Deutscher eBook Award

Deutschlands schönste E-Bücher

Elektronische Haute Couture: Mit dem Deutschen eBook Award wurde zur Messe erstmals ein Preis für Buchkunst im digitalen Raum vergeben. Das Ergebnis sollte etablierte Verlage nachdenklich machen − die Sieger sind Seiteneinsteiger.  VON NK

Digitale Literatur kann mehr, als nur das gedruckte Buch zu kopieren. Meint der Blogger und Buchwissenschaftler Robert Goldschmidt, Initiator des ziemlich selbstbewusst "Deutscher eBook Award" benannten Unternehmens. Zur Buchmesse wurden nun von einer Fachjury erstmals die schönsten E-Books gekürt. Interessanter Weise schafften es Produktionen etablierter Verlage wie Bastei Lübbe, Carlsen oder G+U zwar auf die Shortlist − die Preise räumten ambitionierte Seiteneinsteiger ab.

In der Kategorie Enhanced eBooks gewann mit Andreas Konrad Huber gar ein 17jähriger Schüler aus Niederbayern, der für die Fahrt zur Preisverleihung am Mittwoch schulfrei erhielt. Hubers interaktives Lehrbuch "Physik 7" verwies unter anderem Produktionen von Oetinger, G+U oder der Haufe Gruppe auf die Plätze. "Die Möglichkeiten von iBooks Author als Autorentool [...] wurden didaktisch hervorragend für die mediengerechte Umsetzung von Wissenschaftsinhalten eingesetzt", heißt es in der Begründung der Jury.

Schönste eBook-App ist nach Auffassung der Jury die historische Biografie "Carl Lutz − Der vergessene Held" (DOCMINE Productions, Robin Burgauer): "In der Anwendung werden Texte, Bildergalerien und Film-Ausschnitte auf stimmige und ästhetisch hochwertige Weise miteinander verbunden", heben die Juroren hervor; den Produzenten sei "digitales Storytelling auf höchstem Niveau" gelungen.

Insgesamt konkurrierten 62 Einreichungen um den undotierten Preis; die Sieger erhalten eine Jahresmitgliedschaft bei der Online-Plattform Skobe.

Zur Jury gehörten Alexander Trommen (APPSfactory), Dirk von Gehlen (Süddeutsche Zeitung), Fabian Kern (IT-Berater), die Buchhändler Robert Stöppel und Simone Dalbert, Steffen Meier (Verlag Eugen Ulmer) und Vedat Demirdöven (Projektleiter Digitale Medien, KiWi). 

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2 Kommentar/e

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  • Galbadon

    Galbadon

    Ein paar Screenshots bzw. Beispielbilder wären nicht schlecht gewesen. Jedenfalls mehr, als unter dem Link zu finden.
    Wenn ich das recht sehe, geht es hier weniger um e-Books als um die Gestaltung von Apps. Schade, dass durch die Ausweitung des E-Book Begriffs auf Videobooks etc. die Chance versäumt wurde, wirkliche Innovationen bei der E-Buch Gestaltung, kreative Lösungen etwa des nicht seitenorientierten Layouts, zu ehren und zu fördern.

    Es ist so langweilig: wenn einem nicht einfällt, dann macht man "enhanced" - möglichst viele Medien in ein Produkt - wozu auch immer.

    Deswegen, ich hätte gerne gesehen, was das vorbildlich-innovative der beiden ausgezeichneten Programme ist.

  • Vedat Demirdöven
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