#bloggerfuerfluechtlinge

Blogger sagen "Willkommen!"

Die Spendenaktion "Blogger für Flüchtlinge" begann als kleine Idee. Mittlerweile haben sich Tausende zusammengefunden, um die Situation der Flüchtlinge in Deutschland zu verbessern. Bei Mikrotext erschien heute das E-Book "Willkommen!", in dem sich zahlreiche Autoren mit dem Thema Flucht auseinandersetzen. KATHARINA GRöGER

Dass kleine Ideen manchmal groß werden, hat die Crowdfundig-Aktion "Blogger für Flüchtlinge" bewiesen. Selbst die Initiatoren Nico LummaStevan PaulKarla Paul und Paul Huizing zeigten sich zwischenzeitlich von der Welle der Hilfsbereitschaft überwältigt. Und die war gewaltig. Statt der angestrebten 5.000 Euro kamen bereits über 130.000 Euro zusammen, zu verdanken ist das unter anderem den zahlreichen Blogbeiträgen der Unterstützer, aber auch den reichweitenstarken Medienberichten, die immer wieder auf die Spendenaktion und die Situation der Flüchtlinge in Deutschland hinwiesen.

Doch mit materiellen und finanziellen Spenden ist es längst nicht getan. Das Projekt "Blogger für Flüchtlinge", mittlerweile ein Gemeinschaftsprojekt von Tausenden, geht darüber hinaus. Mit dem seit heute erhältlichen E-Book "Willkommen!" wollen die Herausgeber Katharina Gerhardt, Caterina Kirsten, Ariane Novel, Nikola Richter, Frank Rudkoffsky und Eva Siegmund die Solidarität der Menschen sichtbar machen. Gleichzeitig gehen die Einnahmen komplett an "Blogger für Flüchtlinge", um weiterhin Projekte zugunsten der Neuankömmlinge mit kleinen Finanzspritzen unterstützen zu können.

Insgesamt bieten 54 Autoren in ebenso vielen Beiträgen ganz verschiedene Einblicke in das Schicksal der Menschen, die unter anderem vor Krankheit, Hunger, Folter und Tod flohen. "Die Leser finden in "Willkommen!" Geschichten, Meinungen, Facebook-Posts, aber auch Interviews", sagt Caterina Kirsten, die Ende August die Idee zum E-Book hatte. "Anfang September begannen wir mit dem Sammeln von Geschichten. Die Resonanz war riesig. Vor zwei Wochen hörten wir auf, Beiträge anzunehmen, doch wir bekommen immer noch Post", so die Mitherausgeberin weiter. 

Vereinzelt kommen in der Sammlung auch Flüchtlinge zu Wort, allerdings sind die indirekten Einsichten in deren Leben durch Helfer und Außenstehende in der Überzahl. "Wir sind offen für Neues, können uns bei Interesse der Leser eine Fortsetzung vorstellen. Möglicherweise kann man dann auch weitere Flüchtlinge zu Wort kommen lassen. Wir hatten sehr wenig Zeit für dieses Buch und sehen uns in einer gewissen Verantwortung. Es gibt viel zu beachten. Schließlich darf man die Traumata der Menschen nicht vergessen und es ist eine Gratwanderung, dass aus den Einblicken kein Voyeurismus entsteht." Noch etwas, was das Projekt auszeichnet: Statt Mitleid herrscht Empathie.

Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge, Mikrotext, 4,99 Euro Seit heute erhältlich bei Minimore und dort, wo es E-Books gibt. Die Einnahmen gehen komplett an "Blogger für Flüchtlinge". 

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