Antiquariat

ZVAB/Abebooks: die Aussteiger

Im Oktober wird das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB) auf dieselbe technische Plattform umgestellt, die auch Abebooks zugrunde liegt. Nicht alle Antiquare gehen diesen Schritt mit. Eine vorläufige Übersicht. Ergänzung 17. Juli.

Es gibt eine Reihe von Antiquaren im deutschsprachigen Raum, die ihre Bücher weder über das ZVAB noch über Abebooks anbieten, sondern ausschließlich über direkte Kundenansprache, Kataloge oder Messen. Für diese Gruppe ändert sich also wenig, wenn – wie berichtet (siehe hier) – ab Herbst ein Abebooks-Verkäuferkonto unabdingbare Voraussetzung für eine weitere Beteiligung am ZVAB wird.

Für alle anderen, die bislang Abebooks ausgelassen haben (aus welchen Gründen auch immer), kommt bald die Stunde der Wahrheit. Mitmachen oder aussteigen? Streng genommen gibt es natürlich noch als dritte Option, erst einmal abzuwarten, was passiert …

Das "Account Management" des ZVAB versucht, die anstehende Entscheidung positiv zu beeinflussen. In E-Mails an zögerliche ZVAB-Anbieter heißt es dann unter der fürsorglichen Überschrift "Melden Sie sich am besten vor dem 30.6.2015 auf AbeBooks an": "So vermeiden Sie, dass Ihre Bücher ab Oktober für einen gewissen Zeitraum nicht bei ZVAB.com verfügbar sind. Bei einer späten Anmeldung kann es zu längeren Wartezeiten und Verzögerungen kommen."

Die Aussicht auf "längere Wartezeiten und Verzögerungen" wird den einen oder anderen Antiquar erschreckt haben. Zum Glück wird in besagter E-Mail gleich eine beruhigende Botschaft nachgeschoben: "Sie machen sich ab sofort und ganz in Ruhe mit den Funktionen bei AbeBooks vertraut, klären eventuelle Fragen vorab mit Ihren vertrauten Ansprechpartnern und sind dann perfekt auf die Umstellung Mitte Oktober vorbereitet." Angst haben vor einer neuen Umgebung braucht dann ja wirklich niemand mehr zu haben!

Es gibt aber auch den einen oder anderen Kollegen, der sich für einen dauerhaften oder befristeten ZVAB-Ausstieg entschieden hat. Die Motive sind dabei unterschiedliche, und gewiss nicht jeder möchte seine Entscheidung überhaupt nach außen kommuniziert sehen (das ist einer der Gründe, weshalb nachfolgende Auflistung sicher nicht vollständig ist).

Das von Hermann Wiedenroth geführte Bücherhaus in Bargfeld etwa wird künftig nur mehr auf der eigenen Homepage und bei Antiquariat.de zu finden sein. Wiedenroth, dessen qualitätsvolles Angebot, das eine höchst sorgfältige Abwicklung und Verpackung einschließt, dem ZVAB und vor allem den Kunden durchaus fehlen wird, nimmt in seiner ZVAB-Abebooks-Kritik kein Blatt vor den Mund: "Mich stören viele Gängeleien wie z. B. die Abschaffung der provisionsfreien Kollegenbestellung, die einfach zum guten Brauch gehört, eine an die Erfüllungsquote gekoppelte Sternchenvergabe, was doch irgendwie an Kindergarten und Vorschule erinnert, dazu der Unfug, daß meine Bücher während meiner Abwesenheit nicht mehr angezeigt werden: es ist oder vielmehr war doch immer lustig, nach dem Urlaub, einer Geschäfts- oder Messereise gleich einen ganzen Stapel Bestellungen abzuarbeiten. Ich bin nicht seit fünfunddreißig Jahren selbständiger Antiquar, um als Erfüllungsgehilfe irgendwelcher Konzernquoten zu enden."

