Barnes & Noble bilanziert Mai bis Juli

US-Buchkette mit Millionenverlust

Die US-Buchhandelskette Barnes & Noble hat im ersten Quartal (1. Mai − 30. Juli) seines laufenden Geschäftsjahrs 913,9 Millionen Dollar (circa 814 Millionen Euro) erwirtschaftet − 6,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Prozentual zweistellige Umsatzeinbußen verzeichnete das Nook-Segment.

Mit 6,6 Prozent gab es im ersten Geschäftsquartal ein deutlich größeres Umsatzminus für Barnes & Noble als im Geschäftsjahr 2016 (1. Mai 2015 − 30. April 2016) mit einem Minus von 3,1 Prozent. In der Folge hatte CEO Ronald D. Boire Mitte August seinen Hut nehmen müssen.

Im Retail-Segment, das die Ladengeschäfte und BN.com umfasst, erzielte Barnes & Noble im ersten Quartal (1. Mai − 30. Juli) des aktuellen Geschäftsjahrs einen Umsatz von 881,7 Millionen Dollar (-6,1 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahrs). Beim Nook-Geschäft (Inhalte, Geräte und Zubehör) brach der Umsatz um 24,5 Prozent auf 41,0 Millionen Dollar ein (zum Vergleich: im Geschäftsjahr 2016 war der Nook-Umsatz um 27,4 Prozent gesunken).

Das EBITDA von Barnes & Noble insgesamt lag laut Bilanzmitteilung bei 9,6 Millionen Dollar (Mai−Juli 2015: 28,0 Mio. Dollar). Ohne die Sonderkosten im Zuge der Umstrukturierungen (s.u.) läge das konsolidierte EBITDA bei 24,7 Millionen Dollar. Unterm Strich bleibt ein Netto-Verlust von 14,4 Millionen Dollar, im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2015 (bis 1. August) betrug der Netto-Verlust 34,9 Millionen Dollar.

Weitere Ergebnisse des ersten Geschäftsquartals nach Segmenten:

Retail:

  • EBITDA: 17,6 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum: 45,3 Mio. Dollar)
  • Operativer Verlust: 7,4 Millionen Dollar (im Vorjahr gab es einen Gewinn von 20,5 Mio. Dollar). Hier hätten sich Aufwendungen in Höhe von 7,9 Millionen Dollar für Restrukturierungsmaßnahmen (mit dem Ziel künftiger Kostensenkungen) ausgewirkt, so Barnes & Noble.

Nook:

  • EBITDA: minus 7,9 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum: minus 17,3 Millionen Dollar)
  • Operative Verlust: 14,0 Millionen Dollar (im Vorjahr war der operative Verlust mit 26,2 Mio. Dollar fast doppelt so hoch). Als Grund für den neuerlichen Verlust führt das Unternehmen Kosten in Höhe von 7,2 Millionen Dollar im Zuge des Outsourcing von Nook-Diensten und durch die Schließung der Büros in Kalifornien und Taiwan an.

Ausblick

Aufgrund der Ergebnisse des ersten Quartals geht Barnes & Noble nun davon aus, dass der Umsatz auf Basis vergleichbarer Ladenfläche im laufenden Geschäftsjahr 2017 zu einem niedrigen einstelligen Prozentsatz gegenüber dem vorigen Geschäftsjahr sinken wird.

Allerdings erwartet das Unternehmen − wie bisher − wegen der Maßnahmen zur Kostensenkung ein konsolidiertes EBITDA in Höhe von 200−250 Millionen Dollar (dabei Retail: 240−280 Mio. Dollar und Nook mit einem Verlust von 30−40 Mio. Dollar).

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