Halbjahresbilanz bei Bastei Lübbe

Rentabilität geht vor Wachstum

Nach dem Wachstum der vergangenen Jahre setzt Bastei Lübbe jetzt auf Konsolidierung: Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete die Kölner Verlagsgruppe einen Umsatz von 47,4 Millionen Euro – 1,8 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis lag jedoch deutlich im Plus, stieg von 1,6 auf 6,1 Millionen Euro. 

Bastei Lübbe hat die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2015/16 (April bis September) genutzt, um intern aufzuräumen. Der Umsatzrückgang von 3,6 Prozent lag dabei, so das Unternehmen, „im Rahmen der internen Planungen“.

Weitere Kennzahlen aus der Halbjahresbilanz von Bastei Lübbe

  • Das Segment Buch verzeichnete – laut Unternehmen plangemäßen – Umsatzrückgang: von 24,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 20,8 Millionen Euro. „Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr Spitzentitel bereits im September ausgeliefert wurden, während ein Großteil der Auslieferungen im laufenden Jahr erst im Oktober erfolgte“, erklärt Bastei Lübbe.
  • Rückläufig zeigte sich auch das Segment Romanhefte und Rätselmagazine (4,8 Millionen Euro nach 5,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum).
  • Mit Non-Books lief das Geschäft besser: Diesmal setzte Bastei Lübbe in dem Segment 8,3 Millionen Euro um (Vorjahreszeitraum: 6,1 Millionen Euro). 
  • Die Sparte Digital, die mittlerweile 28 Prozent zum Umsatz beiträgt, erreichte ein Plus von 500.000 Euro (Anstieg von 13,0 auf 13,5 Millionen Euro). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag die Digitalquote noch bei 26 Prozent. Dem Unternehmen zufolge bewegt sich die Sparte damit wie erwartet. 
  • Dabei hat es Bastei Lübbe offenbar geschafft, das Geschäft insgesamt rentabler zu machen. Das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verbesserte sich auf 7,9 Millionen Euro (Vergleichszeitraum des Vorjahres: 3,0 Millionen Euro).
  • Das Periodenergebnis erreichte 5,0 Millionen Euro (nach 0,2 Millionen Euro im Vergleichszeitraum). Allerdings: Bereinigt um Sondereinflüsse lag das Periodenergebnis nur noch 0,4 Millionen Euro über dem Vorjahr. Zu den Sondereinflüssen in den ersten sechs Monaten gehörten sowohl ein Verlust aus dem Präsenta-Investment (Verkauf der Beteiligung, siehe Archiv) als auch eine Rückstellung für die Abfindung des ausgeschiedenen Digitalvorstands Jörg Plathner (siehe Archiv). Dass das Periodenergebnis dennoch positiv blieb, lag offenbar am Verkauf von Anteilen an Daedalic Entertainment (siehe Archiv).
  • Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 0,38 Euro (nach 0,03 Euro im Vergleichszeitraum).
  • Die Bilanzsumme sank indessen – von 124,3 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum) auf 117 Millionen Euro. 


Vorstand erwartet ein starkes drittes Quartal

Die Aussichten des Vorstand bleiben nach eigener Aussage positiv – alle Hoffnungen liegen dabei auf einem starken Weihnachtsgeschäft und der Zugkraft mehrerer (potenziellen) Bestsellern, darunter "Gregs Tagebuch - So ein Mist!" und die neuen Romane von Sebastian Fitzek und Rebecca Gablé. Unterm Strich rechnet die Verlagsgruppe für das gesamte Geschäftsjahr 2015/16 mit einem EBITDA, das leicht unter dem des Vorjahres liegt – auch bedingt durch die Anlaufkosten im Digitalbereich.

„Wir sind auf einem guten Weg“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Thomas Schierack die aktuellen Zahlen. „Unser Kerngeschäft entwickelt sich sehr stabil. Gleichzeitig kommen wir mit der Entwicklung und dem Ausbau unserer viel versprechenden neuen Digitalangebote gut voran.“ Damit zielt er vor allem auf den Aufbau des Streaming-Portals oolipo ab (siehe Archiv): „Wir gehen davon aus, dass wir hier in den nächsten Wochen die ersten Verträge mit anderen Verlagen über die Belieferung von oolipo abschließen werden“, so Schierack. Das Interesse, auch aus dem Ausland, sei enorm.

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