Akademie der Künste in Berlin

Vier Autorinnen aufgenommen

Die Akademie der Künste hat 13 neue Mitglieder aufgenommen, darunter vier in die Sektion Literatur: Ann Cotten, A.L. Kennedy, Ursula Krechel und Emine Sevgi Özdamar. In die Sektion Darstellende Kunst wurde der Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff gewählt.

Die Neuzugänge wurden auf der Frühjahrsmitgliederversammlung im Mai gewählt − alle haben die Wahl inzwischen angenommen, teilt die Akademie jetzt mit.

Die vier neuen Mitglieder der Sektion Literatur:

Ann Cotten: 1982 in Iowa (USA) geboren; wuchs in Wien auf, wo sie Germanistik studierte. Sie schloss ihr Studium mit einer Arbeit über die Listen in der Konkreten Poesie ab. Seit 2006 lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin und in Wien. Zuletzt erschien das Versepos "Verbannt!" (Suhrkamp, 2016). Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Adelbert-von-Chamisso Preis (2014) und den Hugo-Ball-Preis (2017).

A.L. Kennedy: 1965 in Dundee (Schottland) geboren, studierte Theatre Studies and Drama an der University of Warwick, wo sie heute Creative Writing lehrt. Bereits mit ihrem Debütroman "Einladung zum Tanz" wurde sie international bekannt und gilt heute als eine der wichtigsten Autorinnen Englands. Sie lebte lange Zeit in Glasgow, seit 2012 hat sie ihren Wohnsitz in London. Zuletzt erschienen auf Deutsch "Der letzte Schrei. Erzählungen" (Hanser, 2015) und "Leises Schlängeln" (Karl Rauch, 2016). 2007 erhielt sie den Costa Book Award und den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, 2016 Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf.

Ursula Krechel: 1947 in Trier geboren. Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte; 1971 Promotion mit einer Arbeit über den Theaterkritiker Herbert Ihering. Sie war Theaterdramaturgin, arbeitete mit jugendlichen Untersuchungshäftlingen an Theaterprojekten und ist seit 1972 freie Schriftstellerin. Sie lebt in Berlin. Zuletzt erschien "Stark und leise. Pionierinnen" (Essays, 2015; TB-Ausgabe 2017 bei btb). Krechel erhielt 2012 den Deutschen Buchpreis für den Roman "Landgericht" und 2015 den Gerty-Spies-Literaturpreis.

Emine Sevgi Özdamar: Schriftstellerin, Theaterregisseurin und Schauspielerin, 1946 in der Türkei geboren. Mit 12 Jahren erste Theaterrolle am Staatstheater Bursa, kam 1965 nach Berlin und arbeitete in einer Fabrik. 1967-1970 Besuch der Schauspielschule in Istanbul. 1976 Mitarbeit bei Benno Besson und Matthias Langhoff an der Volksbühne in Ost-Berlin, danach in Paris und Avignon. 1979 bis 1984 Ensemblemitglied des Bochumer Schauspielhauses unter Claus Peymann, in dessen Auftrag 1982 ihr erstes Theaterstück "Karagöz in Alemania" entstand. Arbeitet seit 1982 als freischaffende Schriftstellerin, schreibt in deutscher Sprache. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter: Ingeborg-Bachmann-Preis (1991), Walter-Hasenclever-Preis der
Stadt Aachen (1993), Adelbert-von-Chamisso-Preis (1999) und Carl-Zuckmayer-Medaille (2010).

Der Schauspieler Joachim Meyerhoff, neues Mitglied der Sektion Darstellende Kunst, entwickelte am Maxim Gorki Theater ("Wann wird es endlich wieder so wie es nie war", 2005) und am Burgtheater ("Alle Toten fliegen hoch", 2007−2009) eine Reihe autobiographisch geprägter Abende, die zwischen 2011 und 2015 auch in Form von Romanen bei Kiepenheuer & Witsch erschienen sind und mehrere Preise erhielten.

Einen Überblick über alle neuen Mitglieder findet sich auf der Website der Akademie.

Die Akademie der Künste zählt aktuell in ihren sechs Kunstsektionen insgesamt 423 Mitglieder.

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