Mit Libri als Weihnachts-Partner

Tchibo will den Tolino "zum Knallerpreis" anbieten

Im Tchibo-Weihnachtskatalog "Xmas-Trends für Technik-Fans" bietet der Kaffeeröster ab dem 25. November den E-Reader Tolino Shine in einer seiner Weihnachtswelten an. Der Kaffeeröster bezieht das Vorgängermodell des aktuellen Tolino Vision 2 wie bei einer ähnlichen Aktion im Vorjahr in großen Stückzahlen vom Großhändler Libri. Ein Aufkleber und ein Gratis-E-Book sollen Kunden dazu bringen, als Shop "Meine Buchhandlung" einzurichten und künftig ihre E-Books im unabhängigen Sortiment zu kaufen.


Dem E-Reader ist ein Gutschein (siehe Abbildung) für den Bestseller "Endgame" von James Frey (Oetinger Verlag) als E-Book beigefügt. Nur, wenn der Tchibo-Kunde seinen Reader mit einem Partnershop aus der Gruppe "meineBUCHhandlung" verknüpft, erhält er diesen Aktionstitel gratis. Der Leser wählt auf dem Reader seine Lieblingsbuchhandlung aus und verbindet mit dieser Erstauswahl seinen tolino shine fest mit deren Online-Shop. Beim Einrichten des Geräts muss der Kunde einen Online-Shop auswählen, "meineBUCHhandlung" steht dabei an oberster Stelle, daneben finden sich die anderen Shops der Tolino-Allianz (Weltbild, Hugendubel, Thalia, eBook.de etc.).

Verknüpft ein Kunde sich mit seiner Buchhandlung, wird "Endgame" automatisch über die Cloud auf seinen Tolino gespielt. Laut Libri-Marketingleiter Truels Dentler hat sich Libri die Gutscheinaktion "Einiges kosten lassen" – obwohl Oetinger Libri mit Rabatten für das E-Book entgegen kam. Ziel der Aktion sei die Bindung der Käufer an den Onlineshop des Sortiments. Die Verknüpfung mit "meineBUCHhandlung" verspreche dem Buchhandel "Folgeumsätze weit über die Weihnachtszeit hinaus."

Dass Tchibo nicht den neuen Tolino Vision 2, sondern den Vorgänger Tolino shine anbietet, liegt vermutlich daran, dass erst auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober angekündigt wurde, dass Libri bei der Tolino-Allianz einsteigt. Zu diesem Zeitpunkt wurden die neuen Geräte erstmals angekündigt − sehr wenig Vorlauf für eine groß angelegte Weihnachtskampagne. Zudem ist es nur schwer vorstellbar, dass die Tolino-Allianz kurz nach Erscheinen bereits an Kampfpreisen für ihren neuen Premium-Reader Interesse hat.

Denn bei der Preisgestaltung des Tolino hat Tchibo vollkommen freie Hand, mit welchem Preis Tchibo ins Weihnachtsgeschäft einsteigt, will der Konzern erst zum Verkaufsstart bekannt geben. "Der Tolino shine ist ein solides Einsteigermodell und passt gut zu unseren Kunden. Wir werden ein Knaller-Angebot vorlegen", teilt Tchibo-Sprecherin Helen Rad auf Anfrage von boersenblatt.net mit. Vergangenes Jahr hatte Tchibo einen Sony-E-Reader unter Einkaufspreis der Libri-Kunden angeboten, was bei Teilen des Buchhandels für Unmut gesorgt hatte. Über einen eigenen E-Book-Shop verfügt Tchibo nicht – der Verkauf des E-Readers ist eher eine Marketing- und Kundenbindungsaktion zu Weihnachten. In diesem Jahr bietet der Kaffeeröster auch eine Helene-Fischer-Schmuck-Kollektion, Tablets und rustikale Möbel an.  

"Diese Aktion wird mehrere Ziele erreichen: Die Marke Tolino wird erneut gestärkt, und der unabhängige Buchhandel ist der kompetente Lieferant auch beim Digitalen Lesen. Und dass die Folgeumsätze bei der ausgewählten Buchhandlung bleiben, finde ich besonders gelungen", sagt Hans-Peter Kübler, Geschäftsführer bei Libri.

Hier geht es zum Tchibo-Prospekt.

