Schriftsteller kritisieren Amazon

"Ein entsetzlicher Monopolist""

"Ein widerliches, erpresserisches Unternehmen" sieht Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff in Amazon und wünscht "diesem entsetzlichen Monopolisten den Untergang": Ihr Statement ist eines von 19 Autoren, die morgen in der "ZEIT" sechs Fragen nach ihrem Umgang mit dem Onlinehändler beantworten. Unter anderen nehmen Jonathan Franzen, Daniel Kehlmann, A. L. Kennedy, Roger Willemsen, Navid Kermani, Ingo Schulze, Kathrin Passig, Rüdiger Safranski und Günter Wallraff Stellung.

Obwohl die meisten Autoren das Monopol von Amazon im Online-Buchhandel mit großer Sorge beobachten, sieht sich kaum einer von ihnen in der Lage, seinen Verlag anzuweisen, die eigenen Bücher nicht mehr über Amazon zu vertreiben. "Ich hätte es lieber, wenn die Leute meine Bücher an diesen alternativen Stellen kauften, aber ich habe auch kein Problem damit, wenn Amazon sie verkauft. Ich möchte gelesen werden", meint Jonathan Franzen.

Einige der befragten Autoren erwägen weitergehende Aktionen gegen den Versandhändler: "Allein hat das keinen Zweck, aber wenn genügend Autoren mitmachen würden, schlösse ich mich wahrscheinlich einem Boykott sofort an", überlegt Navid Kermani in der "ZEIT". Das Geschäftsgebaren von Amazon  gegenüber großen Verlagen wie Hachette in den USA und der Bonnier-Gruppe wird kritisch bewertet: "Hier liegt eindeutig der Missbrauch einer Monopolmacht vor, gegen die juristisch und politisch vorgegangen werden muss“, schreibt Günter Wallraff.

Bei Frage Nr. 6 sollten die Autoren entsprechend dem Produktbewertungssystem von Amazon eine Wertung in Sternen abgeben. Von fünf möglichen Sternen erreichte Amazon in der Autoren-Wertung im Schnitt nicht einmal einen ganzen Stern.

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60 Kommentar/e

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  • Harry

    Harry

    ""Ich hätte es lieber, wenn die Leute meine Bücher an diesen alternativen Stellen kauften, aber ich habe auch kein Problem damit, wenn Amazon sie verkauft. Ich möchte gelesen werden", meint Jonathan Franzen."

    Und schon bekommt der Begriff "Heuchler" sogar ein eigenes Gesicht.

  • Barnburner

    Barnburner

    Ein widerliches ganz arg grässliches Unternehmen. Pfuipfuipfui wie ekelgrauselig. Ich mag ja kaum das Geld anfassen das ich über die Verkäufe dort verdiene. Bäh bäh bäh, aber das ganz superkonsequent! Ein riesengrosses ganz finsteres schwarzes Loch soll sich auftun und den Laden verschlingen würgwürg.

    Ehrlich gesagt ist mir Franzens ehrlicher Pragmatismus lieber als das Gelaber von einem Boykott, dem man sich fast halbwegs sicher anschliessen würde, wenn nur irgendwelche anderen damit endlich anfangen würden die gerade nicht so laut rumnölen wie man selbst aber die einfach mal ein bisschen konsequenter sein und das tun sollten wozu einem selbst einfach die cojones fehlen. Das Zickenstadium hat der Pseudoprotest in seiner Mehrheit noch nicht wirklich hinter sich gelassen. Hach wie nimmt einen dieses schreckliche Unternehmen nur mit!

    Dabei wäre das alles eigentlich ganz einfach. Man könnte sich von seinem Verlag eine Aufstellung geben lassen was denn so an eigenen Titeln über Amazon verkauft wird, und könnte dann die diesbez. verdienten ekelhaften Gelder mehr oder weniger wohltätigen Zwecken spenden. Wäre etwas konsequenter und weniger unfreiwillig komisch (lächerlich wäre etwas zu hart, oder?) als das Geld einzustecken aber medienwirksam in Ohnmacht zu fallen und mit dem Riechsalz rumzuwedeln.

  • Wolkenfels

    Wolkenfels

    Tja - das Empfinden einer Lewitscharoff werden wir uns ja alle sicher zum Vorbild nehmen. War das nicht die "Retortenbabies sind Monster"-Dame?
    Wenn das alles so schlimm ist, warum gibt es dann ihre Bücher bei Amazon? Scheinheilig.
    Ja, man kann das Monopol beklagen. Aber Amazon eine schlechte Wertung geben? Muss man nicht eher allen Konkurrenten die schlechte Wertung geben, weil sie es nicht schaffen, etwas adäquates entgegenzusetzen?

  • IF

    IF

    Die Anti-Amazon Stellungnahmen werden immer grotesker. Glücklicherweise entscheidet immer noch der Kunde, welches Angebot ihm zusagt. Wer mehrmals die Aussage bekommt "hamwer nich, schweiß nicht, wann datt wieder reinkommt", bestellt dann doch lieber beim bösen Onlineanbieter.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    Der Kunde kauft wo und was er will zum genehmen Preis.
    der Autor will gelesen werden und verdienen.
    Der Verlag bezahlt den Autor und sucht nach Vertriebswegen.

    Kunde und Autor sollten sich aus der Debatte raushalten. Allein den Verlagen bleibt vorbehalten, über Vertriebswege und Ökonomie nachzudenken. Dazu können sie sich die Händler als Partner an den Tisch holen, müssen aber nicht. Sie haben ein preissetzendes Monopol.

    Man könnte auch sagen: ... welches jetzt von Amazon aufgelöst wird.

  • Ulrich Maske

    Ulrich Maske

    Nun schreiben unter Tarnnamen wieder die Versteher und Verteidiger des kleinen a ... Warum nicht mit offenem Visier?

  • Karl-Heinz Schmidt (Tarnname!)

    Karl-Heinz Schmidt (Tarnname!)

