Börsenvereinskampagne #FreeWordsTurkey

Online-Petition: Gemeinsam für Meinungsfreiheit in der Türkei

An diesem Montag startet der Börsenverein die Kampagne "Für das Wort und die Freiheit #FreeWordsTurkey" - in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen. Die ganze Branche ist aufgerufen, sich an der Aktion für Meinungsfreiheit zu beteiligen. Herzstück: eine Online-Petition an Bundesregierung und EU-Kommission. 

"Mit der Petition appellieren wir an Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit in ihren Entscheidungen, Handlungen und Äußerungen kompromisslos und aktiv einzufordern und sie nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen", so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, in einem Newsletter, der am Freitagabend an alle Börsenvereinsmitglieder verschickt worden ist.

Alexander Skipis

Alexander Skipis © Claus Setzer

"Lassen Sie uns ein Zeichen setzen"

Die Politik müsse ihre Haltung gegenüber der Türkei und anderen Ländern, in denen die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt werde, dringend überprüfen, heißt es weiter: "Außerdem fordern wir schnelle Hilfe für verfolgte Journalisten und Autoren, zum Beispiel durch die unbürokratische Ausstellung von Nothilfe-Visa."

Gemeinsam wollen die Initiatoren alle Bürger in Deutschland und Europa dazu aufrufen, die Petition zu unterzeichnen, die von öffentlichkeitswirksamen Aktionen in der kommenden Woche flankiert wird. "Unterzeichnen Sie unsere Petition unter www.freewordsturkey.de/petition und werden Sie Teil unserer Kampagne!", appelliert Skipis an die die Mitglieder des Verbands. "Lassen Sie uns ein Zeichen setzen und als Buchbranche entschlossen für die Meinungsfreiheit eintreten."

Plakat zur Kampagne

Plakat zur Kampagne

So kann sich die Branche beteiligen, Kunden und Website-Besucher ansprechen:

  • Dem Börsenblatt liegt in der kommenden Ausgabe (Heft 35) ein Aktionsplakat bei - das Motiv kann bereits jetzt hier heruntergeladen werden.
  • Das Kampagnenmotiv steht außerdem als "Layer" zur Verfügung, damit es von Verlagen und Buchhandlungen in die Website eingebunden werden kann. Auch der Börsenverein wird das Motiv, das direkt zur Online-Petition weiterleitet, seiner Website vorschalten. Ab Montag, 29. August, 9 Uhr steht unter der Domain www.freewordsturkey.de ein Javascript bereit, das ein an die Bildschirmgröße angepasstes Banner einblendet.
  • Das Motiv lässt sich darüber hinaus in die E-Mail-Signatur aufnehmen. Zum Beispiel mit der Formulierung: "Fordern Sie Meinungsfreiheit in der Türkei ein! Unterzeichnen Sie die Petition unter www.freewordsturkey.de/petition #FreeWordsTurkey"

Zum Hintergrund der Aktion

Seit dem Putschversuch im Juli 2016 sind in der Türkei mehr als 60 Journalisten und Autoren verhaftet, mehr als 130 Medienhäuser geschlossen worden, darunter 45 Zeitungen, 29 Buchverlage und 15 Magazine. Damit spitzt sich die bereits angespannte Situation in der Türkei weiter zu. Die Bundesregierung und die EU-Kommission dürften dazu nicht länger schweigen, so der Börsenverein: "Die Freiheit des Wortes ist ein Menschenrecht und nicht verhandelbar. Die Politik muss dieses Recht kompromisslos vertreten, sie darf es nicht aufgrund von Nützlichkeitserwägungen auf Spiel setzen".

Hier gibt es weitere Informationen zur Lage in der Türkei

  • Das journalistische Portal Krautreporter sammelt auf seiner Seite die Maßnahmen der türkischen Regierung im Rahmen ihrer sogenannten "Säuberung": krautreporter.de.

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1 Kommentar/e

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  • Peter Delin

    Peter Delin

    Dies ist sicherlich eine wichtige und verdienstvolle Kampagne. Die türkischen Journalisten, Autoren und Verleger brauchen Unterstützung. Aber warum muss der Börsenverein dafür ausgerechnet die kommerzielle Plattform Change.org verwenden? Siehe Big Brother Award 2016 http://bigbrotherawards.de/2016/wirtschaft-changeo rg

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