Katharina Wagenbach-Wolff schließt Friedenauer Presse Ende März

Aus für eine belletristische Institution

Nach über 50 Jahren schließt Katharina Wagenbach-Wolff aus Altersgründen Ende März 2017 ihren Verlag Friedenauer Presse, wie sie mitteilt.

Katharina Wagenbach-Wolff im Lager der Friedenauer Presse © Ekko von Schwichow

Die Friedenauer Presse wurde 1963 in der Wolff’s Bücherei im Berliner Stadtteil Friedenau, dem sie ihren Namen verdankt, von Andeas Wolff gegründet. Andreas Wolff, Enkel des Petersburger Verlegers M.O. Wolff‚ veröffentlichte bis 1971 in loser Folge 36 Drucke. Seit 1983 wurde der Verlag von Katharina Wagenbach-Wolff weitergeführt.

Verlegerische Intention war es, den Lesern Entdeckungen zu ermöglichen, gleich aus welcher Zeit und Sprache − Novitäten ebenso wie (zu Unrecht) Vergessenes, Ausgrabungen, die unerkannt in Archiven, Anthologien und Gesamtausgaben schlummern. Autoren wie Aleksandr Puskin, Daniil Charms, Isaak Babel, Anton Cechov, Ivan Turgenev, Jean-Henri Fabre, Gertrude Stein, Günther Grass, Erich Fried, Max Frisch, Nikolaj Gogol, Horst Hussel, Gustave Flaubert, Hans M. Enzensberger, Emanuel Bove, Ingo Schulze, Alberto Vigevani und viele mehr sind in über 50 Jahren im Verlag Friedenauer Presse erschienen.

Die Verlegerin Katharina Wagenbach-Wolff erhielt zahlreiche Preise, darunter den Antiquaria-Preis für Buchkultur, den Zillmer-Preis der Hamburgischen Kulturstiftung sowie 2006 den Kurt-Wolff-Preis.

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1 Kommentar/e

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  • Pirandello

    Pirandello

    Oh, das schmerzt.
    So ein wunderschöner kleiner Verlag. So viele papierne Kunstwerkchen und Kunstwerke.
    Sie alle hätten sicher noch viel mehr gewürdigt werden müssen, aber es gab dann doch etliche treue Leser und Gefährten.
    Alles Gute wünsche ich Katharina Wagenbach-Wolff und vielen Dank für all die wunderschönen Ausgaben.

    • ...

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