    @ Ulrich Maske

    Was ich immer nicht verstehe ist die Sucht nach "Klarnamen"..!??!
    Was habe ich davon wenn ich weiß, ob jemand Horst Müller heißt? Wir dadurch alles besser? Fühlt man sich dadurch besser? Ist das was "psychologisches"?
    Was ist es????

  • Beinharter Businessbuchhändler

    Beinharter Businessbuchhändler

    @ franz.wanner

    "Allein den Verlagen bleibt vorbehalten, über Vertriebswege und Ökonomie nachzudenken"

    Hüstel, also das würde ich als Autor aber ganz anders sehen. Als Autor möchte ich mein Produkt bestmöglich vermarktet wissen. Und über Ökonomie, also die Kohle, würde ich als Autor sowieso nachdenken. Und wenn irgendein Schlaffi-Verlag im Vertrieb nur Larifari veranstaltet, bin ich als Autor aber ruckzuck weg.

  • Pseuder Nüh

    Pseuder Nüh

    Weniger als einen Stern gibts bei a. nicht.
    a. hat kein Monopol, sondern ist Marktführer. Ich kaufe z. B. gern bei buch.de.

    Diese Kampagnen sind unfreiwillige Werbung für a.

    Grüße

  • franz.wanner

    franz.wanner

    @ Beinharter Businessbuchhändler

    genau dies habe ich gesagt.
    Wenn der Verlag nicht für Kohle sorgt, ist der Autor weg.
    Wenn der Verlag nicht für eine große Leserschaft sorgt, ist der Autor weg.

    Wenn der Verlag ein dickes Honorar zahlt und die große Leserschaft für umsonst glücklich macht... dem Autor ist es Recht. Kontrolle durch Lesereisen und breites Feuilleton.
    Viel verkauft heisst ja nicht viele Einnahmen.

    Also soll sich der Autor aus dem Vertriebsweg raushalten. Viele Leser UND viel Geld - das sind die billigen 1-Euro-Wegwerfgeschichten, deren Wert eben quantitativ und qualitativ unter dem einen Euro bleiben.
    Ändert sich erst, wenn der Autor tot ist.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    @ Pseuder Nüh

    ist "Marktführer" eine Art Makel?
    Im Marktgeschehen wohl eher nicht. Nur bei ohne Markt.
    Das passt dann. Da hat man dann die höchsten Ansprüche, will aber geführt werden... billigst sogar.

  • Theodor Ickler

    Theodor Ickler

    Ich kaufe jede Woche bei amazon, nicht nur Bücher. Sehr guter Dienstleister. Wo ist das Problem?

  • IF

    IF

    "Allein den Verlagen bleibt vorbehalten, über Vertriebswege und Ökonomie nachzudenken"

    Hallo??? Die Verlage entscheiden mitnichten. Sie vertreiben ihr Sortiment dort, wo der Kunde ist. Und wenn der bei Amazon ist, dann ist das so.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    @ 13. IF
    Blödsinn.
    Das Schicksal verhandelt nicht. Jammern zwecklos.
    Aber die Verlage können entscheiden, ob sie sich den Kundenwünschen stellen oder sich andere Kunden suchen.

  • Thorben-Finn

    Thorben-Finn

    Ich finde diese Tarnnamen-Feiglinge entsetzlich.
    Wie soll man denn da wissen, ob man zustímmen oder gegenreden soll, wenn man nicht weiß, wer es geschrieben hat?
    Sich etwa mit dem Inhalt einer Aussage auseinander setzen? Soweit kommts noch!

  • Edith S.

    Edith S.

    Naja, es ist schon auffällig, dass die Amazon-Versteher und -Rechtfertiger immer "Buchkunde" oder "Dortverkäufer" heißen, und immer den "alteingesessenen Buchhändlern" Verharren in einem imaginären Elfenbeinturm, Ewiggestrigkeit, Grenzdebilität usw. unterstellen.

    Fragt sich dann doch irgendwann, ob man auf diese Weise als Mietschreiberling das kärglich bemessene ALG2 heimlich aufbessern kann. Denn allen Ernstes kann man Amazon nicht rechtfertigen: Der Markt wird durch Verdrängung (etwas, was man noch vor kurzem Hugendubel und Thalia nachsagte) aufgelöst, die Verlagslandschaft geschädigt (wer ist denn am nächsten am Autoren dran?), von Lohndumping oder den Arbeitsbedingunen in Amazon-Lagern (Trinkmöglichkeiten, Toilette aufsuchen) ganz zu schweigen, wie auch von ständigen Versuchen, Gesetzeslücken aufzuspüren und gnadenlos auszunutzen oder dem Vorenthalten der Steuer ("Luxemburger Modell"), bei gleichzeitiger weidlicher Nutzung der Infrastruktur eines Landes.

    Wer, der klaren Verstandes ist, will tatsächlich einen Markt, in dem wir nur einen einzigen Teilnehmer auf der Anbieterseite haben? Dazu einen so gewissenlosen, der selbst "Mein Kampf" vertreibt, wenn es sich für ihn rechnet. Nein, Amazon ist eine Gefahr für den Buchhandel. Egal, in welchem Land.

    Da noch drüber zu reden mit irgendwelchen Möchtegernmarkterklärern, ist vertane Zeit.

  • Thorben-Finn

    Thorben-Finn

    Wer also nicht in den amazon-pfui-Chor miteinstimmt ist entweder ein Troll oder dafür bezahlt? Ist es diese Paranoia, die Sie dazu trieb, ihren Nachnamen abzukürzen, oder warum haben Sie Angst, sich mit Klarnamen hier einzutragen?

    "Der Markt wird durch Verdrängung (etwas, was man noch vor kurzem Hugendubel und Thalia nachsagte) aufgelöst" - fast könnte man glauben, Wachstum und die damit einhergehende Veränderung der Marktstruktur ist ein natürliches Phänomen in einer mehr oder weniger freien Wirtschaft? Ich bin schockiert.

    Lohndumping - natürlich ist es höchst verwerflich, wenn ein Unternehmen versucht, für möglichst wenig Geld ein für sich möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Pfui.

