Antiquariat

"Marbach First"

Ein sechsseitiges Manuskript von Franz Kafka wurde am 26. Mai von Christian Hesse Auktionen in Hamburg für 150.000 Euro versteigert. Der erfolgreiche Privatsammler verzichtet nun zugunsten des Deutschen Literaturarchivs Marbach auf den Zuschlag.

Dem erfolgreichen Bieter sei es "unangenehm", so Christian Hesse in einer knappen Mitteilung, dass er das Marbacher Archiv überboten habe. Das schrieb der deutschstämmige Amerikaner (dessen Name von Christian Hesse natürlich nicht genannt wird) keine zwölf Stunden nach der Auktion am Samstag dem Versteigerer und bot zudem an, für die Differenz des letzten Bietschritts aufzukommen (wohl ein niedriger fünfstelliger Betrag). In Marbach ist man hocherfreut über diese noble Geste. So etwas habe man in vielen Jahren noch nicht erlebt, äußerte Archivleiter Dr. Ulrich von Bülow.

Die Versteigerung des Kafka-Manuskripts (siehe hier) hatte bereits im Vorfeld ein überrarschend großes Medienecho ausgelöst. Nach der Versteigerung berichtete unter anderem der NDR in einem fast zweiminütigen Filmbeitrag über das offenbar schweißtreibende Ereignis im Auktionssaal in der Hamburger Osterbekstraße (siehe hier).

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