Der Freiburger Antiquar Dr. Wolfgang Rieger gehört ebenfalls zu denjenigen, die früh ihren Abschied vom ZVAB angekündigt haben. Hier ist die als starr empfundene Abebooks-Versandkostenpauschale ein Hinderungsgrund für eine weitere Beteiligung.

Ebenfalls steigen der Berliner Antiquar Rainer Friedrich Meyer und die beiden Hamburger Antiquare Kerstin Kaden und Meinhard Knigge aus; letztere werden künftig im Netz vor allem auf Antiquariat.de setzen. Kaden erhält für diesen Schritt, über den sie neutral informiert, auch positive Rückmeldungen ihrer Kundschaft.

Roman Heuberger, Kölner Antiquariatsurgestein, will nach dem ZVAB-Ausstieg nicht nur seine eigene Website stärken und weiterhin auf Booklooker anbieten, sondern durch Ausstellungen und andere Aktionen mehr Kundschaft in seinen im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz gelegenen Laden locken.

Einzelstimmen? Gewiss; es handelt sich da letztlich nur um ein paar 10.000 Bücher, auch wenn alle genannten Antiquare für überdurchschnittliche Qualität stehen. Ein Teilnehmer einer im März 2015 durchgeführten boersenblatt.net-Umfrage bringt jedoch auf den Punkt, was nicht wenige denken dürften: "Dem guten System ZVAB wird das schlechte System Abebooks übergestülpt, ohne jede Rücksicht. Die Folgen werden sich für Anbieter und Kunden negativ auswirken. Die klare Versandkostentabelle des ZVAB wird durch Pauschalkosten bei Abebooks ersetzt. Keine Bestellungen mehr während der Urlaubszeit. Keine provisionsfreien Kollegenbestellungen mehr. Abebooks/Amazon will Nägel mit Köpfen machen und den antiquarischen Buchmarkt in Deutschland nach amerikanischem Vorbild formen. Wie soll man da reagieren? Am liebsten den Verkauf auf beiden Seiten einstellen."

Bislang sind es recht wenige, die tatsächlich konsequent sind und aussteigen. Sehr gut möglich scheint jedenfalls, dass man das Jahr 2015 später einmal als Beginn einer neuen Phase des antiquarischen Handels im Netz ansehen wird. Und niemand kann hinterher sagen, dies sei ihm nicht bewusst gewesen …

Ergänzung vom 17. Juli:

Das ZVAB schreibt heute in einer E-Mail an die Anbieter auf der Plattform, "dass die Mehrheit aller ZVAB-Antiquariate bereits ein Verkäuferkonto auf AbeBooks angelegt hat". Parallel dazu veröffentlicht das Unternehmen "Ergänzende Informationen zur ZVAB-Umstellung" (siehe hier).

Auf besonderes Interesse dürften die Aussagen zum künftigen Gebührenmodell stoßen. Kernaussage: "Nach der Umstellung Mitte Oktober regelt das bestehende AbeBooks-Preismodell die Kosten für sämtliche Verkäufe über die integrierte Plattform: Sie zahlen dann eine einzige monatliche Einstellgebühr für die Listung Ihrer Angebote auf allen AbeBooks zugehörenden Webseiten inklusive ZVAB.com. Bei einem Verkauf über ZVAB.com berechnen wir dann dieselben Gebühren wie bei Verkäufen über AbeBooks.de."

Versprochen wird außerdem, die (oft als unübersichtlich kritisierten) Abebooks-Verkäuferabrechnungen "bis Ende 2015 weiter zu verbessern".