    Das mit den Be- und Entwässerungsmöglichkeiten ist unschön, aber beileibe kein auf amazon beschränktes Phänomen. Seltsamerweise lese ich im Börsenblatt aber nie, wie asozial Hugendubel ist, wenn ein Verkäufer pro Stockwerk eingeteilt ist und drei Stunden nicht pischern kann.

    "Wer will tatsächlich einen Markt, in dem wir nur einen einzigen Teilnehmer auf der Anbieterseite haben?"
    Sozn.
    "der klaren Verstandes ist" Achso, ok, niemand.

    "Da noch drüber zu reden mit irgendwelchen Möchtegernmarkterklärern, ist vertane Zeit." Stimme zu, diskutieren ist widerlich und einer Demokratie nicht angemessen, wenn man genauso gut autoritäre Lobbyarbeit leisten und den Staat als Schergen einspannen kann.

    Mit freundlichen Grüßen, ein für seine andere Meinung Hochbezahlter

  • Michael F. Simon

    Michael F. Simon

    Neue Gehaltsstrukturen bei Hugendubel siehe http://www.hugendubelverdi.blogspot.de/2014/07/750 -euro.html

    Gehälter bei Thalia Tochtergesellschaften 2012:
    http://www.boersenblatt.net/520162/

    Wie hoch ist der Betrag den Weltbild-DBH und Thalia durch verfehlte Expansion in der Fläche vernichtet haben und wo stünde Amazon heute in Deutschland, wäre diese Summe von den Großfilialisten ins Internetgeschäft investiert worden?
    Wieviel versteuern die Familien Kreke, Otto und der Thaliainvestor Advent in Deutschland und in welchem Maß profitieren auch sie von den Steuergesetzen von denen Amazon profitiert?
    Warum spricht niemand mehr über die Zerstörung innerstädischer Einkaufsstraßen durch ECE und die diversen Immobilieninvestoren in sogenannte Fachmarktzentren am Rande der Stadt?
    Und wieso kann man bei einer Fülle von Mitbewerbern überhaupt vom Monopolisten Amazon reden?

  • Nur kein Neid

    Nur kein Neid

    Das Verhältnis zwischen Buchhandel und Amazon kann man am besten mit einem Satz beschreiben...... "Mit Erfolg schafft man sich Neider" 😄

  • Edith S.

    Edith S.

    Da muß ich ja einen Treffer gelandet haben, wenn Amazon gleich drei Lohnschreiberlinge auf einmal vorschickt...

  • Heinzi

    Heinzi

    @Edith S.: Glückwunsch zum gefestigten Weltbild! Wenn jemand andere als die eigene Meinung hat, muss das ja auf einer internationalen Bestechungs-Verschwörung beruhen.
    In Wahrheit ist Amazon noch viel perfider: die bestechen jeden Tag hunderttausende von Kunden, damit sie bei A. einkaufen, und das nur, um den einzig wahren und guten Buchhandel zu schädigen!

  • Kleine Sortimenterin

    Kleine Sortimenterin

    Frau Edith S., das sind keine richtigen Schreiberlinge,
    das ist nur eine Datei, die losgeschickt wird, sobald
    ein Artikel zu Amazon erscheint, man merkt es an
    den immer gleichen stupiden Sätzen, das schafft
    kein bezahlter Schreiber auf Dauer.

  • Verkaufnix

    Verkaufnix

    @Edith S., @ Kleine Sortimenterin: Es schon ein Ausdruck von Arroganz, Argumente gegen die eigene Haltung als "Lohnschreiberlinge" oder gar "Datei" zu diffamieren. Natürlich kommen immer wieder pro Amazon-Kommentare bei den entsprechenden Artikeln. Vermutlich einfach deswegen, weil dieser Handelsriese nicht ohne entsprechende Wertschätzung eines größeren Teils der Konsumenten niemals diese Stellung erarbeitet hätte. Natürlich muß man sehr aufpassen, wo die Reise im Handel hingeht und kein Mensch kann sich ein Monopol ernsthaft wünschen. Dem gegenüberzutreten wird allerdings mehr als Scheuklappen und Diffamierungen der Amazon-Anhänger benötigen. Der Ansatz geht sicher in die Hose.

  • Branchester United

    Branchester United

    @ Theodor Ickler: Falls das für Sie ein Problem sein sollte: Verschwinden des Einzelhandels in Ihrerm Ort/Ihrer Stadt. Schon mal drüber nachgedacht?

  • Edith S.

    Edith S.

    Danke, kleine Sortimenterin.

    Die sich Ihrem Beitrag anschließende "Polemik" unterstreicht Ihre Aussage ja ganz dick. Sie haben ein wahres Wort gesprochen.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    Soooo...
    Klar, hier sagt nicht nur jeder seine Meinung, sondern hat zudem noch absolut die richtige! Mit einer Klitzekleinigkeit Distanz ist das schon wieder spannend - die fremde richtige Meinung meine ich.
    Aber worüber wird eigentlich rumgemeinert?
    Klarnamen, Markttransparenz, Gewinnstreben und einen vermeitlich zu beschützenden Kunden. Und natürlich den viel zu kleinen eigenen Anteil am Kuchen.
    Ist das nun ein böser oder eher der gute Markt? Und wer sind die Teilnehmer? Und wer gestaltet den Markt? Immer die entschlossene Minderheit mit einem konkreten Ziel und dem Willen, dieses umzusetzen. Mit allen (legalen) Mitteln! Das Ergebnis nennt sich dann Erfolg!
    PS
    Und jeder einzelne Kunde gehört auch zur entschlossenen Minderheit und will eben nur sein Anliegen umsetzen.

    Der allgemeine Weltfrieden und Eiapopeia gehören nicht zum Markt und nur nebenbei Auch-Erscheinungen, aber nie die tragenden Zielstellung.

