Branchen-Monitor Buch

Keine Branchenzahlen

Der Börsenverein meldet vorerst keine monatlichen Zahlen zur Buchmarktentwicklung mehr. Der Grund für die Aussetzung der Branchenzahlen: "Die von GfK Entertainment im Handelspanel Buch erhobenen Daten, auf denen der Branchen-Monitor Buch basiert, bilden derzeit die tatsächliche Marktentwicklung nicht valide ab", heißt es im Branchen-Monitor-Buch-Newsletter, der heute ohne Zahlen an die Abonnenten versandt wurde.

Ist die Datenbasis solide, sind die Zahlen realistisch?

Ist die Datenbasis solide, sind die Zahlen realistisch? © ra2 studio - Fotolia.com

Wie berichtet, liefern sich die mit der Messung von Buchmarktzahlen befassten Marktforschungsunternehmen GfK Entertainment und Media Control einen harten Konkurrenzkampf, der über Exklusivverträge mit einzelnen Buchhandelsunternehmen ausgetragen wird. Eine repräsentative Marktab­deckung der Panels sei daher derzeit nicht gewährleistet, so der Börsenverein.

Die Marktforscher haben jedoch bei der AG Publikumsverlage in München zugesagt, bis zur Leipziger Buchmesse eine Einigung erzielen zu wollen. "Da der Börsenverein im Sinne der Branche nur valide Zahlen veröffentlicht, hat der Verband sich entschieden, bis zur Klärung der Datenlage mit dem Branchen-Monitor Buch auszusetzen", heißt es in dem Newsletter weiter.

Das Börsenblatt ist von der Aussetzung der Zahlen ebenfalls betroffen – und verzichtet, solange keine validen Messungen erfolgen, sowohl in seinen Magazin-Ausgaben als auch in den Spezial-Heften auf die Verwendung aktueller GfK-Zahlen.

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3 Kommentar/e

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  • Tom

    Tom

    Und wieder eine Teilbankrotterklärung des Börsenvereins!

  • Beate

    Beate

    Ist es denn besser, sich auf nicht repräsentative Zahlen zu stützen, die das Gesamtbild verzerrt darstellen?
    Sicher ist es ungünstig, nicht genau zu wissen, wo die Branche gerade steht, aber die Schuld daran tragen die konkurrierenden Marktforschungsunternehmen, die sich weigern, zum beiderseitigen Vorteil zu kooperieren, nicht der Börsenverein.

  • Kris

    Kris

    Ach ja Tom, ist das so? Wer sind hier selbst teilbankrott erklärt, ist diese oligopolistische Datenkraken-Branche, die sich in der Tat selbst das Wasser abgräbt: deren Kunden tun wahrscheinlich gut daran, jetzt mehrheitlich zu kündigen oder die Verträge in Regress zu nehmen, bis die Vernunft wieder einkehrt. Und der Börsenverein kann hier maximal als Mediator einwirken - das muss er wohl auch im Interesse seiner Mitglieder - und gezielt auf diejenigen Mitglieder einwirken, die diese Exklusivliefervereinbarungen unterschrieben haben: die sind nämlich ganz erheblich Mitverursacher des Problems:
    Offene Daten für alle, die sie seriös und so transparent wie irgend möglich aufbereiten, sind die Lösung, liebe Zwischen-, Groß- und Kleinbuchhändler!

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