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13 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Guido Schwald

    Guido Schwald

    Es gibt ja neben den genannten Gründen noch einige andere, wieso die Verschmelzung von ZVAB und ABEBooks unattraktiv bzw. nicht akzetabel ist: der Zwang zum Anbieten von Kreditkartenzahlung über das (sehr teure) ABEBooks-Kreditkartensystem; der Zwang zum weltweiten Anbieten ohne die Möglichkeit, bestimmte Länder auszuschließen (sollte es nicht gemäß Vertragsfreiheit möglich sein, nicht nach Tschetschenien liefern zu wollen?); das ziemlich intransparente und unpraktikable Abrechnungsverfahren von ABEBooks. - Auch wir werden daher das ZVAB im Oktober verlassen. Wir bedauern das, da wir das ZVAB in seiner bisherigen Form für die übersichtlichste und besteingeführte antiquarische Verkaufsplattform im deutschsprachigen Raum halten. Wahrscheinlich werden wir auch zu "antiquariat.de" wechseln und möglicherweise noch zu einer weiteren Plattform. Wir werden dann unsere Kunden im September über unseren Wechsel informieren und entsprechend "antiquariat.de" empfehlen.
    Guido Schwald
    Nürnberger Buch- und Kunstantiquariat

  • G. Koch

    G. Koch

    Es ist ja schön für sie, wenn es Antiquariaten wie dem Bücherhaus in Bargfeld möglich ist, ihren Umsatz über die eigene Homepage und antiquariat.de zu realisiren. Booklooker und ebay hingegen sind keine Alternativen.
    Viele Kollegen realisieren aber seit Jahren einen Großteil ihres Umsatzes über das ZVAB, weshalb sie gar keine Wahl haben, sofern sie nicht ohnehin schon bei beiden Plattformen - ZVAB und ABEBOOKS - präsent sind. Man kann deshalb nur hoffen daß zumindest hinsichtlich der Versandkosten ABEBOOKs eine dem jetzigen ZVAB entsprechende Option anbietet, was ja in Aussicht gestellt wurde und die zukünftigen Gebühren einigermaßen moderat sind.

  • Horst-Werner Dumjahn

    Horst-Werner Dumjahn

    Wir hätten am liebsten das ZVAB aus den Anfangsjahren behalten: Schnell, übersichtlich, unkompliziert und weitgehend "individuell" einzustellen ... Weil das aber ganz offensichtlich niemand wollte, nein, weil die "Gängelei" im Gegenteil immer mehr zunahm, sind wir schon im letzten Jahr bei den "ZVAB-Beamten" ausgestiegen! Wir empfehlen unseren Kunden stattdessen "antiquariat.de" (paßt am besten zu unserem Qualitätsanspruch) - und natürlich die eigene Homepage! Mit Erfolg!
    Dumjahn: Das Eisenbahn-Antiquariat

  • Dr. Ulrich Lölke, Antiquariat Atlas, Hamburg

    Dr. Ulrich Lölke, Antiquariat Atlas, Hamburg

    Die tunesische Großmutter eines Kollegen pflegte zu sagen: *Das Schlechte das Du hast, halte es fest, denn es kann noch schlimmer kommen.* In diesem Sinne ist der akute Ausstieg aus den amazon-Generika für viele Kollegen kein Weg. Mittelfristig sollte eine Alternative entwickelt werden, die einen Ausstieg erlaubt. Leider sehe ich diese noch nicht; nicht einmal eine Initiative dazu.

  • Michael Lehr

    Michael Lehr

    Die Verschmelzung von ZVAB und ABEBooks ist intern, beide Plattformen bleiben weiterhin bestehen. Ich halte die Bedingungen, für ZVAB-Antiquare ab Oktober auch bei ABEBooks einen Account einzurichten, für juristisch sehr bedenklich. Ich kann mich noch erinnern, als das ZVAB in den Anfangsjahren den ZVAB-Mitgliedern untersagt hat, auf anderen Plattformen ihre Bücher anzubieten. Die Entscheidung, wo ich meine Bücher anbiete, obliegt einzig und allein bei mir.

    In letzter Zeit wurde ich angesprochen, ob ich auch ein Mitarbeiter bei ZVAB bin? Ärgerlich, aber zugleich auch verständlich, da das ZVAB seit Jahren damit wirbt, sie seien das größte Online-Antiquariat. Das ist schlichtweg falsch. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Vermittlungsagentur auf Provisionsbasis – also ein Dienstleister mit 19% MwSt. – kein Antiquariat.