  • Kleine Sortimenterin

    Kleine Sortimenterin

    Trolle kennzeichnen sich durch stupides Schreiben
    der immer gleichen Texte aus, sie "stören" die
    Diskussion eines Forums und haben sicher unterschiedliche
    Motivationen, wie Bezahlung eines Artikels, Spaß
    an der Störung etc. Läßt sich leicht an diversen Namen
    hier festmachen, wenn z.B. die Redaktion anmerkt,
    es solle einer mit seinen Selbstgesprächen aufhören.
    Verkaufnix, das hat nichts mit Amazon zu tun, wenngleich
    die Schreiberlinge gerne Amazon benutzen, um die
    Buchhändler hier zu stören.
    Deshalb wäre ich auch für eine Anmeldung und der
    Vergabe einer Kennung.
    Wie war es doch gleich in der Aussage des Börsenvereins:
    Der Buchhandel sind wir.

  • IF

    IF

    All den Buchhandels-, Verlags- und Autorenbeschützern sei angeraten, sich wenigstens ein einziges Mal um die entscheidene Person zu kümmern: Den Kunden!

    Den nämlich hat das böse A. ständig im Blick.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    @ Kleine Sortimenterin

    Stellvertretend für "alle" mag das ja witzig sein: "Der Buchhandel sind wir."
    Ansonsten nur: sehr annonym, sehr allumfassend, sehr unkonkret, sehr rechthaberisch, sehr denunzierend und sehr sehr inhaltsfrei.

    einerlei ob drollig oder trollig - so richtig rechtschaffend... äh Recht schaffend.

  • Edith S.

    Edith S.

    Sie, "IF", übersehen, daß Amazon nur deshalb so "gut" zu Kunden sein kann, weil es gewisse Regeln, die für den Markt in Deutschland gelten, nicht befolgen muß.
    Welcher deutsche Buchhändler würde nicht gerne auf Steuerzahlungen in Deutschland verzichten?
    Steuern, mit denen u. a. die Straßen gebaut wurden, auf denen die Bücher zum Kunden transportiert werden. Aus Polen z. B., wo die Lagerhaltung so günstig ist. Wo deutsche Verlage ihre Titel mit erhöhten Lieferkosten, die sie gefälligst selbst tragen dürfen, zuvor hinschicken dürfen.
    Ich möchte übrigens fast wetten, daß kein Amazonmitarbeiter zugleich Amazonkunde ist. Weil er dafür einfach nicht genug Geld verdient.

    Ihre Idee der Forenanmeldung jedoch, Kleine Sortimenterin, finde ich gut. Es würde den Mietschreibern und Dateiversendern ihre "Arbeit" etwas erschweren.

  • Verkaufnix

    Verkaufnix

    @Kleine Sortimenterin: Ja, hier tummeln sich -wie auf vielen anderen Plattformen- Trolle. Und natürlich benutzen sie gerne die Berichte über Amazon, um zu provozieren. Nur muß man zwischen Trollen und durchaus argumentierenden Kommentaren unterscheiden. Wenn die Redaktion feststellt, dass hier jemand Selbstgespräche führt - bitte einfach löschen.
    Amazon ist sicher -nicht nur für den Buchhandel- eine sehr massive Bedrohung. Nur: ich habe den Eindruck, dass es immer eines "Feindbildes" bedarf, an dem man sich abarbeiten darf. Es ist noch nicht lange her, da waren es Thalia und Hugendubel, die für ihre teilweise aggressive Expansionspolitik an den Pranger gestellt wurden. Nun hat man einen neuen, wohl noch gefährlicheren Gegner ausgemacht. Und schiesst sich auf diesen ein. Verbal, versteht sich. Plötzlich werden alte Gegner zu Verbündeten und schmieden Allianzen gegen den neuen großen Gegner. Es fehlt ein wenig an Kontinuität und vor allem an Konzepten, dieser Entwicklung entgegenzutreten. Mir persönlich imponiert da die Herangehensweise der eBuch-Mitglieder. Hier werden permanent neue Ansätze gesucht und gefunden, um die eigene Leistungsfähigkeit im Wettbewerb zu verbessern und somit die Position im Markt zu stärken. Das ist agieren, nicht reagieren. Und so, nur so, kann man einer Quasi-Monopolisierung gegenübertreten. Nicht auf die Anderen schauen, sondern selbst nach Verbesserungsmöglichkeiten, Stärken und Schwächen suchen. Dafür muß man den Markt beobachten, die Wünsche der Kunden analysieren und Strategien entwickeln. Jammern oder Verteufelungen helfen da aus meiner Sicht nicht (und das beziehen Sie bitte nicht auf sich).

  • IF

    IF

    Liebe Edith S.,

    Sie machen es sich viel zu einfach, wenn Sie glauben amazons Kundennähe habe ausschließlich damit zu tun, dass es "Regeln" nicht befolge. Welche Regeln meinen Sie eigentlich? Die gesetzlichen können es nicht sein, die befolgt Amazon nämlich durchaus.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    Recht hat er, der Verkaufnix.
    Schuhmacher, Sattler, Polsterer und viele andere geschätzte handwerkliche Traditionen sind ausgedünnt. "Händler" nicht minder.
    Das hat nichts mit Qualität zu tun. Es waren immer Preis und Menge (auch der Preis), die Ihnen das Genick gebrochen haben.

    Und genau dies war der Ausgangspunkt der Debatte. für Autoren, Verlage und Händler:
    Wie generiere ich eine ausreichende Verkaufsmenge zu einem auskömmlichen Preis? Wie und womit?

    Kompetenz, Freundlichkeit und Service geben da längst keine Sicherheit mehr.
    Bei einer gesetzlichen Preisbindung obliegt es den Verlagen in der Distribution für Chancengleichheit zu sorgen. Es geht nicht um Lebenshilfe, sondern um Chancengleichheit.
    Vielleicht sollten die Verlage den Gesetzgeber bitten, Ihnen einen gebundenen Händlerpreis abzuverlangen?

  • IF

    IF

    "Vielleicht sollten die Verlage den Gesetzgeber bitten, Ihnen einen gebundenen Händlerpreis abzuverlangen?"

    Wollen Sie wirklich zurück zum Sozialismus? Der hat nun wirklich NICHTS vollbracht.

  • Andrea

    Andrea

    Auch auf die Gefahr hin als Amazon-Schreiberling hier diffamiert zu werden, möchte ich doch mal ein differenziertere Meinung dazu äußern.
    Um es mal vorab zu sagen und mich hier zu legitimieren: ich bin gelernte Buchhändlerin, die nicht mehr in diesem Beruf arbeitet, sondern die Branche gewechselt hat.

