Bildergalerie: Die Bibliothek der Gerüche

Die Schnupperausstellung von Nicola Bardola

Sehen, Hören und Riechen: „Die Bibliothek der Gerüche“ hieß eine multisensorische Ausstellung der japanischen Künstlerin Hisako Inoue, die im Münchner Museum Villa Stuck am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen ist. Papierzusammensetzung, Druckverfahren, Lagerung und die Benutzung von Büchern durch den Menschen hinterlassen olfaktorische Spuren. Während eines Stipendiums in München ist Inoue diesen Spuren nachgegangen.

Sehen, Hören und Riechen: „Die Bibliothek der Gerüche“ hieß eine multisensorische Ausstellung der japanischen Künstlerin Hisako Inoue, die im Münchner Museum Villa Stuck am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen ist. Papierzusammensetzung, Druckverfahren, Lagerung und die Benutzung von Büchern durch den Menschen hinterlassen olfaktorische Spuren. Während eines Stipendiums in München ist Inoue diesen Spuren nachgegangen.

© Nicola Bardola

Im Vestibül der Villa Stuck lud die erste Vitrine mit verschiedenen antiquarischen Büchern die Besucher ein, sich über Lesezeichen, gepresste Blumen, Stockflecken oder Mottenfraß Gedanken zu machen. Die traditionsreiche Geruchskultur in Japan (Tee-, Blumen-, Duftzeremonien) ist durch den gegenwärtigen Trend der Geruchsbekämpfung bedroht. Von der umfassenden Desodorierung sind inzwischen auch Bibliotheken betroffen, wo Buchreinigungsmaschinen desinfizieren und desodorieren.

Im Vestibül der Villa Stuck lud die erste Vitrine mit verschiedenen antiquarischen Büchern die Besucher ein, sich über Lesezeichen, gepresste Blumen, Stockflecken oder Mottenfraß Gedanken zu machen. Die traditionsreiche Geruchskultur in Japan (Tee-, Blumen-, Duftzeremonien) ist durch den gegenwärtigen Trend der Geruchsbekämpfung bedroht. Von der umfassenden Desodorierung sind inzwischen auch Bibliotheken betroffen, wo Buchreinigungsmaschinen desinfizieren und desodorieren.

© Nicola Bardola

Während ihres Aufenthalts in München 2016 sammelte Hisako Inoue Gerüche von rund 70 Büchern bei Freunden und in Buchhandlungen und Antiquariaten. Die Genres spielten dabei keine Rolle.

Während ihres Aufenthalts in München 2016 sammelte Hisako Inoue Gerüche von rund 70 Büchern bei Freunden und in Buchhandlungen und Antiquariaten. Die Genres spielten dabei keine Rolle.

© Nicola Bardola

Eine Auswahl von 22 Büchern wurde von der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio sensorisch ausgewertet. Die Ergebnisse wurden in Netzdiagrammen dargestellt.

Eine Auswahl von 22 Büchern wurde von der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio sensorisch ausgewertet. Die Ergebnisse wurden in Netzdiagrammen dargestellt.

© Nicola Bardola

Die Ausstellung fordert die Besucher auf, die wissenschaftlichen Ergebnisse selbst zu überprüfen und mit dem eigenen Geruchsempfinden zu vergleichen.

Die Ausstellung fordert die Besucher auf, die wissenschaftlichen Ergebnisse selbst zu überprüfen und mit dem eigenen Geruchsempfinden zu vergleichen.

© Nicola Bardola

Nicht immer wecken die Gerüche angenehme Assoziationen. Bei dieser Ausgabe von Friedrich Schiller dominiert eine Mischung aus „gebrauchter Kleidung“ mit „ranzigen“ und „fischigen“ Komponenten.

Nicht immer wecken die Gerüche angenehme Assoziationen. Bei dieser Ausgabe von Friedrich Schiller dominiert eine Mischung aus „gebrauchter Kleidung“ mit „ranzigen“ und „fischigen“ Komponenten.

© Nicola Bardola

Mit Hilfe eines GCMS-Geräts (Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Koppelung) wurden weitere Bücher analysiert. Aus besonders intensiv riechenden Titeln wurden Geruchsbestandteile isoliert.

Mit Hilfe eines GCMS-Geräts (Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Koppelung) wurden weitere Bücher analysiert. Aus besonders intensiv riechenden Titeln wurden Geruchsbestandteile isoliert.

© Nicola Bardola

In den braunen Fläschchen befinden sich besondere Büchergerüche. Die Besucher wurden aufgefordert, diese mit den Gerüchen der anderen Exemplare zu vergleichen.

In den braunen Fläschchen befinden sich besondere Büchergerüche. Die Besucher wurden aufgefordert, diese mit den Gerüchen der anderen Exemplare zu vergleichen.

© Nicola Bardola

Hebt man die Glasglocke, hört man den eigenartigen Takt des Umblätterns von Buchseiten. In einer weiteren Soundinstallation ertönen die Geräusche, die Menschen beim Gang durch eine Bibliothek erzeugen.

Hebt man die Glasglocke, hört man den eigenartigen Takt des Umblätterns von Buchseiten. In einer weiteren Soundinstallation ertönen die Geräusche, die Menschen beim Gang durch eine Bibliothek erzeugen.

© Nicola Bardola

Ein geschlossener und begehbarer Raum, der rundherum mit bedrucktem Papier ausgepolstert wurde, lud dazu ein, Geruchsänderungen von wärmer werdendem Papier wahrzunehmen.

Ein geschlossener und begehbarer Raum, der rundherum mit bedrucktem Papier ausgepolstert wurde, lud dazu ein, Geruchsänderungen von wärmer werdendem Papier wahrzunehmen.

© Nicola Bardola

Zur Ausstellung ist der gleichnamige Katalog, herausgegeben von Michael Buhrs und Anne Marr erschienen: „Die Bibliothek der Gerüche“, Distanz Verlag, 96 S., zahlreiche farbige Abb., zweisprachig deutsch/englisch, Euro 19,80

Zur Ausstellung ist der gleichnamige Katalog, herausgegeben von Michael Buhrs und Anne Marr erschienen: „Die Bibliothek der Gerüche“, Distanz Verlag, 96 S., zahlreiche farbige Abb., zweisprachig deutsch/englisch, Euro 19,80

© Nicola Bardola

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