    Ich entscheide als alleiniger Inhaber meiner Firma, ob ich Kreditkarten akzeptiere oder nicht, ebenso setze ich die Versandkosten fest etc.

    Meine Beteiligung im Internet dient lediglich dazu, dass ich in gewisser Weise dort präsent bin. Finanziell gesehen völlig unbedeutend im Vergleich zu meinem Kataloggeschäft. Mit Erscheinen meines letzten Kataloges habe ich diesmal fast zeitgleich mein Katalogangebot auch ins ZVAB gestellt. Der Umsatz bei ZVAB hat mir 2% vom bisherigen Katalogumsatz beschert. Ein Millionenpublikum im Internet auf der einen Seite, auf der anderen Seite meine Katalogkunden von etwa 1.200. Aufgrund des Kataloges, meine Visitenkarte, habe ich mehrere Angebote, Bibliotheken zu erwerben. Solche Angebote habe ich über das Internet bisher nicht erhalten.

    Kürzlich hat ein Kunde mich gefragt, warum ich mir diese unendliche Arbeit mit den Katalogen mache? Meine Antwort war: Ich arbeite an meiner Unabhängigkeit gegenüber dem Internet. – Viel mehr Arbeit bereitet mir das Herausnehmen von verkauften Titeln aus dem Internet, die ich über den Katalog verkaufe.

    Sollte die Bedingung ZVAB – ABEBooks bestehen bleiben, dann endet meine Mitgliedschaft bei ZVAB im Oktober. – Seit gut 10 Tagen bin ich jetzt bei antiquariat.de. Kein Umsatz dort, aber mir gefällt die Politik.

  • Mareen Lorenz, Antiquariat Artemis, Leipzig

    Mareen Lorenz, Antiquariat Artemis, Leipzig

    Wir sind seit zwei Wochen bei Abebooks dabei und freuen uns über die ersten Bestellungen über die Plattform, nachdem auch wir uns erst über "Zwangskreditkartenzahlung", "marktferne Versandkosteneinstellungen" und geschäftsschädigende "Urlaubsregeln" sehr wunderten.

    Jetzt kommen aber auch die ersten Tücken im Arbeitsablauf:

    In den Bestellmails stehen nur eine unvollständige Kundenadressen. Die bekommen wir im Moment erst, wenn wir uns auf der abeBooks-Bestellseite mit gefühlten 10 Klicks bis zum Lieferschein durchklicken. Warum dieses Versteckspiel? Wir haben auch anderes zu tun.

    Bei Bestellungen die wir über "offene Rechnung" liefern bekamen wir nach drei Tagen die Erinnerung vom Abebooks, das wir bitte auf der Webseite bestätigen sollen, das das Buch vorhanden ist, ansonsten geht Abebooks davon aus, das dem so ist und berechnet gleich die Provision. Was vielleicht wie eine Drohung klingen mag, ist unserer Meinung nach ein ganz normales Recht der Plattform und entspricht zu 98% den normalen Gang aller Plattformbestellungen. Sprich die Plattform soll abrechnen können, wenn wir uns nicht gegenteilig melden, weil wir z.B. NICHT liefern können. Fakt ist, das Buch war schon längst verschickt und wir sehen keinen Grund, das wir das auch noch einmal bestätigen sollen. Auch diesen Schritt halten wir für sehr unnötig.

  • Mareen Lorenz, Antiquariat Artemis, Leipzig

    Mareen Lorenz, Antiquariat Artemis, Leipzig

    Nachtrag:

    Wir hatten gerade ein sehr nettes Gespräch mit den Abebooks Kundenservice. Die oben genannten Probleme sind bekannt und man will das hausintern weiterleiten. Wir glauben zwar nicht dran, aber der nette Mitarbeiter klang ziemlich genervt zum x-ten Mal einen Kunden vertrösten zu müssen. Möglicherweise führt die Masse an Rückfragen zum einlenken und wir bekommen bis Oktober adäquate Lösungen.

