Erich Fried Preis 2016 an Leif Randt

"Farben wie aus dem Gefriertrockner"

Der Frankfurter Schriftsteller Leif Randt erhält für sein außergewöhnliches literarisches Werk den mit 15.000 Euro dotierten österreichischen Erich Fried Preis 2016. Das hat die alleinige Jurorin Eva Menasse entschieden.

In ihrer Begründung schreibt die Publizistin und Autorin Eva Menasse: "Die literarische Stimme von Leif Randt ist unverkennbar, einprägsam, eigen-artig im besten Sinn. Sie knackt vor staubtrockener Ironie, einer Ironie, die für mitteleuropäische Autoren ungewöhnlich ist. Nichts an seiner Sprache ist saftig, alles ist kühl und hochglanzpoliert, die Farben so schön klar wie aus dem Gefriertrockner. Es scheint die perfekte Sprache für Geschichten zu sein, die in sehr fremden Welten spielen, auf fernen Planeten, in einer Zukunft, in der sich eine vernünftige und durchrationalisierte Menschheit von allem befreit hat, was stört: Kriege, Krankheiten und Gefühle."

Leif Randt, geboren 1983 in Frankfurt am Main, hat Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim studiert. Mehrfach ausgezeichnet wurden seine Wohlstandsutopie "Schimmernder Dunst über CobyCounty" (Berlin Verlag, 2011) und sein Science-Fiction-Roman "Planet Magnon" (Kiepenheuer & Witsch, 2015). Randt war zuletzt Stipendiat der Villa Kamogawa in Kyoto (Japan) und ist Mitbegründer des Labels www.tegelmedia.net. Er lebt in Berlin und Maintal-Ost.

Die Preisverleihung findet am 20. November, um 11 Uhr im Literaturhaus Wien statt − im Rahmen der Internationalen Erich Fried Tage 2016 (19.−22. November).

Der vom österreichischen Bundeskanzleramt gestiftete Erich Fried Preis wird seit 1990 von der Internationalen Erich Fried Gesellschaft vergeben.

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