Schlagworte:

Mehr zum Thema

25 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • ElvisBeatle

    ElvisBeatle

    Für das unabhängige Sortiment gibt's hohe Einstiegshürden für den Tolino-Verkauf - und nun werden die Teile im Kaffeekaufhaus verschleudert? Seltsame Strategie....

  • Reisender

    Reisender

    @ElvisBeatle: Egal was und wie, hier wird immer gemeckert. Es handelt sich beim Tolino Shine offensichtlich um ein Auslaufmodell (e-Ink statt Carta). Wenn das nun mit einem Gutschein mit zwingender (!) Verknüpfung zu einer lokalen Buchhandlung unters Volk gebracht wird, wo ist der Schaden fürs Sortiment? Die Technikaffinen werden den neuen Vision im Buchladen kaufen, die Schnäppchenjäger über die Gutscheinverknüpfung des Shine direkt in eine lokale Buchhandlung umgeleitet. Das ist kostenlose Kundenwerbung!

  • Ingeborg Gollwitzer

    Ingeborg Gollwitzer

    Finde das etwas 'anrüchig'. Vor allem will Libri seine Vormachtstellung weiter ausbauen - aber durch Libris Strategien findet man ohnehin nur unklar durch.
    Was nützt da alles 'buy local' ... immer mehr flöhen die Kunden bereits, bevor sie in die Buchhandlung gelangen - und die können womöglich in vielen Fällen überhaupt nicht liefern - gehen also immer seltener in die Läden.
    Erleb' ich ja an mir: Wenn ich mal wieder vergebens den örtlichen Einzelhandel abgeklappert habe, bleibt nur noch der Gang zum Bildschirm. Hinzu kommt: Parkplatznot in den Innenstadten, Parkgebühr in den Sammelgaragen und oft weite Wege. An dieser Kaufunlust 'local' geht auch so einiges auf die Stadtverwaltungen, die die Kunden oft geradezu aussperren. .

    Ich sehe das alles mit Schrecken.

    Großem Schrecken - und das seit fast zwei Jahrzehnten absehbar. Spätes Erwachen! .

    Ingeborg Gollwitzer

  • Ingeborg Gollwitzer

    Ingeborg Gollwitzer

    Finde das etwas seltsam'. Vor allem will Libri seine Vormachtstellung weiter ausbauen - auch Libris Strategien .
    Was nützt da alles 'buy local' ... immer mehr flöhen die Kunden bereits, bevor sie in die Buchhandlung gelangen - und die können womöglich in vielen Fällen überhaupt nicht liefern - gehen also immer seltener in die Läden.
    Erleb' ich ja an mir: Wenn ich mal wieder vergebens den örtlichen Einzelhandel abgeklappert habe, bleibt nur noch der Gang zum Bildschirm. Hinzu kommt: Parkplatznot in den Innenstadten, Parkgebühr in den Sammelgaragen und oft weite Wege. An dieser Kaufunlust 'local' geht auch so einiges auf die Stadtverwaltungen, die die Kunden oft geradezu aussperren. .

    Ich sehe das alles mit Schrecken.

    Großem Schrecken - und das seit fast zwei Jahrzehnten absehbar. Spätes Erwachen! .

    Ingeborg Gollwitzer

  • ElvisBeatle

    ElvisBeatle

    @Reisender:
    Ich will gar nicht meckern, ich wundere mich nur. Wir unabhängigen Sortimenter bekommen keine Tolinos (ein superguter Reader übrigens!) für den Verkauf, auch keine alten. Jedenfalls nicht ohne erst einmal Verkaufsmöbel zu erwerben, eine Schulung ist (glaube ich) auch Pflicht.

    Wir könnten natürlich als Endverbraucher auftreten und einfach bei den Kollegen von Thalia oder so welche kaufen (verdienen tut man eh nichts daran), aber die Nachteile dieses Weges liegen auf der Hand.

    Stattdessen landet dieses gute Produkt nun zwischen dem anderen Tchibo-TCM-Ramsch und wird von nicht fachkundigen Leuten verkauft. Das soll nicht überheblich klingen, aber die wirklich einfach ist das Handling vor allem für Nicht-PC-Affine dank DRM nicht.

    Ich fürchte, dass das Produkt und die Marke durch solche Aktionen schaden nehmen. Daher: Seltsame Strategie!