  • Detlef Gerd Stechern

    Detlef Gerd Stechern

    Tunesische Großmütter scheinen einem fatalen Defätismus zu erliegen. Schade eigentlich.

    Aus meiner Sicht stellt "Antiquariat.de" die Alternative dar, sie muss nur angenommen werden. Dies gilt für Anbieter und Kunden gleichermaßen. Arbeiten wir weiter daran.

  • Wolfgang Mützelfeldt , Bremer-Bring-Buchhandlung und Antiquariat

    Wolfgang Mützelfeldt , Bremer-Bring-Buchhandlung und Antiquariat

    Zur Erinnerung:
    Das ZVAB hat vor gut 4 Jahren mit einer "Einstweiligen Verfügung" den Versuch von Amazon vereitelt, die Preise auf dem Gebrauchtbuchmarkt faktisch zu bestimmen, indem Amazon von den Anbieter forderte, dass auf der Plattform von Amazon keine höheren Preise verlangt werden dürften, als auf anderen Plattformen.
    Daraufhin hat Amazon über seine Tochter Abebooks ( seit 2008) kurzerhand das ZVAB gekauft.
    Nun der erste Teil der Angleichung durchgesetzt, das ZVAB existiert faktisch nicht mehr.

    Das Versandkostenmodul bei Abebooks ist in den letzten 4 Jahren nicht kundenfreundlich gestaltet worden (Ein Preis für jedes Gewicht und jede Versandsart). Ich glaube nicht, dass sich da etwas ändern wird, denn mit einem Durchschnittspreis für den Versand ist man schon bei den Versandkosten die Amazon auch berechnet. Warum sollten Kunden, die keine Berührungsängste bei Amazon haben noch über ZVAB kaufen?
    Amazon hat damit eine „marktbeherrschende Stellung „ im Segment „antiquarischer Buchhandel im Internet“.
    Es ist wirklich rührend, wenn man glaubt, ohne den Internethandel auf der Basis von Versandkatalogen auskommen zu können ( da mag es einige wenige Antiquare geben), aber wer die Kleinanzeigen in den letzten Jahren auf der Seite des ZVAB kontinuierlich gelesen hat, der weiß, wie viele Kollegen und Kolleginnen inzwischen das Handtuch geworfen haben und sicher nicht nur, weil sie „Ausgesorgt“ hatten.
    Ich fürchte, wenn sich die Antiquariate nicht wirklich auf eine (eigene oder zumindest unter ihrem Einfluss liegende) Verkaufsplattform einigen, wird wohl nichts anderes bleiben, als der Defätismus .

  • Fried. Ossenkopp  (Antiquariat Seitenbewegung)

    Fried. Ossenkopp (Antiquariat Seitenbewegung)

    >>Marktbeherrschung, dreiste Abzocke, Bevormundung, übles Geschäftsgebahren...<< Wo man hinhört und liest, wird über das amazon-abebooks-zvab- Konglomerat geschimpft.
    Zurecht natürlich, doch ich frage mich, warum nur so wenige Händler die Konsequenzen ziehen und sich von den genannten Plattformen verabschieden.
    Ob man nur noch bei den "kleinen" Portalen anbietet, anstelle des Internets einen Laden eröffnet oder auf Messen und Märkten anbietet: alles ist m. M. nach besser, als sich diese Gängeleien gefallen zu lassen.
    Die ganze Diskussion erinnert an die alte Parabel, bei welcher der Floh es schafft, dem Hund einzureden, er wäre auf ihn angewiesen. Offensichtlich sind genügend Händler willig und/oder dumm genug, genau das zu glauben.
    Halten wir fest: die Internetportale sind auf die Händler angewiesen, nicht umgekehrt !
    (Auch) das Antiquariat Seitenbewegung wird sich zu Ende Oktober vom zvab verabschieden und ist - nach Umzug- ab Februar wieder bei booklooker oder Homepage erreichbar.
    Allen Kollegen, die sich den Absprung nicht trauen, schon jetzt "Viel Spaß" mit ihrem Dompteur...

