"Norderstedt ist zum größten Verlagsstandort in Deutschland geworden“

Books on Demand weiht neues Druckzentrum ein

Zur Einweihung des neuen Books on Demand-Standorts in Norderstedt begrüßten die Geschäftsführer Moritz Hagenmüller und Holger Bellmann heute rund 200 geladene Gäste, darunter Jost de Jager, Minister für Wissenschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein. VON CHRISTINA BUSSE

© Christina Busse

© BoD

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"Norderstedt ist zum größten Verlagsstandort in Deutschland geworden“, behauptete Hagenmüller, Leiter des nach eigenen Angaben europäischen Marktführers in der digitalen Buchpublikation. Mit rund 180.000 druckbereiten Titel sei BoD als Garant für Vielfalt auf einem Buchmarkt zu sehen, der sich in immer mehr Titel mit geringerer Einzelauflage auffächere. Die Zukunft des Buches sieht Hagenmüller allerdings in elektronischer Form: „Die Verlage erwartet ein jahrelanges Changemanagement. Dabei geht es darum, die Vielfalt moderner Medien nutzbar zu machen."

 

"Spiegel"-Redakteurin Isabell Hülsen zeigte Chancen für die E-Content-Nutzung auf und appellierte in ihrem Referat an die Buchbranche, jetzt zügig auf ihre Vorteile aufzubauen: „Buchkunden sind relativ träge was moderne Technologien angeht. Diesen Aufschub gilt es zu nutzen!“ Das Buch der Zukunft diskutierten auch Jonathan Landgrebe, Geschäftsführer Suhrkamp Verlag, Libri- und BoD-Chef Holger Bellmann und Helmut von Berg, Direktor Klopotek & Partner, moderiert von Bernd Adam, Geschäftsführer Deutsche Fachpresse. Konsens der Runde: Zukünftig würden Nutzer ihre Inhalte dynamisch, individuell und nach Bedarf über unterschiedliche Medien zusammenstellen. Diese Inhalte müssten einerseits von den Verlagen in Zusammenarbeit mit Autoren gestaltet und andererseits für die Nutzer greifbar gemacht werden. „Im Zuge der Digitalisierung wird es mehr geben, als unter ‚Buch’ definiert werden kann“, resümierte Landgrebe.

 

BoD, 1997 von Libri gegründet, kann auf 4.000 Quadratmetern mit 50 Mitarbeitern rund um die Uhr produzieren. Ein Paperback soll der Endkunde innerhalb von zwei Tagen in der Hand halten können. 3.000 Toptitel werden zugunsten noch kürzerer Lieferzeit bevorratet. Ein gebundenes Buch, in dem auch bei BoD noch viel Handarbeit steckt, soll in höchstens fünf Tagen über den Ladentisch gehen. Auch renommierte Verlage setzen auf BoD, um Backlisttitel verfügbar machen und Titel in kleinerer Auflage wirtschaftlich publizieren zu können.

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