Deutscher Selfpublishing-Preis geht in die zweite Runde

#dspp18 – Gesucht: Das beste selbstveröffentlichte Buch

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr mit mehr als 1.800 Einreichungen geht der Deutsche Selfpublishing-Preis im Juni in die zweite Runde. Auf den Sieger des Jurypreises wartet ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, der Publikumspreis ist erstmals mit 2.000 Euro dotiert und die zehn Shortlist-Nominierungen erhalten Medialeistungen im Gesamtwert von 80.000 Euro.

Ab Freitag, 1. Juni, können sich unabhängige Autoren auf der Webseite www.selfpublishing-preis.de mit ihren selbstveröffentlichten Titeln für die Auszeichnung bewerben. Zum Start wird unter anderem auch über Werbung auf Zeit Online zur Teilnahme am Preis aufgerufen. Eingereicht werden können Bücher aller Genres – egal, ob Belletristik, Kinderbuch, Krimi, Ratgeber oder Sachbuch.

Die Bekanntgabe und Verleihung des Jurypreises sowie des Publikumspreises, der in einer Online-Abstimmung ermittelt wird, findet am Mittwoch, 10. Oktober, um 14:00 Uhr im Lesezelt auf der Frankfurter Buchmesse statt. Veranstalter des Wettbewerbs sind die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH und der Selfpublisher-Verband e. V.

 

Eine Bühne für die Vielfalt

„Ziel des Deutschen Selfpublishing-Preises ist es, die inhaltliche, gestalterische und herstellerische Qualität vieler selbstverlegter Bücher über die jeweilige Community hinaus bei weiteren Lesergruppen bekannt zu machen. Sichtbarkeit und Verfügbarkeit im Buchhandel – in der Buchhandlung vor Ort genauso wie in den dazugehörigen Online-Shops – sind zentrale Voraussetzung dafür, dass Titel sich bestmöglich verkaufen. Und genau diesen Brückenschlag wollen wir leisten“, sagt Andrea Schneemeier, Managerin Unternehmenskommunikation bei der MVB. „Aus diesem Grund gibt es zusätzlich zu den beiden dotierten Preisen auch in diesem Jahr das umfangreiche Vermarktungspaket für alle zehn Titel der Shortlist in Höhe von 80.000 Euro. So können wir gleich mehrere Titel einem großen Publikum vorstellen. Das ist nur möglich, weil unser breit aufgestelltes Partnernetzwerk uns auch 2018 wieder tatkräftig unterstützt“, ergänzt Vera Nentwich, Vorsitzende des Selfpublisher-Verbands.

 

Die Auszeichnung öffnet Türen

Für die österreichische Autorin Madeleine Puljic war die Auszeichnung mit dem ersten Deutschen Selfpublishing-Preis 2017 für ihren Trilogie-Auftakt „Noras Welten / Durch den Nimbus“ ein Karriereschub: „Durch den Deutschen Selfpublishing-Preis habe ich deutlich mehr Anerkennung in den Medien und vor allem in der Buchbranche erfahren", sagt Puljic, inzwischen lebe sie ausschließlich vom Schreiben, "meine Bücher werden bei renommierten Publikumsverlagen veröffentlicht. Dadurch habe ich die Möglichkeit, meine Herzensprojekte zu verfolgen und für meine Leser sowohl als Selfpublisherin als auch als Verlagsautorin neue Geschichten zu erzählen.“

Monika Pfundmeier, die 2017 für ihren historischen Roman „Blutföhre“ den Publikumspreis erhalten hat, empfiehlt eine Teilnahme am Preis: „Die Auszeichnung für meinen Debütroman war und ist ein Türöffner. Ich komme leichter ins Gespräch, werde zum Teil auch von Buchhändlern, Verlagen und Kooperationspartnern für Projekte angesprochen. Allerdings sehe ich auch noch viel Überzeugungsarbeit vor uns Selfpublishern liegen. Längst noch nicht jeder Branchenteilnehmer hat erkannt, dass wir als Kreativ-Unternehmer einen wichtigen Beitrag für einen vielfältiges, qualitativ hochwertiges Literaturangebot leisten. Gerade der stationäre Buchhandel sollte die Chance nutzen, sein individuelles Profil mit einer guten Auswahl an selbstverlegten Titeln zu schärfen.“

 

Teilnahmebedingungen und Ablauf

Im Juni und Juli 2018 können selbstverlegte Bücher in deutscher Sprache eingereicht werden, deren originale Erstauflage am 1. Juni 2017 oder später erschienen ist. Diese Titel dürfen weder aktuell noch in der Vergangenheit Gegenstand eines Verlagsvertrags oder eines Verlagsoptionsrechts sein oder gewesen sein. Weitere Voraussetzung ist die Verfügbarkeit im Buchhandel, die durch eine ISBN-Nummer und einen Eintrag im Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) nachzuweisen ist. Die vollständigen Teilnahmebedingungen sind auf der Webseite des Preises einzusehen: www.selfpublishing-preis.de/teilnahme

Nach dem Ende der Einreichungsfrist prüft die Vorjury aus erfahrenen Mitgliedern des Selfpublisher-Verbands, ob alle formalen Kriterien für die Teilnahme erfüllt sind. Alle zugelassenen Titel werden im nächsten Schritt anhand festgelegter Auswahlkriterien, wie professionelle Gestaltung oder die Einhaltung aller rechtlichen Nebenbedingungen (korrektes Impressum), inhaltlich geprüft. Schließlich wird eine Longlist mit zwanzig Titeln erstellt und an die siebenköpfige Jury übergeben. Diese nominiert daraus die zehn Titel für die Shortlist, aus der sie den Preisträger 2018 wählt. Dem Gremium gehören folgende Experten an: Robert Duchstein (Buchhandlung Reuffel), Nina George (Autorin), Florian Geuppert (Digital Content Group by Holtzbrinck), Vera Nentwich (Selfpublisher-Verband), Ronald Schild (MVB), Jochen Wegner (Zeit Online) und Marah Woolf (Autorin).

Die Publikumswahl startet mit der Bekanntgabe der Shortlist am Dienstag, 25. September 2018, und endet am Dienstag, 9. Oktober 2018. In diesem Zeitraum können die Leser auf www.selfpublishing-preis.de aus den nominierten Büchern ihren Favoriten für den Publikumspreis benennen.

Beide Preisträger werden im Rahmen der Preisverleihung am Mittwoch, 10.10.2018, um 14:00 Uhr im Lesezelt auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben und öffentlich geehrt.

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