    Ich kann verstehen, dass Amazon als Bedrohung gesehen wird und auch mit seinen Entscheidungen eine große Angriffsfläche bietet für Kritik und Bedenken.
    Ich kann nicht verstehen, dass man sich hier im Börsenblatt und in der Branche so auf dieses eine Unternehmen einschießt, als sei dieses allein an der Krise, Umsatzrückgängen, Flächenschwund usw. Schuld.

    Amazon hat eine Lücke gefüllt in Deutschland zu einer Zeit wo der Onlinehandel im Bereich Buch von keinem so recht ernst genommen wurde. Nur darum konnten sie so groß werden hierzulande. Es gibt durchaus Länder, wo amazon nicht Fuß fassen konnte, weil hier andere Onlinehändler den Markt schon besetzt hatten und sich durchgesetzt haben.
    Hat man zu lange geschlafen ist amazon jetzt eine Marke - und wird nur schwer wegzuradieren sein aus dem Bewußtsein der Käufer.
    Selbst wenn man jetzt erfolgreich amazon bekämpft und wie durch ein Wunder dieses Unternehmen vom Markt in Deutschland verschwindet, wird es nur eine Frage der Zeit sein bis diese Position von einem anderen Anbieter besetzt wird. Und ich sehe im deutschen Buchhandel im Moment nicht so richtig die Kompetenz und den Willen sich auf diesem Markt durchzusetzen, abgesehen von den größeren Filialisten... die aber mit ganz eigenen Problemen zur Zeit zu kämpfen haben. Dann wird ein neues Feindbild entstehen und alle können wieder weiter Jammern und Wehklagen.
    Die guten alten Zeiten kommen nicht mehr wieder. Der Onlinemarkt ist ein Fakt. Das Käufer ihre Bücher gerne online kaufen, ist ein Fakt. Ebooks sind ein Fakt.
    Und all das wird zwar von amazon bespielt, aber wird nicht mit amazon verschwinden.

    Und obwohl auch der deutsche Buchhandel und seine größeren Filialisten vor allem so ihre eigene Geschichte haben mit Konditionenpoker, Lohneinsparungen, arbeitsrechtlichen Grenzfällen... wird das hier doch wenig erwähnt und noch weniger kommentiert. Es ist im Moment einfach so schön, dass man einen Schuldigen hat für die Krise im Buchhandel: amazon!

    Ich finde es traurig und nicht zukunftsweisend, immer nur auf dieses eine Unternehmen zu schauen und zu jammern. Ich glaube nach wie vor, es würde dem Buchhandel gut tun, wenn man sich mal im Detail anschaut, was amazon beim Verbraucher so interessant macht und daraus Schlüsse für eine eigene Strategie ziehen würde. Konstruktiv damit umgehen und die eigenen Stärken entwickeln. Nur so wird das meiner Meinung nach was. Aber die Konstruktivität, die Visionen "Buchhandel 2020" z.b., ein wirklich schlüssiges Konzept für Handel und ebooks, bei dem alle vom Verlag bis Buchhändler an einem Strang ziehen... so etwas vermisse ich. Statt dessen verschwenden wir Energie über einen Marktteilnehmer zu diskutieren und dessen Entscheidungen, die keiner von uns ändern kann. Das Börsenblatt allen voran.
    Schade und vertane Zeit!

  • franz.wanner

    franz.wanner

    @ Andrea

    danke

    @ IF
    Wirklich niemand braucht sich dafür zu interessieren, was nicht gewünscht wird.
    Bleibt die Frage: Was wird gewünscht, angestrebt oder erhofft?
    Immer wieder wird großen und erfolgreichen Unternehmen vorgeworfen, sie missbrauchten Marktmacht.
    Aber zwischen Nutzen und Mißbrauch liegen Welten.
    Amazon verhilft nur den Verlagen zur eigenen kritischen Sichtung. Wenn der Einzelverlag sich nicht zu wehren weiss, gegen unbillige Forderungen... nun, genau dafür gibt es Verbände. Und die gemeinsame Position erzwingt das Nachdenken, was man denn nun positiv eigentlich will!

    Die Erinnerung an bessere Zeiten bringt auch nichts. Da liegen die Alternativen auf der Hand.

  • Edith S.

    Edith S.

    Liebe IF,

    lesen Sie doch einfach noch einmal meinen Beitrag (keine Datei!), bevor Sie nachfragen, was dort bereits erläutert wurde.
    Kleiner Hinweis: Zahlen Sie auch Ihre Steuern in dem Land, in dem Sie Ihre Gewinne erwirtschaften?

  • Merfelle

    Merfelle

    @ Andrea

    Auch ich bin gelernter Buchhändler, der den Buchhandel als Branche verlassen hat. Und ebenso stimme ich Ihrem Post voll zu. Guter und realistischer Beitrag!

  • IF

    IF

    Liebe Edith,

    steuerlich erwirtschaftet A. die Gewinne eben nicht in Deutschland. Das mag ungerecht sein, aber doch geltendes Recht. Und "Regeln" wie ich sie verstehe macht immer noch der Gesetzgeber nicht der Buchhändler.


  • Edith S.

    Edith S.

    Liebe IF,

    hat man Ihnen das so im Amazon-Seminar "Lohnschreiben Tl. 1" so vermittelt? Sogar mit diesem kleinem rhetorischem Feingriff ""Regeln" macht der Gesetzgeber nicht der Buchhändler", der hauchzart diffamieren und dem geneigten Leser ein Lächeln abringen soll, um ihn ganz sanft auf Ihre Seite zu ziehen?

    "Der größte Trick den der Teufel je gebracht hat war die Welt glauben zu lassen es gäbe ihn nicht."

  • Thorben-Finn

    Thorben-Finn

    Liebe Edith S.,

    ICD-10 F.22.0, ich bin sicher Ihre Krankenkasse übernimmt die Behandlung.