  • Mooni

    Mooni

    "mit welchem Preis Tchibo ins Weihnachtsgeschäft einsteigt, will der Konzern erst zum Verkaufsstart bekannt geben."

    Im Katalog steht der Preis doch schon drin.
    Da steht: "E-Book-Reader Tolino Shine 69,95"

  • IF

    IF

    Das ist aber auch böse, dass Nichtbuchhändler auch Literatur nebst Zubehör verkaufen.Und das ohne Beratung, die auf Risiken und Nebenwirkungen hinweist. Schrecklich!

    Bitte aufwachen, wir schreiben 2014.

  • Mausebärchen

    Mausebärchen

    @ Ingeborg Gollwitzer:

    Vielen Dank für "Wenn ich mal wieder vergebens den örtlichen Einzelhandel abgeklappert habe, bleibt nur noch der Gang zum Bildschirm. Hinzu kommt: Parkplatznot in den Innenstadten, Parkgebühr in den Sammelgaragen und oft weite Wege. An dieser Kaufunlust 'local' geht auch so einiges auf die Stadtverwaltungen, die die Kunden oft geradezu aussperren."

    Bei den ganzen (nicht im Geringsten negativ gemeint) Buy-Local-Aufforderungen wird das nämlich meistens "vergessen". Wie oft bin ich bei der Umsetzung des guten Vorsatzes, alles im lokalen Einzelhandel zu kaufen, schon gereizt in den Läden angekommen, weil es ein regelrechter Kampf war, überhaupt in die jeweilige Innenstadt zu kommen. Dass im Einzelhandel nicht immer alles verfügbar ist, ist eine Sache, aber wenn man sich dann nach dem mehr oder weniger erfolgreichen Einkauf nach der Zahlung horrender Parkgebühren (falls jetzt Stimmen laut werden möchten, dass man ja einfach nur mit dem ÖPNV fahren braucht - das ist wieder ein eigenes Thema, und weder kostengünstiger noch nervenschonender) wieder nach Hause kämpft und dann für das nicht Erhaltene halt doch wieder am Rechner sitzt (weil die Alternative des Bestellens im Laden eine erneute Reise dorthin mit sich ziehen würde), lässt man sich irgendwann von "versandkostenfrei", "sofort lieferbar" etc. dazu verleiten, gleich alles online zu bestellen. Unfreundliches/borniertes/ahnungsloses Verhalten desselben in vielen Läden treibt potenzielle Kunden auch in die Onlineshops. Da können engagierte Einzelhändler leider noch so tolle Aktionen auf die Beine stellen, wenn das "Drum herum" geradezu dagegen arbeitet.

  • Mausebärchen

    Mausebärchen

    So sollte der Satz eigentlich lauten:
    Unfreundliches/borniertes/ahnungsloses Verhalten des Personals in vielen Läden treibt potenzielle Kunden auch in die Onlineshops.

  • ElvisBeatle

    ElvisBeatle

    @ 7. IF: Offensichtlich kapieren Sie es nicht, ich bemühe mich um noch mehr Klarheit:
    Die Tolino-Allianz hat das Produkt entwickelt und sich vorbehalten, den Tolino nur in Filialen der Allianz-Mitglieder anzubieten. Das ist völlig legitim.
    Im Media-Markt zum Beispiel gibt es die Geräte meines Wissens nicht, dort werden aber eine Menge anderer Reader präsentiert.
    Für Buchhändler, die nicht der Tolino-Allianz angehören, ist es bislang nicht möglich, einfach Tolinos beim Barsortiment zu bestellen und zu verkaufen (was wir aufgrund der Güte des Modells gerne würden!).
    Zwar wird der Markt in Kürze auch für Nicht-Allianzler geöffnet, aber die verpflichtende Anschaffung Verkaufsmöbeln für mehr als 600 Euro ist eine Hürde, die kaum zu nehmen ist; zudem war die Rede von speziellen Schulungen für die Reader, um auch kompetent beraten zu können.

