Hans Christian Andersen Award

Eiko Kadono und Igor Oleynikov ausgezeichnet

Die japanische Autorin Eiko Kadono und der russische Illustrator Igor Oleynikov erhalten 2018 den Hans Christian Andersen Award des International Board on Books for Young People (IBBY), der auch als Kinder-Nobelpreis betrachtet wird.

Tief in Japan verwurzelt

"Es gibt einen unaussprechlichen Charme, Mitgefühl und Elan in der Arbeit dieser großen japanischen Autorin", heißt es in der IBBY-Mitteilung über Eiko Kadono. Die Bücher der 1935 geborenen Japanerin seien immer überraschend, einnehmend, ermutigend und lebensbejahend − seien es ihre "vielen wunderbaren und lustigen Bilderbücher", ihre großartige Romanreihe über die Hexe Kiki oder ihren Roman über ein Mädchen während des Zweiten Weltkriegs. Obwohl Kadono durch die ganze Welt gereist ist, seien ihre Geschichten "tief in Japan verwurzelt", zeigen ein Japan, das mit allerlei unerwarteten Menschen gefüllt ist. Ihre weiblichen Charaktere seien einzigartig selbstbestimmend und wagemutig.

"Sein Talent kennt keine Grenzen"

Igor Oleynikov lobt die IBBY als einen außergewöhnlichen Illustrator, der Seiten auf eine Weise zum Leben erwecken könne, um die ihn seine Kollegen beneiden müssen. Oleynikov, geboren 1953, bringe das große russische künstlerische Vokabular, Stil und Leidenschaft in seine Arbeit. Er illustriert häufig die russischen Meister, Puschkin, Gogol, Trotzki, Brodsky. Dabei seien seine Versionen der Klassiker immer originell und überraschend. Zudem sei er ebenso brillant mit Andersen, Grimm, dem Alten Testament und Lear. Während er in der kurzen Form − Gedichte, Geschichten, traditionelle Geschichten   hervorsticht, könne er auch fabelhafte Bilderbücher erstellen. "Sein Talent kennt keine Grenzen", so IBBY.

Die Preise 2018 vergab eine zwölfköpfige Jury unter Vorsitz der kanadischen Verlegerin Patricia Aldana.

Zum Preis

Der Autorenpreis wird seit 1956 verliehen, der Illustratorenpreis seit 1966. Die Preise gehen an je einen lebenden Autor und Illustrator, dessen Gesamtwerk als dauernder Beitrag zur Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur angesehen werden kann. , der als Kinder-Nobelpreis gilt.

Der Preis besteht aus einer Goldmedaille und einem Diplom, die im Rahmen des im Zweijahresabstand stattfindenden IBBY Kongresses in festlichem Rahmen überreicht werden: Am 30. August im Rahmen des 36. IBBY Congresses in Athen. Eine spezielle auf die Preisverleihung bezogene Nummer der IBBY-Zeitschrift "Bookbird" präsentiert alle Nominierten und dokumentiert das Procedere der Auswahl.

Der Hans Christian Andersen Preis wird nach eigenen Angaben als die höchste internationale Auszeichnung für Autoren und Illustratoren von Kinder- und Jugendbüchern angesehen, wird quasi als Kinder-Nobelpreis angesehen. Ihre Majestät Königin Margarethe II von Dänemark hat den Ehrenschutz über den Preis übernommen. Die Nominierungen erfolgen durch die Nationalen Sektionen von IBBY. Die Preisträger werden von einer hochkarätigen internationalen Jury bestehend aus Fachleuten der Kinder- und Jugendliteratur ermittelt.

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