Bildergalerie: Buchhandel und Kunsthandwerk

Bildgeschichten über Non-Books der besonderen Art

Kunsthandwerk im Buchhandel macht nicht reich – aber gibt dem Laden Charakter. Die Buchhandlung Hornscheidt ist in Königsfeld im Schwarzwald zuhause, einem Zentrum der Herrnhuter Brüdergemeinde. Stephanie Richter hat den Laden 2015 übernommen - und bietet die komplette Auswahl an Herrnhuter Sternen an, bis hin zur türkisfarbenen Sonderedition 2017. Die Kunden kommen sogar von Stuttgart oder Freiburg zu ihr, um sich bei der Auswahl beraten zu lassen.

Herrnhuter Sterne in der Buchhandlung Hornscheidt

Kunsthandwerk im Buchhandel macht nicht reich – aber gibt dem Laden Charakter. Die Buchhandlung Hornscheidt ist in Königsfeld im Schwarzwald zuhause, einem Zentrum der Herrnhuter Brüdergemeinde. Stephanie Richter hat den Laden 2015 übernommen - und bietet die komplette Auswahl an Herrnhuter Sternen an, bis hin zur türkisfarbenen Sonderedition 2017. Die Kunden kommen sogar von Stuttgart oder Freiburg zu ihr, um sich bei der Auswahl beraten zu lassen.

© Buchhandlung Hornscheidt

Neben Herrnhuter Sternen setzt die Buchhandlung Hornscheidt auf Fair-Trade-Produkte aus aller Welt, etwa auf kolumbianischen Schmuck aus der Tagua-Nuss (Hersteller: Green Age). 60 Prozent ihres Umsatzes macht Richter mit Büchern, den Rest mit Schreibwaren, Spielzeug und Kunsthandwerk: "Ohnedem könnte mein Geschäft nicht überleben", sagt sie selbst.

Schmuck aus Kolumbien

Neben Herrnhuter Sternen setzt die Buchhandlung Hornscheidt auf Fair-Trade-Produkte aus aller Welt, etwa auf kolumbianischen Schmuck aus der Tagua-Nuss (Hersteller: Green Age). 60 Prozent ihres Umsatzes macht Richter mit Büchern, den Rest mit Schreibwaren, Spielzeug und Kunsthandwerk: "Ohnedem könnte mein Geschäft nicht überleben", sagt sie selbst.

© Buchhandlung Hornscheidt

Die handgenähten, naturgefärbten Spielwaren der Marke Liebman hat Stephanie Richter auf einer Messe entdeckt. Erst war sie skeptisch, ob die Produkte für ihre Schwarzwälder Buchhandlung nicht zu hochpreisig sind, "aber die Kunden wissen die tolle Qualität zu schätzen."

Kunterbunte Kuscheltiere, made in Sri Lanka

Die handgenähten, naturgefärbten Spielwaren der Marke Liebman hat Stephanie Richter auf einer Messe entdeckt. Erst war sie skeptisch, ob die Produkte für ihre Schwarzwälder Buchhandlung nicht zu hochpreisig sind, "aber die Kunden wissen die tolle Qualität zu schätzen."

© Buchhandlung Hornscheidt

In der Altstadt von Berlin-Köpenick gibt es seit Dezember 2015 einen Platz "für das Kind in uns allen": Tanja Nwokedi hat sich mit ihrem Laden Sonnenkind ganz und gar der Waldorfpädagogik verschrieben. Familien finden hier einen Freispielraum, ein Bio-Café, dazu Kinderbücher, Ratgeber, Holzspielzeug von Ostheimer – und Kunsthandwerk, ausschließlich gefertigt von Künstlern aus Köpenick.

Kunsthandwerk verleiht dem "Sonnenkind" Profil

In der Altstadt von Berlin-Köpenick gibt es seit Dezember 2015 einen Platz "für das Kind in uns allen": Tanja Nwokedi hat sich mit ihrem Laden Sonnenkind ganz und gar der Waldorfpädagogik verschrieben. Familien finden hier einen Freispielraum, ein Bio-Café, dazu Kinderbücher, Ratgeber, Holzspielzeug von Ostheimer – und Kunsthandwerk, ausschließlich gefertigt von Künstlern aus Köpenick.