    Von mir aus kann Tchibo soviele Reader und Bücher verkaufen wie man möchte, mich stört auch nicht, das LIDL einen Online-Buchshop betreibt.
    Ich finde die Strategie nur, wie mehrfach gesagt, seltsam - der Tolino darf bei Tchibo verkauft werden, nicht aber im unabhängigen Buchhandel, wo sehr viel Nachfrage besteht und wo wir ihn sehr gerne anbieten würden.
    Investitionen von 600 Euro in ein Möbel, für das wir einfach auch keinen Platz haben, machen es uns aber unmöglich, zumal an den Geräten selbst kein Cent verdient werden kann/soll/ werden wird.

    Abschließend sei darauf hingewiesen, dass sowohl der E-Reader-Verkauf als auch das Reklamationsmanagement (wegen des dummen DRMs ist das Handling nicht einfach) eine hohe Fachkenntnis verlangen. Wenn diese, wie bei Tchibo, nicht gegeben ist sehe ich die Gefahr, dass die Akzeptanz des E-Readings und der Marke "Tolino" beschädigt wird.

    Ist jezt klar, was ich meine?

    PS: Frau Gollwitzer, Parkplatzprobleme sind hier nicht das Thema, auch nicht das Thema online/offline.

  • Tim

    Tim

    Schade nur, dass die eBook-Auswahl bei den Shops aus meineBUCHhandlung deutlich geringer ist, als die Auswahl auf Libris eigener Seite ebook.de. Von/zu William Gibson findet man auf ebook.de 49 ebooks auf den Partnershops lediglich 13.

  • Kleine Sortimenterin

    Kleine Sortimenterin

    Mausebärchen, nicht alle sind unfreundlich, aber das nur
    nebenbei.
    Mich würde interessieren, ob die Tchibo-Mitarbeiter auf
    den Tolino geschult werden, wenn es von den Buchhändlern verlangt wird, muß es die Kaffeeverkäuferin
    ja auch können. Das andere wäre die Anbindung an Libri,
    die ja so einiges kostet, wenn ich an deren e-buch Verkauf
    partizipieren möchte, sollte ich bislang 500 Euro im Jahr
    zahlen. Plus noch die Verkaufsmöbel, nein Danke, da
    mache ich lieber drei Büchertische bei Messen und lasse
    den Tolino sein. Es bleibt ja noch Libreka.

  • Sortimenter

    Sortimenter

    @ElvisBeatle:
    Tchibo verkauft den tolino shine nur über den online Shop. Genau das können wir doch auch? Dazu muss man sich kein Möbel kaufen.

  • ElvisBeatle

    ElvisBeatle

    @Sortimenter: Danke für den Hinweis. Als die Sony-Aktion lief habe ich aber auch Geräte im stationären Tchibo-Handel gesehen - wogegen erstmal nichts spricht.

    Online anbieten kann man als unabhängiger den Tolino doch nur dann, wenn man einen Libri-Webshop hat, oder?

    Aber der Kunde ist bei uns im Laden, will das Gerät sehen und dann ggf. auch spontan und sofort kaufen. Da kann ich Ihn doch nicht auf den Online-Shop verweisen? Ich könnte höchstens anbieten, das Teil selbst zu bestellen.
    Das ist vielleicht auch die Lösung des Problems: Wir kaufen Reader bei Tchibo, der Telekom oder Thalia und verkaufen sie dann im Laden weiter. Da es sich um nichts Preisgebundenes handelt, können wir auch ein paar Euro mehr nehmen, der Kunde ist ja mündig und kann entscheiden ob ihm der Einkauf samt Beratung und Beschwerdemanagement bei uns ein paar Euro mehr Wert ist.

    An dieser Stelle zeigt sich, wie brüchig die Strategie der Tolino-Allianz mit ihren blöden Verkaufsmöbeln ist.
    Noch ein letzter Hinweis an dieser Stelle: Beim Einkauf der Reader zahlen die unabhängigen Händler nicht weniger als die Endverbraucher - wenn man sich an die vorgegebenen VK hält. Da kann man die Sachen auch gleich im Handel kaufen.

  • Weltbildler

    Weltbildler

    @ ElvisBeatle

    So richtig informiert sind Sie aber auch nicht, oder? Logisch, dass Tschibo dieses Jahr die Tolinos anbietet und nicht mehr Sony. Libri ist ja erst kürzlich in die Tolino Allianz mit eingestiegen. Und Libri gehört, wie eben Tschibo auch, über einige Firmenverflechtungen der Familie Hertz. Ist somit auch logisch, dass Tchibo nicht für irgendwelche Möbel zahlen muss und logisch auch, dass es im ureigensten Interesse von der Fam. Hertz liegen muss, ihre eigene Ware so oft wie möglich zu verkaufen.

