Großes Engagement beim Bundesweiten Vorlesetag

Röhrmoos, Schwerte und Heilbronn sind Vorlesestädte 2016

Röhrmoos, Schwerte und Heilbronn werden mit dem Titel "Vorlesestadt 2016" ausgezeichnet − für ihr herausragendes Engagement anlässlich des 13. Bundesweiten Vorlesetags am 18. November.

Röhrmoos, Schwerte und Heilbronn hätten einen besonderen Beitrag für mehr Lesefreude und zur Förderung von Lesekompetenz geleistet, teilen die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags, DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung, mit. Diese hatten gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund bereits zum vierten Mal den Vorlesestadtwettbewerb ausgerufen. 40 Kommunen folgten der Aufforderung und bewarben sich in drei Kategorien um den Titel: aktive, außergewöhnliche und nachhaltige Vorlesestadt 2016. Die drei Vorlesestädte sind:

Kategorie "aktiv": Röhrmoos

Die bayerische Gemeinde Röhrmoos im Kreis Dachau hat eine außerordentliche Beteiligung erzielt: Von 6.429 Einwohnern haben insgesamt 2.248 am Bundesweiten Vorlesetag vorgelesen – dies entspricht rund einem Drittel aller Einwohner der Gemeinde. Für dieses Ergebnis wird Röhrmoos mit dem Titel Vorlesestadt 2016 in der Kategorie "aktiv" ausgezeichnet. Einen großen Anteil an der hohen Beteiligung hatte der Kulturkreis Röhrmoos e.V. Er hat den Bundesweiten Vorlesetag unter dem Motto "MENSCHEINANDER in der Gemeinde Röhrmoos" organisiert und zahlreiche Lesungen in Schulen, Kindergärten, im Rathaus, aber auch in einem Eselstall veranstaltet. Außerdem wurden zahlreiche Migrantinnen und Migranten in die Aktionen miteinbezogen.

Kategorie "außergewöhnlich": Schwerte

In Schwerte wurde der Bundesweite Vorlesetag mit vielen lokalen Partnern und dem Verein "Leuchtturm e.V." organisiert. Hauptsächlich waren es jedoch Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen mehrerer Schulen, die sich an der Planung sowie als Vorleser beteiligten. So wurde die Fußgängerzone der Schwerter Innenstadt in eine "Vorleselandschaft" verwandelt, in der vielfältige Vorleseaktionen stattfanden. Kinder in die Organisation und Durchführung der Vorleseaktionen einzubeziehen und sie als Vorleser in umgekehrte Rollen schlüpfen zu lassen, überzeugte die Jury. Sie verleiht der Stadt Schwerte daher den Titel Vorlesestadt 2016 in der Kategorie "außergewöhnlich".

Neu: Kategorie "nachhaltig" - Heilbronn

Der Titel "Vorlesestadt 2016 in der Kategorie nachhaltig" wird in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Damit soll das beständige Engagement eines Vereins oder einer Initiative in der (Vor-)Leseförderung über den Bundesweiten Vorlesetag hinaus gewürdigt werden. Der Freundeskreis der Stadtbibliothek Heilbronn "Lesen – Hören – Wissen" engagiert sich seit 2003 mit dem Projekt "Geschichten zu verschenken – Vorlesepaten für Kinder in Heilbronn" für das Vorlesen. Bereits seit zehn Jahren findet am Bundesweiten Vorlesetag die Aktion "Mann liest vor!" statt, an der 2016 über 160 Männer teilnahmen und ein Zeichen für alternative Vorlesevorbilder setzten. Aufgrund dieses kontinuierlichen Engagements erklärt die Jury die Stadt Heilbronn zum Sieger als Vorlesestadt 2016 in der Kategorie "nachhaltig".

Der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, Jörg F. Maas, erklärt: "Der stetig wachsende Erfolg des Bundesweiten Vorlesetags ist ohne das Engagement der Städte und Gemeinden nicht denkbar. Denn nur gemeinsam mit den örtlichen Bibliotheken, Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen erreichen wir unser Ziel: täglich 15 Minuten Vorlesezeit für jedes Kind."

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, gratuliert den drei Vorlesestädten 2016 und fügt an: "Kommunen sind unentbehrliche Partner, um flächendeckend auf die Bedeutung des (Vor-)Lesens aufmerksam zu machen. Mit Hilfe ihrer örtlichen Netzwerke, Infrastrukturen sowie dem Wissen um lokale Besonderheiten wird die Leseförderung in allen Regionen Deutschlands zugänglich und erlebbar gemacht."

Eine Übersicht der bisherigen Vorlesestädte: http://www.vorlesetag.de/vorlesestadt/

Der nächste Bundesweite Vorlesetag findet am 17. November 2017 statt.

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