  • Ulrike Wenger  (Büchergarage)

    Ulrike Wenger (Büchergarage)

    Kann mich der o.a. Kritik nur vollumfänglich anschliessen. Bin entsetzt, dass ich nach meinem Ausstieg bei Amazon (dort war ich Powerseller, habe aber, weil ich mit deren Umgang sowohl mit Kunden als auch mit Verkäufern nicht zufrieden war, diese Plattform schon vor Jahren erleichtert verlassen) wieder über Umwegen dort gelandet bin. Nachfragen bei ZVAB, bzgl. z.B. Portokosten werden mit mitfühlenden Lauten entgegnet, ein Mitarbeiter verstieg sich sogar zu der Aussage, dass so gut wie alle bisherigen ZVAB-Verkäufer unzufrieden seien... (telefonisch natürlich, nicht schriftlich). Er merkte auch an, dass man die Sache mit den ind.Portokosten bei der Übernahme hintan gestellt habe, da nicht so wichtig... und kündigte eine Verbesserung im Laufe des nächsten Jahres an. Zusammendfassend läst sich sagen, dass der Mehraufwand bei der Bestellabwicklung gestiegen ist, dagegen stehen erhöhte Einstellkosten/Provisionen, nicht zu vergessen ständige Mails von "abähbooks", die bearbeitet werden müssen. ich vermisse das gute, alte ZVAB und frage mich, was die geritten hat, sich denen in den Rachen zu werfen (fängt wahrscheinlich mit "G" an und hört mit "eld" auf :-) ) Auch ich habe schon mit Antiquariat geliebäugelt. nachdem mein Programm über w+h läuft, habe ich mit buchfreund noch eine befriedigende Alternative. Hat noch jemand aus dem Forum Vorschläge? Es ist übrigens schade, dass ZVAB auf der Homepage keine Diskussionen über die Übernahme zulässt (Honi soit...)

  • Werner Kroul, 86405 Meitingen

    Werner Kroul, 86405 Meitingen

    Zuerst: ich bin kein Buchhändler; ich bin nur ein Bücherleser. Ich gebe zu, ich habe "geschlafen". Meine letzte Bestellung über ZVAB war im Oktober 2015. Heute habe ich es wieder versucht und erst da ist mir aufgefallen, was geschehen ist. Ich bestelle also praktisch bei AMAZON! Zwar über einen Umweg - aber trotzdem! Mich interessiert, wo Abebooks Steuern zahlt! Ich werde mein Konto bei dem neuen Abebooks-ZVAB vorerst beibehalten, aber nur noch zur Recherche. Immerhin bietet die Seite einen riesigen Katalog von Buchhändlern, die ich notfalls ja selber direkt kontaktieren kann. Und die Zeit nehm ich mir! Bei AMAZON bin ich immer genau so verfahren: dort nach neuen Büchern gesucht, die ISBN rausgeschrieben und damit zu meiner örtlichen Buchhändlerin gegangen. Ihr hat das gefallen.
    Und was auch typisch ist: ich soll auf Facebook und Twitter mitteilen, was ich grad für Bücher gekauft hab! Nach dem Motto: "Ätsch, ich hab in meinem Bücherregal schon 8,37 lfdm Bücher stehen!"
    Über Bücher sprech ich immer noch persönlich in der Familie und im Freundeskreis.
    Abebooks-ZVAB schreibt: Ihre Meinung ist uns wichtig!
    Die werden sie zu hören kriegen - falls sie überhaupt gelesen wird.
    MfG

  • Buss, Heinz-Günther

    Buss, Heinz-Günther

    Nun aber wird der Bücherkauf politisch. Eine Unterstützung von Amazon kommt für mich nicht in Frage.
    Ich muß nun suchen, meine antiquarischen Bücher auf anderem Weg zu beschaffen.

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