    Und Ihr Argument der Schulung greift nun auch nicht so wirklich. Meinen Sie denn ernsthaft, die Weltbild und Jokers Mitarbeiter seien umfassend und rechtzeitig geschult worden? Dort werden die Tolinos ja schon seit mehr als zwei Jahren verkauft. Es gab anfangs keinerlei (!) Schulung. Die Anweisung war, man solle sich das Ding privat mit nach Hause nehmen und sich da mal mit auseinander setzen. (Natürlich ohne Anrechnung von Arbeitszeit).
    Heute turnen in vielen Weltbild Filialen sogenannte Tolino Promoter rum. Billigkräfte, die nur für 4 bis 6 Wochen eingestellt wurden, um die Tolinos im Weihnachtsgeschäft an den Mann, die Frau zu bringen.

  • Sortimenter

    Sortimenter

    @ElvisBeatle:
    Gute Idee eigentlich. Gerät bei Tchibo kaufen, dann im Laden verkaufen. Und für unseren Kunden gibt es dann sogar noch ein eBook gratis.

  • ElvisBeatle

    ElvisBeatle

    @Weltbildler:
    Boah, ist das anstrengend hier...und irgendwie auch sinnlos, da es immer Leute gibt, die nur das Verstehen, was sie (miss-)verstehen wollen.

    Was Sie anführen, ist mir alles bekannt. Natürlich ist es logisch, dass Tchibo jetzt Tolinos verscherbelt und nicht mehr die Auslaufmodelle von Sony.

    Ich versuche lediglich darauf hinzuweisen, dass die Strategie der Tolino-Allianz, die am Anfang noch schlüssig und nachvollziehbar wirkte, immer seltsamer und inkonsequenter zu werden scheint. Die Allianz-Mitglieder selbst ziehen nicht alle an einem Strang, so wirkt es auf mich.
    Diese Allianz ist brüchig, trotz aller Erfolge. Die Interessen liegen halt doch nicht so nah beieinander wie anfänglich postuliert.

    Ich finde das bedauerlich und halte die Strategie für falsch, da die erfolgreiche und gute Marke "Tolino" über kurz oder lang beschädigt werden wird.

  • H. M.

    H. M.

    Die Tolino-Reader sind doch schon längst z. B. bei Conrad Electronic erhältlich (sogar in den Filialen), online auch bei Real und Otto. Irritierend ist eher der geplante Kampfpreis von Tchibo.

  • Kleine Sortimenterin

    Kleine Sortimenterin

    an H.M. Das habe ich gestern auch gesehen, Conrad
    bietet den Tolino an und schreibt dazu, daß der Kunde
    dann unabhängig von Buchhandlungen sei.
    Danke, lieber Conrad, ich werde demnächst nicht
    mehr dort bestellen.
    Waren es nicht die Leute von Conrad, die zu Thalia wechselten? Was soll der Spruch, lieber Conrad!

  • 'Galbadon

    'Galbadon

    Den Tolino - das alte Modell - gibt es durchaus auch bei Saturn und dem Media-Markt, zumindest hier bei uns. Und siehe an: der Verkäufer nennt den Vorteil, dass man bei einer Vielzahl von Buchhandlungen kaufen kann, andes als bei Kindle. So schon mal nicht schlecht und besser als Conrad.

    Ich habe es ja schon oft geschrieben - es wäre wünschenswert, wenn die Kunden beim Buchhandel auch die E-Buch Kompetenz sehen würden. Dafür wäre es aber auch nötig, dass dort mehrere Modelle und Preisklassen vertreten wären. Vor daher ist die Libri Strategie der hohen Einstiegshürden beim Tolino zwar verständlich, aber nicht besonders konstruktiv.
    Und Schulung zum Tolino (oder zum Pocketbook): Ich habe bisher noch keinen einzigen Buchhandel erlebt, in dem ich kompetent beraten worden wäre. Von Aussagen wie "den Verkaufen wir nur" (Weltbild) bis zum Scheitern bei der Erklärung des Benutzermenüs (Schriftgröße einstellen) war alles dabei. Immerhin, bei einigen konnte man das E-Buch wenigstens im Laden kaufen (Anmeldung bei WLAN und kaufe über den Shop). Aber die Beratung zur Hardwäre war in allen Läden Murks. Schlimmer kann Tschibo auch nicht sein.
    Liebe Frau Gollwitzer: Ich kann Ihren Frust nachvollziehen. Aber man kann "local" im im Internetz kaufen - ich kaufe meine Bücher online beim örtlichen Buchi, auch die E-Bücher. Als Schmankerl kommt dann manchmal noch der Fahrradkurier, da kann ich es kaum erwarten, wenn der völlig durchgeschwirtze, erschöpfte und schnaufende Kurier mir ein Buch bringt - umso lieber dann bei einer schönen kühlen Apfelschorle gleich im Lieblingssessel entspannen mit dem gegen Schweißflecken gut geschützen Buch.

