Umfrage zum Jahreswechsel (10): Andreas Mergenthaler

"Ohne Batman hätte es Cross Cult wohl nie gegeben"

2018 steht vor der Tür. Bis Silvester fragt boersenblatt.net Branchenpersönlichkeiten, was sie planen und wo sie die Pain Points fürs kommende Jahr vermuten. Heute: Der Cross Cult-Verleger Andreas Mergenthaler.

Andreas Mergenthaler

Andreas Mergenthaler © privat

In welche Richtung soll sich Cross Cult 2018 weiterentwickeln?
Wir setzen weiter auf unsere drei Standbeine Comic, Roman und Manga. Unser neues Label Manga Cult, das im Herbst 2017 erfolgreich gestartet ist, wird deutlich ausgebaut. Wir konnten weitere bekannte neue Reihen lizensieren. Und bei der Roman-Sparte werden wir verstärkt auf Fantasy setzen.

Wo erwarten Sie die größten Umsätze?
Vorerst wird weiterhin der Bereich Comic unsere stärksten Umsätze generieren. Da sind die Serien 'The Walking Dead' und 'Avatar – Der Herr der Elemente' noch immer stark. Wir sind gespannt, wie sich der Bereich Manga entwickelt.

Was bereitet Ihnen als Comic- und Manga-Verlag Kopfzerbrechen?
Für unser junges Manga Cult-Label sind die Hürden, in den Buchhandel zu kommen, noch deutlich höher als für unsere Comic- und Roman-Titel. Andererseits liefen unsere Manga-Starttitel auch ohne Unterstützung der Buchhandelsketten schon sehr ordentlich. Die Manga-Fans sind gut vernetzt und informiert und besorgen sich ihre Lieblingstitel dann eben in Manga- und Comicshops oder bei Amazon.

Wie wichtig sind Comic-Con, Cosplayer oder Trekkies für Cross Cult?
Für unsere Star-Trek-Romansparte waren anfangs Spezial-Events wie die FedCon sehr wichtig, damit die Fans mitbekommen haben, dass es wieder Romane zu ihrer Lieblings-TV-Serie gibt. Und auch für unsere junge Manga-Cult-Sparte sind Cons wichtig. Aber ansonsten nimmt die Anzahl der Comic-Cons derzeit etwas überhand. Man muss sich als Verlag auf Veranstaltungen beschränken, die wirklich einen Comic/Manga-Schwerpunkt haben und die nicht nur Schauspieler und Merchandising bieten.

Was war Ihr erster Comic?
Nicht mein erster Comic, aber der mit dem meisten Einfluss war 'Batman: Year One'. Wegen der Zeichnungen und nicht wegen der Geschichte von Frank Miller. Das erste US-Heft der Reihe erschien 1987 und hat eine regelrechte US-Comic-Sammelleidenschaft bei mir ausgelöst. Ohne dieses Heft hätte es den Verlag Cross Cult wohl nie gegeben.

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