"Börsenblatt Plus" ist neuer Standard
Ab dem 1. September wird "Börsenblatt Plus" zum neuen Standard auf boersenblatt.net. Was das für den Zugriff auf redaktionelle Inhalte bedeutet, welche Beiträge kostenlos bleiben und welche Regelungen für Börsenvereins-Mitglieder gelten, erfahren Sie hier.
Börsenblatt Plus: viele Themen zur Auswahl
Beim Ausbau unserer Paid-Content-Strategie für das Börsenblatt geht es nicht darum, grundsätzlich neue Erlösquellen für MVB zu erschließen. Es geht darum, das Verhältnis zwischen Anzeigen- und Vertriebserlösen unseres Fachmediums den veränderten Rahmenbedingungen des Marktes anzupassen. Nur so können wir das journalistische Angebot in gewohntem Umfang und in der geschätzten Qualität fortführen.
Entgegen der geäußerten Annahme finanziert sich das Börsenblatt nicht über Beiträge für die Mitgliedschaft im Börsenverein des Deutschen Buchhandels, sondern muss sich selbst wirtschaftlich im Verlag von MVB tragen.
Der Entscheidung zum neuen, vereinfachten Abo-Modell und zur Anpassung an das gängige Preisgefüge für den Bezug von Fachinformationen sind umfassende Maßnahmen zur Kostensenkung vorausgegangen. Diese wurden genauso wie der Ausbau der Paid-Content-Strategie von unserem externen Aufsichtsrat geprüft.
Markus Fertig, PR-Manager MVB
was Sie so nebenbei als gültig voraussetzen, ist das eigentliche Problem des Börsenblatts, größer als die Frage der Finanzierung - "das journalistische Angebot ... in der geschätzten Qualität fortführen". Ich formuliere ohne Polemik und möchte niemanden persönlich beleidigen, aber ich kann auch nicht so tun, als ob hinter lesenden Augen kein Hirn säße: Meiner Ansicht nach ist das journalistische Angebot des Börsenblatts (gedruckt und online) in sprachlicher und intellektueller Hinsicht unserem Teil des Kulturbetriebs nicht angemessen, der von Sprache und Geist lebt bzw. dies mindestens sonntags im Munde führt. Sicher, es ist eine Verbandspostille, aber doch die einer Branche, die selbstgewiss bekundet, nicht zu sein wie andere. Das war, um einen Namen zu nennen und einen Vergleichshorizont aufzuziehen, in den Jahren anders, als Torsten Casimir Chefredakteur des Blattes war.
Was ist das Selbstbewusstsein einer Branche wert, wenn diesem nicht ein entsprechender Anspruch an sich selbst entspricht?
Mit freundlichen Grüßen
S. U. Meyer