Orell Füssli-Tochter verkauft Firmenteile

Atlantic Zeiser konzentriert sich aufs Kerngeschäft

Atlantic Zeiser, das 2017 ein negatives Betriebsergebnis eingefahren hat, verkauft Firmenteile an die italienische Unternehmensgruppe Coesia. Künftig will sich die Orell Füssli-Tochter auf das Kerngeschäft Serialisierung von Banknoten und Sicherheitsdokumenten konzentrieren.

Atlantic Zeiser mit Sitz in Emmingen-Liptingen (Deutschland) verkauft seine Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Kartenpersonalisierungssysteme und Verpackung sowie seine Anteile (51 Prozent) an der Tritron GmbH (produziert Spezialtinten für den digitalen Industriedruck) an die italienische Unternehmensgruppe Coesia, wie Orell Füssli mitteilt. Eine Vereinbarung sei unterzeichnet worden. Das Closing sei für das zweite Halbjahr 2018 geplant. Zum Verkaufspreis wurde Still­schweigen vereinbart. Die Aktivitäten im Bereich Software für Serialisierung/Track & Trace seien nicht Teil der Transaktion. Für diesen Bereich werde in einem separaten Prozess ein Käufer gesucht. 

Zukünftig werde sich Atlantic Zeiser ausschliesslich auf das Kerngeschäft Serialisierung von Banknoten und Sicherheitsdokumenten konzentrieren. 

Bei Orell Füssli ist man überzeugt, mit dieser Transaktion eine zukunftsfähige Grundlage für die Entwicklung aller bisherigen Geschäftsbereiche geschaffen zu haben, die besonders auch den Mitarbeitenden eine solide und nachhaltige Perspektive biete.

Geringerer Umsatz bei Atlantic Zeiser

Im Rahmen der Neuausrichtung von Atlantic Zeiser auf das Kerngeschäft rechnet Orell Füssli dort mit einem Umsatz in der Grössenordnung von rund 20 Millionen Euro (umgerechnet ca. 23,4 Mio. Schweizer Franken; also deutlich weniger als bisher).  

Coesia ist eine italienische Unternehmensgruppe, die sich aus internatio­nal tätigen Unternehmen für Industrie- und Verpackungslösungen zusammensetzt. Die auch in der Schweiz und Deutschland aktive Gruppe umfasst 18 Unternehmen mit rund 7.000 Beschäftigten und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro. Atlantic Zeiser gehört seit 2003 zur Orell Füssli Gruppe und beschäftigt derzeit an acht Standorten in Europa, den USA und Asien rund 340 Mitarbei­tende.

Als Folge des Verkaufs von Betriebsteilen von Atlantic Zeiser wird das Ergebnis der Orell Füssli Gruppe der Mitteilung zufolge 2018 durch außerordentliche Aufwendungen von rund 67 Millionen Schweizer Franken belastet. Die Liquidität werde durch den Verkauf im einstelligen Millionenbereich positiv beeinflusst.

Hintergrund

Im Geschäftsjahr 2017 (siehe Archiv) hatte Atlantic Zeiser laut Bilanzmitteilung bei einem Umsatz in Höhe von 55,8 Millionen Schweizer Franken ein Minus von 22,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingefahren. Das Betriebsergebnis lag bei minus 6,72 Millionen Franken, im Jahr zuvor waren es noch plus 1,96 Millionen Franken gewesen. Zuvor hatte Orell Füssli wegen der Umsatzturbulenzen bei Atlantic Zeiser bereits im Februar seine Prognosen nach unten angepasst, die strategischen Optionen für das Segment sollten geprüft werden (siehe Archiv).

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