Antiquariatsmessen

Schwierige Terminfindung in London

Die London-Messetermine 2019 stehen fest: die PBFA-Messe ist auf den 31. Mai und 1. Juni 2019 angesetzt (Freitag und Samstag). Die ABA-Messe beginnt ebenfalls am 31. Mai, dauert aber bis Sonntag. Zwischen ABA und PBFA hakte es aber bei der Terminfindung.

Aus dem ABA-Messekomitee gab es offenbar das Ansinnen an die PBFA, ihre zweitägige Veranstaltung um ein Wochenende vorzuziehen, was aber abgelehnt wurde. In einer Mitteilung von PBFA-Chairman Peter Moore vom 11. Juli heißt es dazu erläuternd:

"Many members are aware that the ABA 'Rare Book Fair London', which is now established at the new 'Battersea Evolution' venue, will be on different days in 2019; moving from Thursday/Friday/ Saturday as this year to Friday/Saturday/Sunday in 2019. The management committee of the ABA fair suggested that, as a result, the PBFA fair should move to the previous weekend. This was rejected and an alternative suggestion of Thursday/Friday was then made.

Our ILEC Fair Manager, Marc Harrison, issued a questionnaire to this year's ILEC exhibitors in order to seek their views on the advantages and disadvantages of moving to the two weekdays or remaining on Friday/Saturday with the inevitable clash of days. Whilst some said they would be content to move others identified disadvantages, others wanted to retain the Saturday trading. Two of the major disadvantages would be breaking down the fair and departing in the Friday evening London rush hour, and the setting up of the fair which could not begin on the Wednesday evening until about 10 p.m.

These points and several more 'advantages and disadvantages' of either changing the days of our fair, or remaining with the present arrangement, were discussed at our National Committee meeting in London on July 10th. All members of Committee were able to express their views and the decision was unanimous that the ILEC book fair in 2019 will take place on Friday May 31st. & Saturday June 1st.

It remains for the opening hours to be decided and other matters will be discussed in order to avoid as much inconvenience as possible."

Die in diesem Jahr erfolgte Verlagerung der britischen Verbandsmesse in den Battersea Park scheint eine wesentliche Rolle bei dem Thema zu spielen. Ein Zwist, wie er jetzt öffentlich wurde, ist aber normalerweise auch ein Indikator für einen noch laufenden Umbruch; der Messeplatz London ist offensichtlich in Bewegung geraten.


Sybille Wieduwilt (Frankfurt am Main), Vorsitzende des Verbands Deutscher Antiquare, der Ausrichter der Stuttgarter Antiquariatsmesse ist, und Petra Bewer (Stuttgart) als Veranstalterin der Ludwigsburger Antiquaria betonen in einer gemeinsamen Stellungnahme gegenüber boersenblatt.net die Vorzüge der terminlichen Parallelität der beiden baden-württembergischen Antiquariatsmessen:

"Die Kombination der beiden Messen hat sich bewährt. Durch die Anzahl von ca. 120 Ausstellern wird Kunden und Kollegen das umfangreichste Angebot antiquarischer Bücher und Grafiken innerhalb des deutschen Sprachraums geboten und mit der gemeinsamen Schau hochwertiger und interessanter Angebote lässt sich eine größere Werbe- und Presseresonanz erreichen. Die um einen Tag versetzten Öffnungstage, das Kombiticket für beide Messen, die gegenseitige Bewerbung unter Beibehaltung des jeweiligen Messeprofils machen einen Besuch beider Messen interessant – Stuttgart-Ludwigsburg wird Ende Januar als Saisonauftakt zu einem Mekka für Bücherfreund*innen."

Dass der Verband die Ludwigsburger Kolleginnen und Kollegen gewissermaßen aufforderte, ihre Verkaufsveranstaltung auf das Wochenende vor der Stuttgarter Messe vorzuziehen – das scheint undenkbar. Beide Messen würden – unter den heutigen Marktgegebenheiten – vermutlich ganz erheblich unter einer Entkoppelung leiden … (und das gilt unbeschadet der Tatsache, dass beide Messen in früheren Zeiten tatsächlich überhaupt nicht miteinander verknüpft waren).

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