Neumitglieder stellen sich vor

Neofelis Verlag: Fachwissen für ein neugieriges Publikum

Seit 2011 veröffentlicht der Berliner Neofelis Verlag geistes-, kultur- und gesellschaftswissenschaftliche Bücher mit künstlerisch gestalteten Covern. Hier präsentiert Annika Ermel das Unternehmen.

Matthias Naumann, Annika Ermel und Frank Schlöffel (v.l.) vom Neofelis Verlag

Matthias Naumann, Annika Ermel und Frank Schlöffel (v.l.) vom Neofelis Verlag © Neofelis Verlag

Wobei erhoffen Sie sich Rückendeckung und Unterstützung vom Börsenverein?

Als junger Independent-Verlag erhoffen wir uns eine effektive Vernetzung mit anderen Verlagen sowie Buchhändlern zum gegenseitigen Austausch, um unseren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und für eine gezieltere Vermarktung unserer Bücher. Wir freuen uns zudem, die Beratungsangebote u.a. in rechtlichen Fragen in Anspruch nehmen zu können.

Wie sieht Ihre Geschäftsidee, Ihr Geschäftskonzept aus?
Wir publizieren wissenschaftliche Literatur, die fundiert lektoriert und optisch ansprechend gestaltet ist. Wichtig ist uns, die Bände zu einem für Leser bezahlbaren Preis anzubieten – dies ist ja im Wissenschaftsbereich keine Selbstverständlichkeit.
Wir verlegen seit 2011 im Prenzlauer Berg geistes-, kultur- und gesellschaftswissenschaftliche Bücher sowie Veröffentlichungen, die an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Literatur operieren. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die gerade erschienene Festschrift für Heiner Goebbels „Landschaft mit entfernten Verwandten“. Es ist uns ein Anliegen, unterschiedliche Darstellungsformen als Möglichkeiten der Erkenntnisgewinnung über gegenwärtige soziale, politische und kulturelle Fragen oder historische Zusammenhänge gleichberechtigt nebeneinander zu stellen.
Für jeden Band entwirft unsere Grafikerin Marija Skara, die auch als Zeichnerin und Malerin arbeitet, ein individuelles Cover.
Momentan verlegen wir etwa 35 Bücher pro Jahr. Die deutsch- und englischsprachigen Monographien und Sammelbände erscheinen teilweise in Reihen wie Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne, Drama Panorama. Neue internationale Theatertexte oder Relationen. Essays zur Gegenwart, außerdem publizieren wir die zweimal jährlich erscheinenden Zeitschriften Tierstudien, Expressionismus und Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf dem Markt ein? 
Natürlich ist die Leserschaft für wissenschaftliche Bücher begrenzter, wir bieten jedoch z. B. mit der Reihe Relationen. Essays zur Gegenwart und unserer neuen Zeitschrift Jalta, die unter ihrem jeweiligen Heftschwerpunkt wie „Selbstermächtigung“ oder „Desintegration“ neue Positionen zur jüdischen Gegenwart in unterschiedlichen Darstellungsformen versammelt, auch Veröffentlichungen, die ein breiteres Publikum ansprechen. Gerade Jalta stößt auf großen Zuspruch.
Zudem haben wir es in Bereichen wie den Jüdischen Studien & Israelstudien oder Theater & Performance durchaus schon zu einem gewissen Standing gebracht, was eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit ist. Unsere Zeitschrift Tierstudien ist die erste deutschsprachige Zeitschrift für Animal Studies und trifft seit der ersten Ausgabe 2012 auf großes Interesse.
Nicht nur für ein Fachpublikum, sondern auch für aufgeschlossene, allgemein interessierte Leser bieten wir ein vielfältiges, inzwischen 130 Titel umfassendes und stetig wachsendes Programm.

Wo sehen Sie die Stärken Ihres Unternehmens im Wettbewerb?
In unserem engagierten Team ist uns eine persönliche, intensive Betreuung jedes einzelnen Bandes und jedes einzelnen Autors wichtig. Was uns von vielen anderen Wissenschaftsverlagen abhebt, ist unser besonderes Augenmerk auf das gründliche Lektorat aller veröffentlichten Texte. Wir freuen uns immer wieder über gute wissenschaftliche Texte, zu deren weiterer Verbesserung wir beitragen können. Zudem setzen wir die Bände selbst im Verlag und können dadurch auch das Layout ganz unterschiedlich so gestalten, dass die Form des Buchs zu seinem Inhalt passt. Ein Beispiel dafür wäre Nic Leonhardts Durch Blicke im Bild über Stereofotografie, in dem zahlreiche Stereoskopien so abgebildet sind, dass man sie, wenn man eine Stereobrille hat, in 3D anschauen kann.

Wo gibt es weitere Angaben?
Unser Gesamtprogramm finden Sie natürlich im VLB und auf unserer Webseite unter www.neofelis-verlag.de.

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