Frankfurt liest ein Buch 2018

Großes Interesse für Veranstaltungsmarathon

Am Sonntag ist das Lesefestival Frankfurt liest ein Buch zu Ende gegangen: Rund 14.000 Menschen verfolgten den Lesemarathon und besuchten rund 120 Events rund um den antifaschistischen Roman "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers (Aufbau Verlag).

© Kai Mühleck

Mit mehr als 120 Veranstaltungen an mehr als 100 Orten mit 115 Kooperationspartnern in Frankfurt und Region bis nach Bad Homburg, Wiesbaden, Gießen, Neu-Isenburg und erstmals auch in Mainz und Worms (Rheinland-Pfalz) war das Programm bei Frankfurt liest ein Buch so umfangreich und breit aufgestellt wie nie zuvor. Rund 14.000 Menschen waren in Frankfurt und Umgebung auf den Beinen, um bei Exkursionen und Stadtrundgängen, in Bibliotheken, Schulen, Kirchen, Theatern, Museen, im Polizeipräsidium sowie in privaten Salons an Lesungen teilzuhaben und mit hochkarätigen Gästen zu sprechen.

Die Stadt Frankfurt setzte der Autorin im Rahmen von Frankfurt liest ein Buch ein  Denkmal mit der Einweihung eines Anna-Seghers-Pfades an der Frankfurt School of Finance & Management auf dem Erweiterungsgelände der Deutschen Nationalbibliothek. Für Frankfurt liest ein Buch eigens aus Paris angereist, nahm Pierre Radvanyi, der Sohn von Anna Seghers, an den ersten Festivaltagen und an insgesamt sechs Veranstaltungen teil

Schwerpunkte der Veranstaltungen waren die Auseinandersetzung mit der Biografie und Familiengeschichte von Anna Seghers, das Aufzeigen realer Hintergründe, z.B. anhand der Geschichte des ehemaligen KZ Osthofen, die Beschäftigung mit der Graphic Novel zum Roman und das Thema Schreiben im Exil/Exilliteratur. Einige Veranstaltungen im Rahmen des Lesefestes nahmen Bezug auf die aktuelle Inszenierung des Siebten Kreuzes am Schauspiel Frankfurt, z.B. mit Lesungen von Schauspielern, die im Stück zu sehen waren. Außerdem fanden Exkursionen und Lesungen an für den Roman bedeutsamen Orten statt, z.B. auf dem Main, in den Farbwerken Höchst, im Mainzer Dom.

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