„Ungewöhnlichste Buchtitel des Jahres"

Thomas Spitzer räumt ab

Auf der Leipziger Buchmesse wurde der „Ungewöhnlichste Buchtitel des Jahres" des vergangenen Jahres gekürt. Thomas Spitzer stand „Wir sind glücklich, unsere Mundwinkel zeigen in die Sternennacht wie bei Angela Merkel, wenn sie einen Handstand macht".

Auch in diesem Jahr setzte sich bei der Wahl zum „Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres" ein Independent-Titel durch, den im Vorfeld niemand auf der Rechnung hatte: Thomas Spitzers „Wir sind glücklich, unsere Mundwinkel zeigen in die Sternennacht wie bei Angela Merkel, wenn sie einen Handstand macht", erschienen im Berliner Periplaneta Verlag (gegründet: 2007), machte das Rennen. Für den in Regensburg lebenden Poetry-Slammer, der knapp 16 Prozent aller Stimmen knapp vor „Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück" siegte (Nelly Arnold, Diana Verlag), war es der erste Preis überhaupt. Den dritten Platz auf dem Treppchen sicherte sich mit Jan Philipp Zymny ein weiterer Poetry Slammer: „Henry Frottey - Sein erster Fall: Teil 2 - Das Ende der Trilogie: Ein Roman in Schwarzweiß" kam auf insgesamt 11 Prozent (erschienen im Lektora Verlag).

Auffällig: auch im zweiten Jahr siegte erneut ein Titel aus einem Independent-Verlag. Bei der letzten Ausgabe wurde „Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals" (Autor: Volker Strübing, Verlag: Voland & Quist) ausgezeichnet.

Die Buch-Community wasliestdu.de verzeichnete mit über 5.000 Stimmabgaben eine rund doppelt so hohe Publikumsbeteiligung wie im Vorjahr. Die Online-Buchcommunity „Was liest Du?", die unter dem Dach der Mayerschen Buchhandlung betrieben wird, wurde unterstützt von einer siebenköpfigen Fachjury, zu der neben Oliver Kalkofe und Jürgen von der Lippe der Leipziger Buchmessedirektor Oliver Zille, der „NICHTLUSTIG"-Cartoonist und -Autor Joscha Sauer, Sascha Chaimowicz (stellvertretender Chefredakteur „NEON Magazin"), Jan Drees (Autor und Journalist, u.a. 1LIVE, „Die welt", „Rolling Stone") sowie Anne-Mette Noack (Leitung Marketing Börsenverein des Deutschen Buchhandels) zählten.

Aus den 1.123 Nominierungsvorschlägen wurde von den Community-Mitgliedern zunächst über eine 50 Titel umfassende Longlist abgestimmt, später folgte die Shortlist.

Während das Community-Voting klar von Thomas Spitzers „Wir sind glücklich, unsere Mundwinkel zeigen in die Sternennacht wie bei Angela Merkel, wenn sie einen Handstand macht" angeführt wurde, gab es bei der Jury keinen eindeutigen Favoriten und die Meinungen gingen auseinander. Unter dem Strich wurde das Jury-Ranking jedoch von Sören Siegs „Ich hab dich rein optisch nicht verstanden" (13,25 Prozent) angeführt.

Weitere Informationen inkl. Shortlist unter www.ungewoehnlichster-buchtitel.de

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