© Cordula Giese

Tanja Nwokedi empfiehlt Buchhändler-Kollegen, die Kunsthandwerk anbieten wollen, nicht auf den Umsatz zu schauen, sondern auf die Beziehungsebene: "Man muss erst mal etwas geben. Vieles, was ich nach und nach von den Künstlern zurückbekomme, ist unbezahlbar."

"Alle Produkte gibt es nur bei uns"

Tanja Nwokedi empfiehlt Buchhändler-Kollegen, die Kunsthandwerk anbieten wollen, nicht auf den Umsatz zu schauen, sondern auf die Beziehungsebene: "Man muss erst mal etwas geben. Vieles, was ich nach und nach von den Künstlern zurückbekomme, ist unbezahlbar."

© Cordula Giese

Das "Sonnenkind" arbeitet mit einer Töpferin zusammen, bietet Strickdecken aus Merinowolle an, Schnuller­ketten aus Holz. Alles in allem finden hier 14 Künstler mit ihren Werken ein Zuhause.

Wollcape neben Erziehungsratgeber

Das "Sonnenkind" arbeitet mit einer Töpferin zusammen, bietet Strickdecken aus Merinowolle an, Schnuller­ketten aus Holz. Alles in allem finden hier 14 Künstler mit ihren Werken ein Zuhause.

© Cordula Giese

Essen, Bücher, schöne Dinge: In ihrer 2014 eröffneten KulturCantina im pfälzischen Landau verbindet Buchhändlerin Claudia Ballester gleich mehrere persönliche Leidenschaften. 60 Prozent ihres 120 Quadratmeter großen Geschäfts sind für ein Café reserviert, 20 Prozent fürs Buchsortiment – und auf der restlichen Fläche gibt es Geschenke.

Willkommen in der KulturCantina in Landau

Essen, Bücher, schöne Dinge: In ihrer 2014 eröffneten KulturCantina im pfälzischen Landau verbindet Buchhändlerin Claudia Ballester gleich mehrere persönliche Leidenschaften. 60 Prozent ihres 120 Quadratmeter großen Geschäfts sind für ein Café reserviert, 20 Prozent fürs Buchsortiment – und auf der restlichen Fläche gibt es Geschenke.

© Paul van Schie

Ballester führt Non-Books von Moses, Coppenrath, Rannenberg & Friends. Daneben aber öffnet sie ihre KulturCantina auch für Kunsthandwerk aus der Region. Filztaschen, Eintragbücher, Schmuck, Schlüsselanhänger – die Produktpalette wechselt, Ballester setzt auf "viele tolle Kleinigkeiten", beim Umsatz gilt: "Es läppert sich." Die Ware wird in Kommission verkauft, von jedem Künstler nimmt Ballester 30 Prozent Provision.

Edle Filztäschchen

Ballester führt Non-Books von Moses, Coppenrath, Rannenberg & Friends. Daneben aber öffnet sie ihre KulturCantina auch für Kunsthandwerk aus der Region. Filztaschen, Eintragbücher, Schmuck, Schlüsselanhänger – die Produktpalette wechselt, Ballester setzt auf "viele tolle Kleinigkeiten", beim Umsatz gilt: "Es läppert sich." Die Ware wird in Kommission verkauft, von jedem Künstler nimmt Ballester 30 Prozent Provision.

© Paul van Schie

Viele Künstler kommen von sich aus auf die KulturCantina zu. Ab und an muss die Chefin aber auch mal freundlich "Nein" sagen: "Wenn uns jemand Tiffany-Lampen anbietet, dann passt das einfach nicht zu uns."

Tiffany-Lampen müssen draußen bleiben

Viele Künstler kommen von sich aus auf die KulturCantina zu. Ab und an muss die Chefin aber auch mal freundlich "Nein" sagen: "Wenn uns jemand Tiffany-Lampen anbietet, dann passt das einfach nicht zu uns."

