftsteller Umberto Eco erhält den mit 10.000 Euro dotierten Gutenberg-Preis 2014 der Landeshauptstadt Mainz und der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft.

Der Präsident der Gutenberg-Gesellschaft, der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, erklärt in der Medieninformation: "Mit Umberto Eco werden wir einen der ganz großen Literaten unserer Zeit ehren. Das Kuratorium für die Vergabe des Gutenberg-Preises würdigt damit die brillanten kulturtheoretischen Überlegungen des Lehrstuhlinhabers für Semiotik an der Universität Bologna, der Partneruniversität der Gutenberg-Universität Mainz, sowie den begnadeten Erzähler, der mit seinen Romanen Millionen von internationalen Lesern in die Buchkultur und die Buchgeschichte eingeführt hat. Er erfüllt damit die Kriterien für den Erhalt des Gutenberg-Preises in mehrfacher und ganz eindeutiger Hinsicht."

Die Entscheidung für Eco sei daher im Kuratorium auch einstimmig gefallen. Da Eco aus persönlichen Gründen an der Johannisnacht verhindert war, werde die Preisvergabe im zeitlichen Zusammenhang mit der Frankfurter Buchmesse erfolgen.

Als Universitätslehrer habe sich Umberto Eco gerade in den zurückliegenden zehn Jahren mit der Rolle und Bedeutung des Buches in Geschichte, Gegenwart und Zukunft beschäftigt − vor allen Dingen in seiner Liebeserklärung an die Bibliophilie "Die Kunst des Bücherliebens", München 2009. Seine Romane, darunter "Im Namen der Rose" sowie "Das foucaultsche Pendel" seien "darüber hinaus ein ganz herausragendes Bekenntnis für die schriftliche Überlieferung, für den kulturgeschichtlichen Umgang mit Bibliotheken und ein geradezu einmaliges Bekenntnis für die in den Büchern implizierte Weisheit", heißt es aus Mainz.

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