Welttag des Buches 2017

Ein Fest fürs Lesen

Am 23. April feiern Lesebegeisterte in über 100 Ländern den UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts. Deutschlandweit veranstalten Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen zahlreiche Aktionen, darunter rund 100 Lesungen. Der Börsenverein und die Stiftung Lesen koordinieren den Welttag in Deutschland. 

Über eine Million Kinder bekommen zum Welttag den Abenteuerroman "Das geheimnisvolle Spukhaus" von Henriette Wich mit Illustrationen von Timo Grubing geschenkt. Im Rahmen der Aktion "Ich schenk dir eine Geschichte" können sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie von Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ihr persönliches Exemplar gegen Vorlage eines Gutscheins in einer der 3.500 teilnehmenden Buchhandlungen abholen. "Ich schenk dir eine Geschichte" ist eine gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Börsenverein, Deutsche Post, cbj Verlag sowie ZDF und steht unter der Schirmherrschaft der Kultusminister der Länder. 

Auch zahlreiche Zusteller der Deutschen Post überreichen Menschen in ganz Deutschland kostenlos Bücher. Mit dem Geschenk erhalten die Empfänger den Aufruf, sich ebenfalls am Welttag des Buches zu beteiligen.

Bundesweit laden rund 100 Verlage zu ihrer Aktion zum Welttag des Buches ein: Unter dem Motto #verlagebesuchen öffnen Verlage ihre Türen und bieten Lesungen, Werkstattgespräche oder Führungen an. Das Programm der Aktion, die von den Landesverbänden des Börsenvereins initiiert wurde, ist abrufbar unter www.verlagebesuchen.de.

In 100 Buchhandlungen lesen Kinder- und Jugendbuchautoren im Rahmen der Aktion "Lese-Reise". Sie wird bereits zum zehnten Mal von der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e.V. (avj) und dem Sortimenter-Ausschuss im Börsenverein organisiert.

Die UNESCO-Generalkonferenz hat 1995 den 23. April zum "Welttag des Buches und des Urheberrechts" ausgerufen. Das Datum geht auf eine Tradition in Katalonien zurück: Zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg werden dort Rosen und Bücher verschenkt. Der 23. April ist zugleich der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, hält Bücher für ein Tor zur Welt. "Mit dem Lesen oder Hören eines Buches trainieren wir unsere Fähigkeit, andere Menschen über kulturelle und geographische Grenzen hinweg zu verstehen." Diese Fähigkeit sei ein unschätzbares Gut für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung.

Vorsteher Heinrich Riethmüller

Vorsteher Heinrich Riethmüller © Claus Setzer

"Damit Qualität und Vielfalt auf dem Buchmarkt erhalten blieben, müssten Autoren und Verlage für ihre Leistung angemessen entlohnt werden"

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins, unterstützt ihn darin und betont im Vorfeld des 23. April noch einmal, welche Signalwirkung das Datum für ihn hat. "Der Welttag des Buches macht seit über zwanzig Jahren auf die Bedeutung von Büchern und des Lesens für unsere Gesellschaft aufmerksam", sagt er. "Dies ist umso wichtiger in einer Zeit, in der das Urheberrecht vom Gesetzgeber immer weiter eingeschränkt werden soll." Damit Qualität und Vielfalt auf dem Buchmarkt erhalten blieben, müssten Autoren und Verlage für ihre Leistung angemessen entlohnt werden. "Nur so können sie Bücher und Ideen zu den Menschen bringen, Debatten anstoßen und zu einer vielfältigen und offenen Gesellschaft beitragen."

Der Stiftung Lesen geht es am 23. April vor allem um die Freude am Lesen - und darum, diese Freude zu teilen. "Am Welttag des Buches feiern wir das Lesen und rufen ganz Deutschland dazu auf, Bücher und Geschichten zu verschenken", erklärt Hauptgeschäftsführer Jörg F. Maas. Sein Appell: "Machen Sie am 23. April besonders Kindern und Jugendlichen eine Freude. Denn jeder sechste Schüler hat Probleme beim Lesen und Schreiben. Gute Geschichten und gemeinsame Lektüre sind die beste Unterstützung, am Welttag des Buches und an jedem anderen Tag des Jahres."

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