  • IF

    IF

    Warum diskutieren Sie hier? Ausschließlich Elvis ist doch der große Checker! Ohne Typen wie ihn würden Millionen verzweifelte Tolinokäufer ratlos vor ihrem Gerät sitzen.

  • Kleine Sortimenterin

    Kleine Sortimenterin

    War vorhin nochmal im Conrad-Shop, bei dem einen Tolino
    wird auf den Einkauf bei Thalia hingewiesen, bei dem anderen Reader steht dann, man sei unabhängig von
    Buchhandlungen. Vermutlich ist das ganze nicht sonderlich
    durchdacht, die haben irgendwas getextet. Oder hat Thalia
    ein Affiliate mit Conrad geschlossen? Also, Galbadon, sind
    die auch nicht besser als die Buchhandlungen, die keine
    Ahnung haben (ich war auf einer Schulung mit über 50
    Buchhandlungen aus der Region und das hat die MVB
    organisiert!)! Wer auch immer uns hier dauernd anfährt,
    diese Einzelbeispiele können stimmen, müssen aber
    nicht stimmen. Könnte auch Stimmungsmache gegen
    den Buchhandel sein.

  • Ingeborg Gollwitzer

    Ingeborg Gollwitzer

    Es zeichnet sich doch immer mehr ab, dass alles Digitale am örtlichen Sortiment einfach vorbei geht.
    Da hätte der Verband viel besser Vorsorge tragen müssen.

    Und dann die Händler-Rabatte dort! Nehmt mal einen KNV-Katalog mit Spielen, CDS usw, in den die Endpreise eingedruckt sind (!) und dann vergleicht mal die 'gewährten' Rabatte auf der KNV_Seite. Muss man bloß einen Schlüssel eingeben. Die decken ja oft nicht mal die Transportkosten ins Sortiment.
    Wie sich das bei Libri und Köhnemann verhält, weiß ich nicht.
    Aber es m ü s s t e n bessere Rabatte möglich sein, da viele dieser Produkte ja noch billiger VK als bei KNV angeboten werden.

    Das alles ist ein ziemlicher Schlamassel.

  • Jens Bartsch

    Jens Bartsch

    Die Frage, wie es sich bei Libri und Könemann verhält, die ist fix beantwortet. Libri bietet via eBook.de den Endkunden selbst ein weit breiteres Sortiment an, als das Sortiment, welches uns als Buchhandlung für unseren Könemann/Libri-Shop zur Verfügung gestellt wird. Willkommen im Haifischbecken!

    "Es zeichnet sich doch immer mehr ab, dass alles Digitale am örtlichen Sortiment einfach vorbei geht" sagen Sie und haben völlig recht damit. Aber diese Entwicklung war absehbar, was sie leider auch nicht besser macht.

  • Ingeborg Gollwitzer

    Ingeborg Gollwitzer

    Seit so vielen Jahren habe ich vor dieser Entwicklung gewarnt! Es geht ja noch viel mehr am Sortmiment vorbei, als derzeit in der Diskussion ist.

    Allerdings steht bei dieser Entwicklung bald auch die Preisbindung in Gefahr. Aber Gottseidank bin ich in einem Alter, wo mich das eigentlich kaltlassenkönnte. Ich werde doch hoffentlich in einem weiteren Leben nicht nochmals zum Buchhändler verdammt werden!

    • Informationen zum Kommentieren

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    • Mein Kommentar

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

      Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

      (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
      CAPTCHA image
      Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

      * Pflichtfeld