Bertelsmann-Bilanz 2014

Umsatzsprung für Penguin Random House

Bertelsmann schließt das Jahr 2014 mit einem Umsatzplus ab – und das auch im Kerngeschäft: Penguin Random House erwirtschaftete im ersten vollen Geschäftsjahr nach der Fusion gut 25 Prozent mehr.

Penguin Random House hat seinen Vorsprung im Publikumsmarkt erneut ausgebaut, verzeichnete 2014 einen Zuwachs von 25,2 Prozent − auf 3,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,7 Mrd. Euro).

Begründet wird der Umsatzsprung mit einem Verweis auf Portfolioeffekte: Ins Berichtsjahr fällt ein wichtiger Zukauf in Lateinamerika; wie gemeldet erwarb die Verlagsgruppe die spanisch- und portugiesischsprachigen Aktivitäten von Santillana Ediciones Generales inklusive des brasilianischen Verlags Objetiva. Die Transaktion versetzte Bertelsmann und seine Verlagssparte in eine komfortable Lage – nach eigenen Angaben stieg die Gruppe zur Nummer eins im spanischsprachigen Literaturmarkt auf.

Operativ gelang Penguin Random House ebenfalls ein Sprung: Das Operating EBITDA erhöhte sich um 24,5 Prozent auf 452 Millionen Euro (Vorjahr: 363 Mio. Euro); die EBITDA-Marge betrug diesmal 13,6 Prozent (nach 13,7 Prozent im Vorjahr und 16,4 Prozent im Vorvorjahr). 

Als Gründe für seine Glanz-Bilanz nannte CEO Markus Dohle im Rahmen der Pressekonferenz heute vor allem ein starkes Bestsellergeschäft, Erfolge mit Kinder- und Jugendbüchern sowie Begleitbüchern zu Filmen und TV-Serien. Hinzu kam laut Dohle "eine starke Performance der US-Verlage". Weitere Daten und Fakten im Berichtsjahr 2014:

  • Meistverkauftes Buch war John Greens Jugendroman "The Fault in Our Stars" (Dutton Books; deutsch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"), von dem die Bertelsmann-Tochter nach eigenen Angaben weltweit mehr als zehn Millionen Exemplare in gedruckter und digitaler Form verkaufte.
  • Mehr als 17 Millionen Exemplare wurden international von Begleitbüchern zum Disney-Film "Frozen" (dt.: "Eiskönigin") verkauft. Auch mit Begleitbüchern zu den Kinofilmen "Gone Girl" von Gillian Flynn, "Unbroken" von Laura Hillenbrand und "The Lego Movie" sowie zu den TV-Serien "A Song of Ice and Fire" (dt.: "Game of Thrones") von George R. R. Martin und "Outlander" von Diana Gabaldon fand die Verlagsgruppe (jeweils) Dohle zufolge ein Millionenpublikum.
  • Die Zahl der verfügbaren E-Books wuchs im Berichtsjahr auf mehr als 100.000 Titel an (Vorjahr: 77.000 Titel). Unterm Strich wurden im Jahreslauf weltweit über 100 Millionen E-Books verkauft.
  • Penguin Random House steuert heute rund ein Fünftel zum Konzernumsatz bei – der 2014 nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Thomas Raabe auf 16,7 Milliarden Euro stieg (plus 3,1 Prozent).

Über die Lage bei der Verlagsgruppe Random House in Deutschland, die außerhalb des Penguin Random House-Verbunds nach wie vor unabhängig agiert, sagte Markus Dohle nichts – zumindest nichts, was auf die tatsächliche Lage schließen ließe. Was zu erfahren ist: Die deutschen Verlagen tauchten 2014 insgesamt 358 mal auf den Spiegel-Bestsellerlisten auf. E-Book-Verkäufe und Audio-Downloads seien auch hier gestiegen, heißt es – und die meistverkauften Werke des Jahres lieferte Goldmann (Titel: "Der Distelfink" von Donna Tartt und "Krähenmädchen" von Erik Axl Sund).

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