    Eine um Ihre Gesundheit besorgte, aber leider nicht dafür bezahlte Datei

    Liebe Kleine Sortimenterin,
    bei Ihrem Techniklverständnis verstehe ich langsam, warum Ihnen der Online-Handel wie der anscheinend doch existierende Teufel selbst vorkommt.

  • Edith S.

    Edith S.

    Au weia, Thorben-Finn,

    fehlen die Argumente oder sieht man sich in der Defensive, wird der Andersdenkende eben diffamiert. So nennt man bei Amazon gerne mal eine Gewerkschaft den "Grinch" oder unterstellt Psychosen.

    Was haben Sie, d. h. Ihr kleines Marketingprogramm, denn noch zu bieten, wenn es nicht so rund läuft mit dem Versprühen der Amazon-Philosophie?
    "Redet nicht mit Edith S.?"
    "Kauft nicht im Buchhandel!"

    Oder sind Sie hier nur "privat" unterwegs und versuchen verzweifelt, eine äußerst unangenehme F52.2 zu überspielen?
    Dann mein Verständnis und mein Mitgefühl. Es ist sicher schwierig, so zu leben.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    Albernheiten!
    bitte noch mal den Artikel lesen:
    Scheinbar schwelgen alle am Problem, niemand will es gelöst haben.
    (kommentar 33)
    Die Frage (für mich), brauchen die Verlage neben amazon noch einen Handel? Bis zu welchem Preis?
    Oder werden Handelspannen in Marketingkosten gemodelt?
    (Jedenfalls ist es ein anerkennenswerter Erfolg von amazon, dass sich die Frage nicht umdrehen lässt.)

  • verraten und verkauft

    verraten und verkauft

    @andrea:" Und obwohl auch der deutsche Buchhandel und seine größeren Filialisten vor allem so ihre eigene Geschichte haben mit Konditionenpoker, Lohneinsparungen, arbeitsrechtlichen Grenzfällen... wird das hier doch wenig erwähnt und noch weniger kommentiert."
    Und genau so ist es Und es sind nicht nur die Filialisten. Wer bombadiert die Nebenmärkte mit Schütten voller Tabu-Ramsch, bestückt Spiegelbestsellerlisten, und vertreibt als Monopolist bei Kaufland, Toom, Tedi, Rewe und, und Co. ? Wer gräbt dem altbemühten Buchhandel massiv Umsatz ab? Und zahlt seinen Mitarbeiter/innen 6,50 Euro Brutto die Stunde? Ist es nicht die Firma Buchpartner im Besitz von KNV und Oliver Förster?
    Ein Monopolist. Wurde eigentlich einmal ansatzweise festgestellt wieviel Umsatz diese Nebenmarkt-
    Platzierungen dem stationären Buchhandel entziehen?
    Aber Hauptsache man hat ja Amazon, die vergleichsweise, gut zahlen als Feindbild! Vielleicht mal einfach in die eigen Reihen schauen, Da soll es auch Buchhändler/innen geben, die für 5,- Euro die Stunde, brutto, knechten. Von wegen: schlechte Lage und Amazon und E-Book. Ausbeutung in purster Form.
    Und von Praktikantengehältern bei renomierten Verlagen sprechen wir erst besser garnicht.

  • Verkaufnix

    Verkaufnix

    Werte Edith S., die einzige, die hier diffamiert und polemisiert, sind eigentlich Sie. Argumente haben Sie bis dato nicht wirklich eingebracht, dafür jeden, der anderer Meinung war oder wagte, mit Argumenten zu diskutieren, jegliche Existenzberechtigung abgesprochen. Das ist arrogant und am Ende einfach nur peinlich. Mit Leuten wie Ihnen kann und will man nicht diskutieren. Das geht nur mit Argumenten. Und: Klar bin ich bei Amazon als Datei angestellt und versuche so, mein kärgliches Dasein aufzubessern.

  • Thorben-F. (Rest bleibt geheim, sonst holen mich die Untertassen)

    Thorben-F. (Rest bleibt geheim, sonst holen mich die Untertassen)

    Liebe Edith,
    ich lerne halt von den besten. Nicht nur mit Verweis auf die Gekauftheit anderer Meinungen kann man sich der Notwendigkeit, darauf einzugehen entledigen. Auch die Infragestellung der geistigen Gesundheit des Gegenübers ist, wie ich von der Frankfurter Schule lernte, ein absolut legitimes Mittel.
    "Redet nicht mit Edith S." - würd ich ja gern, aber leider bin ich ja nur eine Datei, die noch dazu unter dem Mindestlohn bezahlt wird.
    Andererseits - wieviel muss (darf?) ich Ihnen zahlen, damit Sie mir beibringen, in welchem Maß ich Kritik an tapferen anti-amazon-Kampagneros üben darf, ohne dass mir von technischen Illiteraten die Menschlichkeit abgesprochen wird? Und für welchen Aufschlag verraten Sie mir, wie ich telepathisch erkenne, wer für's posten bezahlt wird. Keine Telepathie nötig, sagen Sie? Man muss einfach nur anderer Meinung sein als Edith S.?

  • Thorben-F. (Rest erst nach Bezahlung sichtbar)

    Thorben-F. (Rest erst nach Bezahlung sichtbar)

    Nur am Rande: 46 Beiträge und noch keiner hat sich über das überschüßige Anführungszeichen im Titel echauffiert? Muss ein neuer Rekord sein.

  • IF

    IF

    Ich fühle mich nicht diffamiert, da ich die jüngste Einlassung der Edith in ihrem Sinn nicht erfasse.
    Wie dem auch sei, lamentiere Sie weiter und sitze weiter wie das Kaninchen vo der Schlange, statt Geschäftsmodelle zu testen, die beim Kunden auch auf Interesse stoßen.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    unsäglich... nach den Albernheiten kommen die Kindereien.

    Und "IF": Können Sie bei Ihrem Ideenreichtum auch mal in Vorleistung gehen?
    Und nicht nur Ätzen?

