Auszeichnungen

Kranichsteiner Literaturpreis geht an Paul Nizon

Den vom Deutschen Literaturfonds vergebenen Kranichsteiner Literaturpreis erhält der Schweizer Schriftsteller Paul Nizon.

Nizon, 1929 in Bern geboren und seit vielen Jahren in Paris zu Hause, wird damit für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. Zu Nizons bekanntesten Büchern zählen der große Rom-Gesang "Canto" (1963), der Paris-Roman "Das Jahr der Liebe" (1981) und die Prosa-Caprichos "Im Bauch des Wals" (1989). Der Deutsche Literaturfonds förderte zuletzt seinen Roman "Das Fell der Forelle" (2005). Der dreiköpfigen Jury gehörten die Schriftstellerin Dagmar Leupold (Universität Tübingen), Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel) und Wend Kässens (NDR) an, der seit dem Jahr 2002 auch Nizons Journale herausgibt. Die Jury rühmt Nizons Werk als "eine dichterische Schule des Sehens, die dem Maler Vincent van Gogh die durchdringende Intensität ihrer Wahrnehmung verdankt und dem Schriftsteller Robert Walser das Erschaffen einer ganz aus der Sprache gewonnenen Wirklichkeit. Der Großstadtnomade Nizon erkundet in seinen hochmusikalischen Texten die Fremde vor der eigenen Haustür und hat sich damit als einzigartige Stimme der deutschsprachigen Literatur etabliert." Preisträger des Kranichsteiner Literaturpreises in den vergangenen Jahren waren Sibylle Lewitscharoff (2006), Martin Mosebach (2005) und Peter Kurzeck (2004). Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 18. November in Darmstadt verliehen. Außerdem erhält Mirko Bonné ein 10-wöchiges Stipendium im Deutschen Haus der New York University und Björn Kern ein 10-wöchiges Stipendium am Queen Mary College der University of London. Bereits am 17. November lesen Thomas Melle ("Raumforderung"), Svenja Leiber ("Büchsenlicht") und Daniel Grohn ("Kind oder Zwerg") aus unveröffentlichten Texten. Anschließend vergibt die Jury nach einer öffentlichen Beratung den mit 5.000 Euro dotierten Kranichsteiner Literaturförderpreis an einen der drei Bewerber.

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