Schweizer Buchpreis 2018

Peter Stamm gewinnt mit Doppelgänger-Roman

Peter Stamm hat für seinen Roman "Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt" (S. Fischer) den Schweizer Buchpreis 2018 erhalten. Die Preisverleihung fand am 11. November im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt.

In der Begründung der Jury heisst es der Mitteilung zufolge: "Peter Stamm hat einen vielschichtigen Doppelgänger-Roman geschrieben, in dem sich zwei Künstlerpaare ineinander spiegeln. Im Innersten dreht sich das Buch um die wirklichkeitsstiftende Kraft des Erzählens – und funktioniert zugleich so spannend wie ein Kriminalroman. Wir sind die Geschichten, die wir uns erzählen. Peter Stamm führt uns in ein virtuos konstruiertes Labyrinth, in dem wir uns glücklich verlieren."

Peter Stamm erhält dafür 30.000 Schweizer Franken (circa 26.400 Euro), die weiteren Nominierten je 3.000 Franken.

© S. Fischer

"Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt" ist einer von fünf Titeln, welche die Jury im September aus 85 eingereichten Romanen und Essays von Schweizer Autorinnen und Autoren nominiert hat.

Die weiteren Nominierten waren: 

  • Heinz Helle: "Die Überwindung der Schwerkraft" (Suhrkamp)
  • Gianna Molinari: "Hier ist noch alles möglich" (Aufbau)
  • Vincenzo Todisco: "Das Eidechsenkind" (Rotpunktverlag)
  • Julia von Lucadou: "Die Hochhausspringerin" (Hanser Berlin)

Mitglieder der Jury für den Schweizer Buchpreis 2018 waren: Sabine Graf (Leiterin lit.z, Literaturhaus Zentralschweiz), Manfred Papst (Kulturredakteur NZZ am Sonntag; Jurysprecher), Christine Richard (freie Kritikerin, NEU), Ursula Stamm (Buchhändlerin Bücher-Fass Schaffhausen) und Susanne Sturzenegger (Literaturredakteurin SRF, NEU). Die Expertenjury wird regelmässig personell erneuert.

Teilnahmeberechtigt für den Schweizer Buchpreis 2018 waren deutschsprachige literarische und essayistische Werke von in der Schweiz lebenden oder Schweizer Autorinnen und Autoren, die zwischen Oktober 2017 und September 2018 erschienen sind.

Der Schweizer Buchpreis wurde 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) initiiert. Ziel ist es, die öffentliche Diskussion über Bücher von deutschsprachigen Schweizer Autorinnen und Autoren zu animieren und mit der aktiven Werbung im Buchhandel sowie mit einer Lesetour durch die Schweiz und Nachbarländer dazu beizutragen, dass diese stärker wahrgenommen, gelesen und gekauft werden.

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