Antiquariat

"Werbemöglichkeit mit angeschlossener Verkaufschance"

Ein Gespräch mit Meinhard Knigge über den Gemeinschaftskatalog der Antiquare 2018, an dem sich noch bis 24. März alle Antiquariate beteiligen können.

Meinhard Knigge

Meinhard Knigge © Daniel Müller

Meinhard Knigge ist Antiquar in Hamburg und redigiert zusammen mit den Kollegen Frank Albrecht (Schriesheim), Michael Schleicher (Stade) und Hermann Wiedenroth (Bargfeld/Celle) den diesjährigen Gemeinschaftskatalog der Antiquare.

Herr Knigge, in rund zehn Tagen endet die Anmeldefrist für den Gemeinschaftskatalog der Antiquare 2018. Warum sollte man sich daran beteiligen?

Meinhard Knigge: Der Gemeinschaftskatalog ist für uns alle eine günstige Werbemöglichkeit – mit direkt angeschlossener Verkaufschance. Wo sonst erreichen die Kolleginnen und Kollegen mit wenig Aufwand gezielt etwa 4.500 potentielle Kunden im In- und Ausland, darunter sehr viele, die sie noch nicht kennengelernt haben?


Wie sieht der Anmeldestand für den Katalog 2018 aus?

Zurzeit sind es 37 Teilnehmer, darunter zwei, die zum ersten Mal dabei sind. Der Schlussspurt der Teilnehmerakquise findet auf der Leipziger Antiquariatsmesse in der Leipziger Buchmesse statt; ich bin dort am Donnerstag als Fachbesucher.


Es gibt eine überschaubare Gruppe von Stammteilnehmern am Gemeinschaftskatalog – die weiß, warum sie sich Jahr für Jahr beteiligt, und viel Fluktuation. Trifft der Eindruck zu?

Den jährlichen Gemeinschaftskatalog gibt es seit 2009, bislang sind acht Kataloge erschienen. Von gut über 200 Teilnehmern insgesamt sind siebzehn seit Anfang an dabei. Mehr als die Hälfte davon gehört nicht zum engeren Kreis der GIAQ oder der Redaktion. Weitere fünfzehn Kollegen und Kolleginnen machen erst seit 2010 mit oder haben ein oder zwei Mal aus verschiedenen Gründen ausgesetzt. Bei etwa 60 Teilnehmern rechnet sich der Katalog, auf etwa 50 Prozent der Anbieter können wir uns also verlassen. Von weiteren ehemaligen Teilnehmern weiß ich, dass sie nicht mehr als Antiquare tätig sind oder ihr Geschäft nur noch "auf Sparflamme" betreiben. Einige haben vermutlich einen "Versuchsballon" gestartet, um sodann enttäuscht aufzugeben. Meine Erfahrung aber ist: um erfolgreich einen Gemeinschaftskatalog oder auch eine Messe zu absolvieren, muss man Geduld mitbringen und auch einmal ein nicht so gutes Ergebnis verkraften können.


Kann es sein, dass manche den Gemeinschaftskatalog gar nicht als Angebot an die gesamte Branche identifizieren – eine Mitgliedschaft irgendwo ist ja nicht erforderlich?

Das ist leider sehr gut möglich; aber ich versuche, gezielt die Kolleginnen und Kollegen anzusprechen, die bislang noch nicht am Katalog teilgenommen haben. Ich freue mich über jeden Anruf, jede E-Mail und jedes Gespräch auf der Leipziger Antiquariatsmesse. Natürlich beantworte ich alle Fragen gerne!


Würden Sie einen Kollegen, der im Gemeinschaftskatalog überwiegend Bücher im zwei- oder niedrigen dreistelligen Eurobereich anbieten möchte, als Teilnehmer ablehnen?

Wieso sollte ich sein Angebot ablehnen?! Kalkulieren muss schließlich jeder für sich selbst. Und: eine anregende Doppelseite im Katalog generiert wahrscheinlich mehr interessierte Nachfragen als eine Null-Acht-Fünfzehn-Offerte. Die Zusammenstellung, die der Hamburger Kollege Ulrich Lölke im letzten Gemeinschaftskatalog unter das Motto "Der Handel der Welt (A reading list for D. T.)" gestellt hatte, fand ich jedenfalls sehr spannend und amüsant …

Fragen: Björn Biester

Der Terminplan des Gemeinschaftskatalogs 2018 sieht eine Anmeldung bis 24. März und eine Manuskriptabgabe bis 31. März vor. Der Katalog wird Ende Mai verschickt.

Kontakt:

Antiquariat Meinhard Knigge
Lübecker Straße 143
22087 Hamburg
Tel. 040/2500915
knigge.antiquariat@t-online.de

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