  • IF

    IF

    Lieber Herr Wanner,

    wie wäre es, sich bei amazon einfach einmal die guten Seiten abzuschauen? Amazon verändert täglich seine Homepage, um den Verkauf zu optimieren. Oft sind es nur Nuancen (ein Button hier, ein Button dort), die über Verkaufserfolg oder -mißerfolg entscheiden. Vorbildlich aus meiner Sicht jedenfalls diese Testkultur, der Mut, einmal etwas auszuprobieren. Dieser Mut fehlt nach meiner Einschätzung im stationären Handel vielfach.
    Vorbildlich auch der Umgang mit Umtausch und Reklamation (natürlich auch abseits der Ware Buch). Wo ich beim Händler oft wortreich erklären (und beweisen) muss, dass ein Schaden nicht auf meinem Verschulden beruht, tauscht Amazon einfach um oder schreibt gut (und das bar und nicht als bloße Gutschrift).
    Dem geneigten Amazonnutzer fallen sicher viele Gründe ein, warum er einen Kauf dort vorzieht, statt den Händler um die Ecke zu bemühen. Nach diesen Gründen sollte der (Buch)handel fahnden, statt sich in Amazonbashing zu ergehen.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    zum 50. an IF

    Sie mögen amazon. Gut, meinethalben...
    Aber wenn Sie sich als unbedingter, absoluter und ausschließlicher Verteidiger von amazon begreifen (ich hatte amazons Leistungen gewürdigt), stören Sie doch nicht eine Erörterung der Ängste der Existenzen neben amazon. Oder wollen Sie denen die Existenzberechtigung absprechen?
    Wenn Sie aber genau da teilnehmen wollen, dann nicht als "Vernichter" sondern als Beitragleistender.
    Was ist also mit Ihrem Ideenreichtum?

  • IF

    IF

    zum 51.
    Warum möchten hier eigentlich einige Teilnehmer den anderen vorschreiben, was sie zu tun oder wie sie teilzunehmen haben?
    Ich bin nicht hier, um mir den Kopf der Buchhändler zu zerbrechen. Ideen müssen diese Marktteilnehmer schon selbst kreieren.Ich kann nur Mut wünschen.

    Ja, ich mag Amazon. Und damit bin ich nicht alleine, denn nur so ist ja die Angst vor diesem großen Konkurrenten zu erklären. Niemals würde ich aber irgendwem die Existenzberechtigung absprechen, wo soll ich das getan haben? Aber: Kreative Geschäftsmodelle und Verkaufsmethoden sind gefragt. Wie wäre es z.B. mit Krimi-Dinner in der Buchhandlung, Verköstigung schwedischer Spezalitäten zum neuen Mankell, Leserreise auf den Spuren des Homo Faber?

  • ballaballa

    ballaballa

    Juhhu!!!!
    Amazon ist anders als wir - Spendenkonto 004.
    A loop is a loop is a loop is a loop.
    Schicke neue buttons, kann ich auf meiner Fernbedienung in der S-Bahn ausprobieren-tooooooll.

  • IF

    IF

    Ein wirklich diskussionswürdiger Beitrag Frau/Herr balla.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    zum 52. IF

    eigentlich ist das alles nur noch Gedudel...
    Trotzdem:
    Betrachten Sie Ihren Beitrag genauer!
    Niemandem das Existenzrecht absprechen? sie tun es zweifach, zudem mit Hohn!
    - als bekennender Onliner, würden die vorgeschlagenen Events nutzen? Als Event oder als Buchkäufer? Mit oder ohne Eintritt? Und bei schlechtem Wetter? Unterschätzen Sie die Vorabinvestition nicht.
    - Wenn Sie das online-Geschäftsmodell und Amazon immer als einzige Alternative zum Gejammer preisen, dann verabschieden Sie alles andere schon.
    Und zum Dritten feiern Sie den billigen Moment ohne die absehbaren Kosten der Zukunft zu sehen. (will ich jetzt nicht ausführen)

    Und, Sie haben erklärt, wie Sie die Motivation für Ihre Beiträge NICHT herleiten. Was ist Ihre Motivation?

    Ich bleibe dabei: die Verlage haben es in der Hand und die Fähigkeit zur Kalkulation.
    Wenn sie ihre Autoren nicht verprellen wollen, brauchen sie hohe Verkaufzahlen zu guten Preisen.
    Wollen Sie sich nicht einem Distributionsmonopolisten ausliefern wollen, dürfen sie diesen nicht bevorteilen., damit Chancengleichheit herrscht. Die Händler führen dann zugunsten des Verlages den Wettbewerb über die Verkausmenge zu gleichen Grundbedingungen und nicht, weil ihnen unterschiedliche Handelsspannen bessere Möglichkeiten verschafft.
    Solange die Verlage dem Effizienzgedanken dickerer Bündelungen nachhängen, schaden sie sich und den eigenen Produkten. Stückware eben...
    Und faseln Sie jetzt nicht wieder vom Sozialismus!

  • G.Schlossen

    G.Schlossen

    Ja Herr Wanner,sie haben recht mit allem,was sie sagen. Aber ich wette,die kleinen Herren Neoliberalisten werden sie damit auch nicht mehr überzeugen. Wir waren hier schon in eiigen "threats" (heisst das so) ziemlich genau auf ihren Punkt - ohne Ergebnis.

    Ich will noch was ein wenig weniger distinguiert dazu sagen: Firmen, die versuchen, der Steuer, und damit dem Beitrag für das funktionierende Staatswesen, zu entfliehen und ihren Mitarbeiter einen möglichst geringen Teil am Gewinn zukommen lassen wollen nerven nur. Als Kunde schau ich auch gern bei Amazon rein und surfe auf der "andre Käufer interessierten sich für" -Welle. Macht Spass. und wenn ich was finde,was mich interessiert, geh ich in meine Buchhandlung und bestelle es. Das ist bequem und ich muss mich auch nicht um den blöden Paketboten kümmern. Wenn ich mal frei hab klingelt es auch dauernd an der Tür, weil jemand nicht da ist und was bestellt hat. Ich schaue jetzt immer erst, ob es ein Paket von der Oma ist und wenn nicht (also fast immer) dann sag ich sorry. Ausser natürlich, es ist für meinen Lieblingsnachbarn...