© Paul van Schie

Bemerkenswert, was Petra Pohl in ihrer Buchhandlung Erlesen in Würzburg-Grombühl auf 45 Quadratmetern alles unterbringt. Neben einem handverlesenen Buchsortiment, Kleidertauschbörsen, Salongesprächen und anderen Veranstaltungen gibt es in ihrem 2003 eröffneten Laden auch Kunsthandwerk. Zentrale Auswahlkriterien sind Nachhaltigkeit und Regio­nalität, ansonsten gilt: "Es muss mir gefallen."

Platz ist in der kleinsten Hütte

Bemerkenswert, was Petra Pohl in ihrer Buchhandlung Erlesen in Würzburg-Grombühl auf 45 Quadratmetern alles unterbringt. Neben einem handverlesenen Buchsortiment, Kleidertauschbörsen, Salongesprächen und anderen Veranstaltungen gibt es in ihrem 2003 eröffneten Laden auch Kunsthandwerk. Zentrale Auswahlkriterien sind Nachhaltigkeit und Regio­nalität, ansonsten gilt: "Es muss mir gefallen."

© Daniel Peter

Ganz gleich, ob Bücher oder Kunst: Bei Erlesen wird alles bunt gemischt. Und Petra Pohl räumt regelmäßig um, damit die Kunden immer wieder was Neues entdecken.

Kunstvolle Kästchen

Ganz gleich, ob Bücher oder Kunst: Bei Erlesen wird alles bunt gemischt. Und Petra Pohl räumt regelmäßig um, damit die Kunden immer wieder was Neues entdecken.

© Daniel Peter

Petra Pohl, 2016 mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet ("Balsam für die Seele und fürs Konto"), offeriert in ihrem Würzburger Laden gern Perlenschmuck, kleine Schutzengel und Handgebundenes, aber auch Kulturbeutel aus recycelten Chipstüten. Produkte unter 10 Euro sind besonders beliebt.

Viele kleine Schätze

Petra Pohl, 2016 mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet ("Balsam für die Seele und fürs Konto"), offeriert in ihrem Würzburger Laden gern Perlenschmuck, kleine Schutzengel und Handgebundenes, aber auch Kulturbeutel aus recycelten Chipstüten. Produkte unter 10 Euro sind besonders beliebt.

© Daniel Peter

Originell: Mit Bienenwachs überzogene Tücher, die Lebensmittel frisch halten. Die Tücher der Marke Bee simple liefert eine Imkerei aus dem Allgäu – hier macht Petra Pohl mal eine Ausnahme vom regionalen Prinzip, weil ihr das Produkt so gut gefällt.

Bienenwachs statt Plastikfolie

Originell: Mit Bienenwachs überzogene Tücher, die Lebensmittel frisch halten. Die Tücher der Marke Bee simple liefert eine Imkerei aus dem Allgäu – hier macht Petra Pohl mal eine Ausnahme vom regionalen Prinzip, weil ihr das Produkt so gut gefällt.

© Daniel Peter

Bücher gibt's bei Erlesen natürlich auch. Kunsthandwerk anzubieten – das ist für Petra Pohl in erster Linie ein Stück Kulturförderung, in zweiter Linie Kundenpflege. Die Hoffnung auf Zusatzgeschäfte folgt auf Platz 3. Der Einsatz lohnt sich trotzdem, denn das Einzugsgebiet von Erlesen reicht weit über den sozialen Brennpunkt Grombühl ­hinaus: "Viele Kunden fahren 15 Kilometer zu mir", so ­Petra Pohl: "Was ich hier mache, wird eher überleben als andere Einzelhandelskonzepte."

Ein Stück Kulturförderung

Bücher gibt's bei Erlesen natürlich auch. Kunsthandwerk anzubieten – das ist für Petra Pohl in erster Linie ein Stück Kulturförderung, in zweiter Linie Kundenpflege. Die Hoffnung auf Zusatzgeschäfte folgt auf Platz 3. Der Einsatz lohnt sich trotzdem, denn das Einzugsgebiet von Erlesen reicht weit über den sozialen Brennpunkt Grombühl ­hinaus: "Viele Kunden fahren 15 Kilometer zu mir", so ­Petra Pohl: "Was ich hier mache, wird eher überleben als andere Einzelhandelskonzepte."

© Daniel Peter

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