Antiquariat

Notizen zum Hamburger Antiquariatstag

Am vergangenen Samstag fand der 5. Hamburger Antiquariatstag statt, erstmals im Museum für Kunst und Gewerbe am Hauptbahnhof. Ein Kurzbericht.

Aussteller auf zwei Ebenen

Aussteller auf zwei Ebenen © Björn Biester

Das Museum der Arbeit im Stadtteil Barmbek – Austragungsort der ersten vier Hamburger Antiquariatstage, die es seit 2012 gibt – stand in diesem Jahr nicht zur Verfügung, also musste Veranstalter Detlef Thursch (abooks.de, Lissendorf) eine räumliche Alternative finden. Das zentral in der Innenstadt gelegene Museum für Kunst und Gewerbe eignet sich dafür grundsätzlich gut, trotz etwas beengter räumlicher Verhältnisse – mehr als die jetzt angemeldeten 24 Austeller könnte man auf der vorgesehenen Fläche wohl nur mit größeren Schwierigkeiten unterbringen.

Als Teilnehmer des fünften Durchgangs hatte Thursch nicht nur Hamburger Antiquariate gewonnen (z. B. Jutta Hünteler, Gabriele Klara, Joachim Lührs, Pabel und Schaper), sondern auch auswärtige Kolleginnen und Kollegen (z. B. Jasmin Fritz aus Kiel, Norbert Knöll aus Lüneburg, Hans Lindner aus Mainburg und Michael Solder aus Münster).

Das Angebot an Büchern und Grafik war durchschnittlich qualitativ sehr beachtlich und niveauvoll für eine Veranstaltung dieser Art, soweit sich das allgemein feststellen lässt (siehe hier, als mehr oder weniger willkürlich herausgegriffenes Beispiel, das Angebot von Dietrich Schaper). Und zumindest in den ersten Stunden nach Eröffnung um 11 Uhr traf das Angebot auch auf ein interessiertes und fachkundiges Publikum.

Ein objektives Resümee der Veranstaltung fällt trotzdem nicht ganz leicht. Nach Aussage von Detlef Thursch ließ die Besucherfrequenz etwas zu wünschen übrig. Den erhofften Zustrom an Museumsbesuchern und die Synergieeffekte zur Hesse-Auktion bzw. zur Ketterer-Vorbesichtigung gab es laut Thursch kaum: "Trotzdem mehr gute als schlechte Stimmung unter den Ausstellern. Zu wenig Platz an Ausstellungsfläche, musste viel zu eng bauen."

Etwas positiver äußerte sich aus Ausstellersicht Jutta Hünteler: "Ich bin grundsätzlich zufrieden, finde den Ort interessanter und örtlich attraktiver als Barmbek (allerdings stand ich auch luftig oben). Nur die Anbindung an das Museumspublikum fehlte in meinen Augen. Die Besucherfrequenz war nur am Nachmittag mangelhaft."

Michael Solder äußerte nach der Veranstaltung: "Einige Kollegen und auch ich waren gut zufrieden, einige andere nicht. Und: die Nähe zu Innenstadt und Bahnhof scheint kein großer Vorteil für uns zu sein, deshalb beim nächsten Mal besser wieder Barmbek."

Der Austragungsort für den 6. Hamburger Antiquariatstag im November 2017 steht noch nicht fest; Detlef Thursch möchte sich derzeit in dieser Frage nicht festlegen. Sollten aber einige der bisherigen Stammteilnehmer der Altonaer Büchertage, die es, wie gemeldet (siehe hier), nächstes Jahr nicht mehr geben wird, die Seiten wechseln wollen, könnte sich schon aus Platzgründen eine Rückkehr ins Barmbeker Museum der Arbeit aufdrängen …

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