    By the way,es mag ja Leute geben, die es ganz toll finden,wenn auf einer Website dauernd was neues ausprobiert wird.Mich nervt es, wenn die Lieblingsseite mal wieder relauncht wird und ich will auch nicht dauernd mit einem Anruf oder Gewinnspiel von einer Firma angeschleimt werden. Das nervt auch. ich brauche auch nicht dauernd irgendeinen neuen supadupaallesumsonst Tarif,wenn ich mit alten ganz zufrieden bin. Ich bestelle also mein Buch da, wo ich das Gefühl hab (denn genau weiss man es natürlich nie), dass die Leute gut behandelt werden und das Klima stimmt. Sonst gibt´s auch noch andere Läden.

    Weil ich aber nicht nur Käufer, sondern auch Verkäufer bin möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass auch das Gebahren meines Arbeitgebers nervt, mich immer dazu verpflichten zu wollen, den E-Reader Schrott offensiv anpreisen zu müssen. Ich kann alle Fragen zu den Geräten beantworten (und tue das auch), aber wenn es zu dem Punkt kommt, dass der Kunde mich nach meiner persönlichen Meinung oder Verwendung fragt, dann werde ich immer antworten, dass ich es aus verschiedensten Gründen bevorzuge, nicht noch ein elektronisches Gerät produzieren zu lassen und zu besitzen. Wenn ich eine Datei will,geht die auch aufs Tab. Im übrigen brauch ich das Buch bloss aufschlagen und hab Spass.Unschlagbar.Und verschenken kann ich es hinterher auch noch. Auch hab ich keine Lust, ,mein eigenes Grab zu graben.
    Sollen die Nerds doch online bestellen, aber was hab ich damit zu tun?
    Der arme Kunde und der uninnovative Buchhandel.Ach Gottchen. Ihre Mankell Spezialitäten... gibt´s doch alles schon.Sind doch auch i.d.R. gut besucht, solche Veranstaltungen. Wer´s braucht...

    Schliesslich möchte ich auch mal darauf hinweisen, dass auch nicht alle Kunden ganz koscher sind. Es gibt solche Schweine, stecken ihren Müll zwischen die Bücher und hinterlassen eine Spur der Verwüstung . Und auch die Dummheit, die einem manchmal entgegenschlägt ist oft zum Haareraufen. Jeder Verkäufer kennt das, das gehört zu unserem Schicksal.

    Aber was soll´s, da kann man nichts machen. So wie es auch nichts hilft, darüber zu jammern ,dass die Banken es nach 20 Jahren wohl endlich geschafft haben, dem letzten Depp eine Kreditkarte aufzuschwatzen, die man nun dauernd unter die Nase gehalten bekommt, weil es womöglich auf dem Kreditkartenkonto 0,1 Prozent aufs Guthaben gibt oder erst in einer Woche abgebucht wird.Hat auch keiner was davon.

    Also bitte lieber IF, Thorben-Finn, amazonkunde usw. Bestellt doch euer Zeug oder eure Dateien bei olle Amazon. Aber versucht mir nicht zu erzählen,dass sei toll oder innovativ.

    Also bitte - nein danke.

  • if

    if

    Ja, Herr Wanner, Werbung kostet. Ohne Mut zur Vorleistung wird es nicht gehen. Was schlagen sie denn vor? Doch nicht ernsthaft, dass die Verlage a.meidet? Den Kunden erziehen zu wolken, daran ist schon die Musikindustrie gescheitert.





  • franz.wanner

    franz.wanner

    @ G.Schlossen
    "Aber was soll´s, da kann man nichts machen"
    Doch, und Sie haben es doch gerade getan. Gut so.
    Jeder wie er will. Aber es ist wichtig, wenn in einem Käufermarkt mal Stimmen hörbar werden, die nicht der schillernden Eintagsblase des Mainstreams verpflichtet sind. Nur um Alternativen zu haben, falls mal jemand wirklich (selber) über Zukunft nachdenken will. Goethe hat mal gesagt, er kenne 10 Leute, die über eine Weltanschauung verfügen... ich leider weniger.
    Meist begnügen sich die Leute mit dem Nachplappern von Fremdmeinungen. Zweifelsfreie Absolutheit statt Begründung. Autorität statt Argument.
    Siehe unser Freund...
    Ich, z.B., unterscheide bewusst zwischen Wert und Preis.
    Vieles kann ich mir nicht leisten, anderes will ich nicht, weil gegenüber dem Wert einfach zu billig. Die Differenz ist ja oft anderer Leute Elend. will ich keinen Anteil dran.

    @IF
    weder ernsthaft noch überhaupt habe ich solchen Vorschlag gemacht. Dafür etwas anderes angeregt.
    Entweder haben Sie ein Leseproblem oder Schwierigkeiten Gelesenes gedanklich zu verarbeiten.
    PS
    Denken ist ein zeitfordernder Prozess, kein Geistesblitz oder eine Zustandsbeschreibung. Es ist eine sehr qualifizierte Tätigkeit. Die man aber lernen kann. (Aber natürlich nicht muss)

  • IF

    IF

    Erstaunlich, wie persönlich einige Diskutanten immer wieder werden.
    Eine typische Reaktion in Zeiten fehlender Argumente.

    Ich bleibe dabei: Ohne eigenes Zutun wird der stationäre Buchhandel sich in der heutigen Form nicht retten können. retten werden ihn nicht die Verlage, nicht die Autoren, nicht der Gesetzgeber. Das kann er nur selbst.

    Niregndwo habe ich behauptet, dass Amazon allseligmachend ist. Aber manches macht dieser Händler eben gut. Es schadet doch nicht, sich das einmal anzuschauen.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    "sich" retten geht ohne eigenes Zutun niemals.
    "in der heutigen Form" kann sich in Zeiten des Wandels gar nichts bewahren.
    Und Handel ist das Bindeglied zwischen Produzent und Konsument, ohne die ebenfalls nichts geht.

    Aber der Vorwurf, Argumente durch persönlichen Angriff zu ersetzen, der geht immer!
    Auch wenn er selber kein Argument ist.

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