Preisträger in München gekürt

Bayerischer Buchpreis für Lucy Fricke und Wolfram Eilenberger

Der Bayerische Buchpreis 2018 geht an Lucy Fricke für ihren Roman "Töchter" (Rowohlt) und an Wolfram Eilenberger für sein Sachbuch "Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 – 1929" (Klett-Cotta).

Öffentliche Jurysitzung in der Müchner Allerheiligen-Hofkirche

Öffentliche Jurysitzung in der Müchner Allerheiligen-Hofkirche © Stefan Loeber

Die Entscheidung über die Gewinner fiel am Dienstagabend live bei einer öffentlichen Jurysitzung vor über 300 geladenen Gästen in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz. Als Juroren diskutierten Svenja Flaßpöhler (Chefredakteurin des "Philosophie Magazins"), Sandra Kegel (Literaturredakteurin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung") und Knut Cordsen (Kulturredakteur des Bayerischen Rundfunks) über die insgesamt sechs nominierten Werke.

In der Kategorie Sachbuch standen neben "Zeit der Zauberer" noch die Titel "Die Vereindeutigung der Welt" von Thomas Bauer (Reclam) und "Opfer. Die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt in der Moderne" von Svenja Goltermann (S. Fischer) im Finale. In der Kategorie Belletristik waren neben "Töchter" die beiden Romane "Wie ich fälschte, log und Gutes tat" von Thomas Klupp (Berlin Verlag) und "Archipel" von Inger-Maria Mahlke (Rowohlt) im Rennen. "Archipel" war im Oktober schon mit dem Deutschen Buchpreis geehrt worden.

"Wolfram Eilenbergers Buch ist narrative Philosophie auf höchstem Niveau", begründete die bayerische Jury am Ende ihre Preisträgerwahl. Und Lucy Fricke sei mit ihrem Roman ein "rasanter, brillant erzählter Roman, ein komisch-melancholischer Abschied von den Vätern gelungen." Die beiden Autoren erhalten jeweils eine Preissumme von 10.000 Euro.

Ehrenpreis für Christoph Ransmayr: "Die Sehnsucht nach dem Unentdeckten"

Für sein schriftstellerisches Lebenswerk wurde zudem Christoph Ransmayr ausgezeichnet. Er erhielt den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. "Christoph Ransmayr versteht es wie kein Zweiter, uns auf eine Weltenwanderung zu nehmen", so Bayerns Medienminister Georg Eisenreich bei der Preisverleihung: "Bei ihm sind Aufbruch, Weg und Ankunft existentielle Erfahrungen. Seine Protagonisten führen uns weit weg an entlegene, gefährliche und unwirtliche Orte - und am Ende wieder zu uns selbst." Christoph Ransmayrs Literatur wecke die Sehnsucht nach dem Unentdeckten; "sie bewegt und begeistert Leser und Kritiker zugleich“, sagte Eisenreich in seiner Würdigung des Ehrenpreisträgers.

Die Veranstaltung zum Bayerischen Buchpreis wurde vom Bayerischen Rundfunk live in der Mediathek übertragen und ist dort auch jetzt noch abrufbar (br.de/mediathek). Ein ausführlicher Bericht von der Preisverleihung folgt hier auf boersenblatt.net.

Der Bayerische Buchpreis 2018 wird vom bayerischen Landesverband des Börsenvereins ausgerichtet und gefördert von der Bayerischen Staatskanzlei.

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