Plakatwettbewerb der Frankfurter Buchmesse zum Gastland Georgien

Erster Platz an Leonie Schneider

Beim "Wettbewerb für junge Gestalter" waren 2018 insgesamt 292 Plakatentwürfe zum Gastland Georgien der Frankfurter Buchmesse (10.−14. Oktober) von Designstudierenden von 20 Hochschulen aus Deutschland und der Schweiz im Rennen. Gewonnen hat Leonie Schneider aus Hamburg.

Die Jury mit den drei Gewinnerplakaten: Links: 1. Platz, Mitte: 3. Platz, rechts: 2. Platz

Die Jury mit den drei Gewinnerplakaten: Links: 1. Platz, Mitte: 3. Platz, rechts: 2. Platz © Frankfurter Buchmesse / Julia Biermann

Den Wettbewerb veranstaltet die Frankfurter Buchmesse zusammen mit der Stadt Frankfurt am Main seit 2006. Junge Gestalter entwerfen Plakate, die den Ehrengast der Frankfurter Buchmesse willkommen heißen und dazu einladen, das Gastland auf der Buchmesse zu entdecken. Zwei der Siegermotive werden ab September in der Stadt Frankfurt am Main plakatiert.

Die ersten drei Plätze

Gewinnerin des Plakatwettbewerbs ist Leonie Schneider von der Technischen Kunstschule in Hamburg. Ihr Plakat zeigt eine schwarz-weiße Großaufnahme einer jungen lächelnden Frau. Blickfänger ist der Schriftzug "Made by Characters", das Motto des diesjährigen Ehrengastes, der wie ein Schnurrbart platziert ist, wie die Frankfurter Buchmesse mitteilt. Das einzigartige georgische Alphabet, das zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, steht im Zentrum des Gastlandauftritts Georgiens und so greifen auch die zweit- und drittplatzierten Plakate die georgische Schrift gestalterisch auf: Sarah Gebhard von der Hochschule RheinMain (Wiesbaden) und Caroline Kasper von der Mediadesign Hochschule Berlin.

"Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben einen erstaunlich guten Zugang zum Gastland gefunden", sagt der Designer und Juror Michael Eibes. "Das war in diesem Jahr eine besondere Herausforderung, weil Georgien relativ unbekannt ist. Umso zufriedener bin ich, dass die Studierenden sich intensiv mit dem Land auseinandergesetzt und gründlich recherchiert haben. Im Vergleich zu den Vorjahren waren die Einreichungen weniger klischeehaft, was wir sehr begrüßen."

Die Jury besteht aus Vertretern der Frankfurter Buchmesse sowie des Organisationskomitees des Ehrengasts 2018, des Museum Angewandte Kunst, des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main und Michael Eibes Design.

Ausstellung der Top 10

Vom 5. bis 22. Juli 2018 stellt das Frankfurter Museum Angewandte Kunst die zehn besten Einreichungen im Foyer aus. Ab September sind diese zehn Motive auch als Postkarten erhältlich und im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse zu sehen.

Die Siegerplakate

© FBM

1. Platz (1.500 Euro Preisgeld):
von Leonie Schneider (Hamburger Technische Kunstschule)
Begründung der Jury: "Das Plakat spielt mit Klischees ohne klischeehaft zu sein. Es hat eine Klarheit und Kraft, die kein anderes Plakat gezeigt hat. Das Motiv berührt und tritt in direkten Kontakt mit dem Betrachter. Dabei treffen sich Bild- und Sprachebene und ergeben gemeinsam etwas Neues."

2. Platz (1.000 Euro Preisgeld):
von Sarah Gebhard (Hochschule RheinMain Wiesbaden)
Begründung der Jury: "Dieser Entwurf zeigt den Versuch einer Kontaktaufnahme über die Schrift. Hier übt sich jemand im Schreiben des georgischen Alphabetes. Das Schöne daran ist das Prozesshafte – der Versuch ist nicht abgeschlossen. Buchstabe für Buchstabe kommt man dem Gastland immer einen Schritt näher."

© FBM

3. Platz (500 Euro Preisgeld):
von Caroline Kasper (Mediadesign Hochschule Berlin)
Begründung der Jury: "Das Motiv ist visuell sehr stark. Es hat eine hohe Dynamik, ist zukunftsgerichtet und springt den Betrachter regelrecht an. Das Design erinnert an die Elektro- und Technoszene, die in Georgien aktuell eine große Rolle spielt. Darüber hinaus zeigt es die fließende Verbindung der Sprachen."

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1 Kommentar/e

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  • Buchhandlung Hintzen

    Buchhandlung Hintzen

    Die Wettbewerbsergebnisse sind immer wunderbar und viel schöner und werbewirksamer als die von der Buchmesse als Deko angebotenen Plakate.
    Wann wird es endlich eine Edition des oder der Siegerplakate/s geben für die Buchmesse-Schaufenster der Buchhandlungen? Es wären tolle Blickfänge, und auch die Designer würden damit bekannter werden. Win-win könnte man das nennen, oder? Liebes Werbeteam der Frankfurter Buchmesse, denkt doch bitte einmal darüber nach....

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