Ungewöhnlichster Buchtitel des Jahres 2016

"Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später"

Die Online-Buchcommunity "Was liest Du?" der Mayerschen Buchhandlung und eine Fachjury haben zum vierten Mal den "Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres" gekürt. Gewonnen hat der Poetry Slammer und Comedian Sebastian 23 mit "Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später".

© Lektora Verlag

Der Sieger wurde am vergangenen Samstag auf der Leipziger Buchmesse bekannt gegeben. Zum nunmehr vierten Mal hatte sich die Lese-Community "Was liest Du?" und eine prominent besetzte Fachjury auf die Suche nach dem "Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres" 2016 begeben.

Nachdem im Rahmen der offenen Nominierungsphase exakt 1.403 Titel-Vorschläge eingegangen waren, ergab sich hieraus zunächst die Longlist mit den 50 ungewöhnlichsten Titelkreationen des vergangenen Jahres, über die in der Buchcommunity abgestimmt wurde. Die zehn beliebtesten Titel bildeten schließlich die Shortlist − über den Sieger stimmte erneut die Community ab. Zusätzlich gab eine fünfköpfige Fachjury ihr Urteil ab, welches zu 50 Prozent in das Endergebnis einfloss.

Dabei konnte sich "Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später" (von Sebastian 23, erschienen im Lektora Verlag) 27,73% der Gesamtstimmen sichern und fuhr somit souverän den Titel ein. Für den Paderborner Independent Verlag Lektora ist es der zweite Titelgewinn in Folge, nachdem Patrick Salmen und Quichotte bereits im Vorjahr den Titel mit ihrem Rätselbuch "Aufgeben ist keine Lösung. Außer bei Paketen" abräumten.

Sebastian 23 (Sebastian Rabsahl) ist Kabarettist, Moderator, Liedermacher und einer der bekanntesten Poetry Slammer Deutschlands. Seit 2003 hat er sich dieser Form der live vorgetragenen Literatur verschrieben. Neben den deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam 2007 (Team, mit Smaat) sowie 2008 (Einzel) hat er zahlreiche Preise gewonnen und Auszeichnungen bekommen. So erhielt er 2010 den Prix Pantheon (Jurypreis "Frühreif & Verdorben"), 2006 den Bochumer Kleinkunstpreis und wurde 2008 Vizeweltmeister der Slam-Weltmeisterschaften in Paris.

© dotbooks

© Carlsen

Auf Platz 2 und 3 folgten "Das Ende der Welt ist auch nicht mehr das, was es mal war" (Sebastian Niedlich / dotbooks Verlag / 13,68 Prozent) sowie "Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen" (Gudrun Skretting / Carlsen Verlag / 11,60 Prozent).

Die vollständige Shortlist:

  • "Als ich in meinem Alter war" (Torsten Sträter / Lappan Verlag)
  • "Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen" (Morten A. Strøksnes / DVA Verlag)
  • "Das Ende der Welt ist auch nicht mehr das, was es mal war" (Sebastian Niedlich / dotbooks)
  • "Der Tag, an dem ich feststellte, dass Fische nicht klettern können" (Christian Jaschinski / Schwarzkopf & Schwarzkopf)
  • "Der Weg zu meinem verfickten Seelenfrieden: Aus dem Tagebuch eines passionierten Hobbyzynikers" (Laander Karuso / periplaneta)
  • "Ein Mädchen, das Beerdigungen sammelt und ein Mann, der niemals schläft" (Annika Fechner / hansanord)
  • "Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später" (Sebastian 23 / Lektora Verlag)
  • "Mein Vater, das Kondom und andere nicht ganz dichte Sachen" (Gudrun Skretting / Carlsen Verlag)
  • "Über die Erhabenheit toter Katzen und das Umwerben trauriger Mädchen" (Philipp Multhaupt / periplaneta)
  • "Wolke 7 ist auch nur Nebel" (Mara Andeck / one by Bastei Lübbe)

Die Jury:

  • Klaus-Jürgen "Knacki" Deuser (Moderator, Comedian und Produzent u.a.)
  • Simon Krätschmer (Moderator und Produzent, 2017 ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Bester Moderator / Unterhaltung")
  • Max Moor (Schauspieler, Moderator und Autor u.a.)
  • Thorsten Schoorn (Radio- und Fernsehmoderator, 2015 ausgezeichnet mit dem Deutschen Radiopreis in der Kategorie "Bester Moderator")
  • Birgit Stessl (Lesezentrum Steiermark)

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