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Büchersendungen werden teurer

Die Deutsche Post erhöht ab 1. Juli die Preise für Büchersendungen. Als Grund nennt sie Kostensteigerungen in der Logistik.

Die Post will das Porto für Büchersendungen erhöhen

Die Post will das Porto für Büchersendungen erhöhen © Deutsche Post

Wie sich die Preise ändern:   

  • Der Preis für die Büchersendung Groß (bis max. 500 Gramm) steigt um 20 Cent auf 1,20 Euro.
  • Die Büchersendung Maxi (bis max. 1.000 Gramm) kostet künftig 1,70 Euro statt 1,65 Euro.
  • Auch bei der Warensendung, genutzt wird sie von Buchhandlungen und Verlagen für den Versand von Non-Books, zeigt die Preisnadel nach oben – pro Warensendung Kompakt (bis max. 50 Gramm) werden ab Juli 1,30 Euro fällig (bislang: 0,90 Euro).
  • Die Warensendung Groß (bis 500 Gramm) verteuert sich von 1,90 auf 2,20 Euro, gleichzeitig erhöht die Post hier aber die Rabatte um 30 Cent – und rechnet vor, dass somit die rabattierten Preise für die Warensendung Groß unverändert blieben.

Die letzte Preiserhöhung bei der Büchersendung und der Warensendung liegt jetzt fünf Jahre zurück – man sei um eine Anpassung nun nicht mehr herumgekommen, argumentiert die Post: aufgrund der gestiegenen Transportposten. Zudem seien weitere Investitionen nötig, um die Qualität dieser Dienstleistung langfristig zu sichern. Das Unternehmen ist sich sicher: "Mit der Preiserhöhung liegt das Entgelt für eine nationale Bücher- und Warensendung im Vergleich mit dem überregionalen Wettbewerb auf Durchschnittsniveau."

Update (22.5.): "An der Preiserhöhung führt kein Weg vorbei", Post-Manager Jens Terboven im Interview 

Update(24.5.): Der Spagat zwischen Preis und Tempo, Kommentar von Tamara Weise

Kyra Dreher

Kyra Dreher © Wiktor Dabkowski

Kyra Dreher, Geschäftsführerin der Fachausschüsse im Börsenverein, kritisiert die Preismaßnahmen. "Eine Preissteigerung von 20 Prozent auf die normale Büchersendung ist immens", betont Dreher. Sie belaste kleinere Buchhandlungen und Verlage, die dieses Produkt intensiv nutzen, besonders hart – und zu einem Zeitpunkt, in dem alle Bemühungen darauf gerichtet seien, die Folgen abgewanderter Käufer irgendwie aufzufangen. "Wir wissen aus unseren Mitgliederbefragungen, dass unterdessen gut 80 Prozent der Buchhandlungen und Verlage bestellte Bücher versandkostenfrei versenden. So ist die drastische Erhöhung des Portos zugunsten der Post einmal mehr von den Buchhandlungen und Verlagen zu schultern." 

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6 Kommentar/e

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  • D. Orie

    D. Orie

    Schreck! Schon wieder teurer! Vor 5 Jahren hat eine Büchersendung (500g) noch 0,85 € gekostet und jetzt bald happige 1,20 €. Wir versenden immer alles portofrei, da ist das schon eine erhebliche Erschwernis. Ärgerlich!

  • Markus Appel

    Markus Appel

    Die Erhöhung wurde vermutlich durch Lagerkosten nötig. Bücher- und Warensendungen werden bei der Post in der Regel zunächst "gelagert" und nach einiger Zeit irgendwann einmal zugestellt. Die Kunden, die eine Lieferung erwarten können nicht differenzieren, daß hier nicht der Versender die lange Wartezeit verursacht hat.
    Den Rekord brach bei mir eine Büchersendung, die achteinhalb Wochen unterwegs war. Da benötigt die Post schon einige teure Lagerkapazität.
    In unserer Gegend war es auch immer mal wieder Usus bei den Zustellern, daß Bücher- und Warensendungen einfach nicht mitgenommen wurden und nur eine Abholkarte zugestellt wurde. Wenn man die Zusteller oder Mitarbeiter im Postamt/in der Postagentur auf den Verstoß gegen die Beförderungsbestimmungen der Deutschen Post AG ansprach, bekam man unverschämte und patzige Antworten.
    Fazit: Es könnte alles zu einem vernünftigen Preis funktionieren, wenn man dies wollte. Schade, daß man das an entsprechenden Stellen leider nicht will.


  • Nadine Dötsch

    Nadine Dötsch

    Wer versendet denn noch mit Büchersendung, bei Lieferzeiten von 8-10 Tagen? Das kann ich mir nicht leisten. Die Kunden sind verärgert und halten uns für ewig Gestrige, die scheinbar noch per Postkutsche versenden.

  • Hans-Joachim Heinrich

    Hans-Joachim Heinrich

    Wenn man vom Postzusteller erfährt, daß Amazon seine Pakete, egal wie groß, für
    € 1,50 versendet haben möchte, dann wundert es einen überhaupt nicht, daß die Kosten für dieses Abendteuer irgendwo hereingeholt werden müssen.

  • D. Orie

    D. Orie

    Das ist nicht wahr, oder? Das wäre ja wieder eine neue Wettbewerbsverschärfung. Mein Name für Amazon = Amazorn!

  • P. Erling

    P. Erling

    Die Post sollte lieber so ehrlich sein und diese völlkommen überzogene Preiserhöhung mit den gestiegenen Vorstandsgehältern begründen - das kommt der Wahrheit wohl sehr viel näher!

    • ...

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